Afghanistan

Schauveranstaltung des Westens

Die internationale Gemeinschaft steht in Afghanistan vor einem Scherbenhaufen. Denn die Kultur am Hindukusch bietet offenbar zu wenige Anknüpfungspunkte für eine Demokratie, die auch den Ansprüchen des Westens standhält. Von Jochen Buchsteiner

Luftangriff bei Kundus

Die Truppe braucht Klarheit

Die Bundesanwaltschaft beschäftigt der Luftangriff bei Kundus. Fehler müssen geahndet, Straftaten verfolgt werden. Aber die Streitkräfte brauchen rechtliche Klarheit und das Grundvertrauen, dass die Politik ihren Auftrag auch dann gutheißt, wenn es ernst wird. Von Reinhard Müller

Hanning muss in den Ruhestand

Ein großes Kaliber

Es bleibt zu hoffen, dass der neue Innenminister de Maizière weiß, was er tut, wenn er in Zeiten wie diesen auf die Erfahrung, die Kenntnisse und die Kontakte eines auf dem Gebiet der Terrorabwehr so bewanderten Fahrensmannes wie des ehemaligen BND-Präsidenten Hanning verzichtet. Von Berthold Kohler

Naher Osten

Was will Abbas?

Immer wieder einmal - so auch jetzt - wurde gemunkelt, dass Palästinenserpräsident Mahmud Abbas seinen Rückzug ankündigen wolle. Doch bis heute weiß niemand zu sagen, wer sein Nachfolger werden solle. Von Wolfgang Günter Lerch

Jamaika im Saarland: Ministerpräsident Peter Müller (CDU, Mitte) mit Hubert Ulrich (Grüne, links) und Christoph Hartmann (FDP, rechts)

Saarland

Jamaikanische Vorboten

Dass Jamaika für die Partner, die sich im Saarland zusammengerauft haben, einen Preis hat, dürfte allen klar sein. Die Frage ist nur, wie hoch er sein wird. Es ist gut möglich, dass das Saarland ein weiterer Vorbote für eine im Kern schwarz-grüne Koalition im Bund ist. Von Reinhard Müller

Noch beim Treffen mit Obama schien es für die Kanzlerin ein Tag der ungetrübten Freude zu werden

„Opel-GM-Magna“

Kalt erwischt - gründlich blamiert

Die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats, Opel nun doch nicht zu verkaufen, kann man als Affront gegen die Kanzlerin und als Brüskierung Berlins werten. Zorn und Empörungsrhetorik kaschieren aber lediglich die Blamage nach den deutschen Rettungsversuchen. Von Klaus-Dieter Frankenberger

EU-Reformvertrag

Endlich unterschrieben

Welch' schwere Geburt! Das tschechische Verfassungsgericht sieht im Vertrag von Lissabon keine Beschränkung der Souveränität des Landes, und deshalb hatte auch Staatspräsident Klaus keine Ausrede mehr, die Ratifikation des Vertrages hinauszuzögern: Er hat unterzeichnet. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Freundlicher Empfang: Bundeskanzlerin Merkel im amerikanischen Kongress

Kommentar

Ode an die Freiheit

War das wirklich die Bundeskanzlerin, die da sprach? Die nüchterne, allem Pathos abholde, nicht als Magierin des Wortes bekannte Angela Merkel? Auf dem Capitol Hill in Washington kam eine Politikerin zum Vorschein, wie man sie noch nie hörte. Von Berthold Kohler

Bundeswehreinsatz

Was in Afghanistan herrscht

Gerade weil die Bezeichnungen Krieg oder Kampf jedermann verständlich sind, darf die Führung nicht auf Technokratenjargon ausweichen. Es ist ebenso neu wie ehrlich und richtig, dass Verteidigungsminister Guttenberg zumindest von „fraglos kriegsähnlichen Zuständen“ am Hindukusch redet. Von Reinhard Müller

Horst Seehofer: Einsame Entscheidungen und überraschende Fehler

CSU

Ade, Alleinherrschaft

Die CSU steht vor großen Herausforderungen: innerparteiliche Nörgeleien, keine absolute Mehrheit in Bayern mehr, die kleinste Partei in der schwarz-gelben Koalition. Da nützt es ihr wenig, dass sie fast dreimal so viele Mitglieder hat wie die FDP. Von Georg Paul Hefty

Hamid Karzai: Der Westen bräuchte einen überzeugenderen Wahlsieger

Afghanistan

Karzai ein Sieger mit Flecken

Nach einem Wahlvorgang, der am Anfang ein Betrug und am Ende eine lebensbedrohliche Farce war, bleibt der afghanische Präsident Karzai im Amt. Der mutmaßlich wichtigste Partner des Westens ist ein Mann von beschränkter Legitimität und zweifelhaftem Ruf. Von Klaus-Dieter Frankenberger

Bringt die internationale Gemeinschaft aus dem Konzept: Abdullah Abdullah

Afghanistan

Ratlos in Kabul

Nach der Absage Abdullahs droht die für den 7. November angesetzte Stichwahl in Afghanistan - falls sie überhaupt stattfinden sollte - zur Farce zu werden. Von Wolfgang Günter Lerch

Zum Reformationstag

Am Beginn der Neuzeit

Die Reformation war nicht nur ein religiöser Befreiungsakt. Ihr lag auch die Einsicht zugrunde, dass Kirche und Theologie prinzipiell irren können. Die Theologie als Wissenschaft war geboren. Von Heike Schmoll

Christine Lieberknecht

Strahlende Siegerin

Ihren Triumph im dritten Wahlgang verdankt Christine Lieberknecht nicht sich selbst, sondern ihrem Rivalen von der Linkspartei. Und nebenbei einer Schwachstelle der Landesverfassung. Von Georg Paul Hefty

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