
vor langer zeit, irgendwann in den 80ern fragte eine witzeschreiber in der bravo:
woran erkennt man eine eu-tomate?
ganz einfach, wenn sie reif ist, zerstoert sie sich selbst.

>> Forscher der Lancester Universität sehen Butter als wirksamen Anzeiger von Schadstoffen in der Atmosphäre. Bei der Auswertung von Butterproben in 23 Ländern wurden die höchsten Schadstoff-Konzentrationen in Europa und Nordamerika gefunden. Niedrige Werte wies Butter aus Australien und Neuseeland auf. Üblich ist die Messung von Luftschadstoffen mit speziellen Analysegeräten.
Beispiel für "butterliebende" Schadstoffe sind die POPs. Sie verteilen sich weltweit durch die Luft und gelangen über die Nahrungskette zum Menschen. Sie reichern sich vorwiegend im Fettgewebe von Tieren an, z.B. im Milchfett, aus dem Butter zu 80 Prozent besteht.<<
>> Stiftung Warentest hat 33 Buttermarken ohne Salz getestet. Das Ergebnis: Fast jede vierte Butter im Test enthielt am Mindesthaltbarkeitsdatum zu viele Keime. Sechs Produkte enthielten coliforme Bakterien, ein Anzeichen für mangelnde Hygiene bei der Produktion.
In einigen Stücken fanden die Tester allerdings geringe Mengen DDT und HCB. DDT ist ein Pflanzenschutzmittel, HCB ein Behandlungsmittel für Saatgut. Beide sind giftig und seit den siebziger Jahren verboten. In fettreichen Lebensmitteln können saber noch Rückstände anreichern. <<

Ich kann die erhitzten Gemüter in den vorherigen Kommentaren gut verstehen. Ich selbst kann auch nicht nachvollziehen, warum die Preise so plötzlich um bis zu 40 % ansteigen müssen. Haben die Chinesen eine Großlieferung in Auftrag gegeben? Gleich muss wieder übertrieben werden. Und keiner will es gewesen sein. Bei den Erzeugern kommt angeblich nichts von dem Geld an. Der Handel behauptet, er würde nur die tatsächliche Erhöhung weitergeben. da frag ich mich doch: Wo bleibt eigentlich das Geld? Geht das gleich mit nach China?
Gott sei Dank gehören zu dem Spiel Angebot und Nachfrage immer zwei, der Anbieter und der Nachfrager. Derart erhöhte Preise müssen also erstmal durchgesetzt werden. Der Preiskampf im Einzelhandel wird demzufolge eher zu- als abnehmen. Wäre die Nachfrage auf dem Weltmarkt wirklich so groß, hätte sich das Angebot in unseren heimischen Supermärkten doch schon längst verknappen müssen. Davon habe ich allerdings noch nichts gemerkt. Warten wir es also erstmal ab. Nach dem nächsten Einkauf sind wir dann schlauer.

Als wenn in einer Marktwirtschaft die Regale leer blieben.
Unglaublich was manche Leute hier schreiben.
Ihrer Meinung nach bezahle ich also Steuern um ein volles Regal zu haben?
Die Schweiz gehört nicht der EU an und dort sind die Regale voll.
Vielleicht sollten manche Leute mal ihren Hof verlassen und die Welt erkunden.
Alles was Subventionen braucht ist nicht marktfähig und sollte verschwinden.
Siehe Kohlebergau und Solarbranche.

Wenn die Preise ansteigen hat der Bauer davon erst ein mal überhaupt nichts, die meisten Landwirte, jedenfalls die die ich kenne, haben langfristige Verträge mit Molkereien zu festen Preisen. Das geht recht gut, solange die Milchquote nicht überschritten wird, schöner wäre es wenn die Marktpreise dergestalt wären, dass die Milch ohne Quoten zu vernünftigen (realen) Preisen verkauft werden könnten, dann könnten auch die Subventionen wegfallen die sich allerdings z.Zt. mit den Kosten die den Agrarbetrieben durch Verwaltungsaufwand und Abgaben entstehen, gerade so eben die Waage halten. Somit wird in vielen Betrieben die Schlachtung, zur letztlich einzigen Einnahmequelle, da die Gewinne aus der Milchwirtschaft (inkl. der Subventionen) durch die laufenden Kosten aufgefressen werden.

Der von Ihnen -Herr Mayer- so hochgejubelte Agrar-Subventionssumpf ist blanker Unsinn !
Es gab nie einen (wirtschaftlichen) Grund für Subventionen im Agrarbereich .
Die Gründe für die landwirtschaftliche Subventionspolitik waren und sind ideologischer und praktischer Natur:
Zum einen wollte man sich im (für die Öffentlichkeit sensiblen) Agrarbereich abschotten vom Rest der Welt.
Eine an Wirtschaft,an Angebot und Nachfrage orientierte Politik hätte zugelassen,daß auch Anbieter außerhalb Europas an diesem Markt teilnehmen können.
Der praktische Grund für die Subventionen ist noch einfacher:
Die EU (früher EG) hatte und hat bis heute im Grunde keine Kompetenz und keine Tätigkeitsgebiete.
Die Mitgliedsländer waren und sind nicht bereit,
Kompetenzen abzugeben.
Der Landwirtschaftsbereich war der einzige,den man bereit war,abzugeben.
Somit waren sowohl die EU ,die einen Aufgabenbereich bekam und ab da jederzeit ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen konnte,befriedigt als auch die Mitgliedsländer,die die am wenigsten gewichtete Kompetenz abgegeben haben.

Aus Beiträgen und Kommentaren wird mal wieder sehr deutlich, wie die üblichen Lobbyistenbrillen aufgezogen werden und das Sachverständnis sehr gering ist.
Über das System der Schutzzölle, Quoten und Subventionen des nationalen und internationalen Handels (Teil der sozialen Marktwirtschaft) weiß selbst die interessierte Öffentlichkeit fast nichts - die unteressierte nur, daß ein EU-Beamter und eine EU-Beamtin zusammen am Nacktbadestrand gewesen sein sollen.
Die gesamte öffentliche Berichterstattung verödet, das Volk verblödet. Subventions- und Transferzahlungsempfänger möchten, daß dem so bleibt.

bewegt sich in Richtung Realität...
Guten Hunger und guten Appetit!
Diese Preiskorrektur stand sehr lang schon an und wird nun vor dem Hintergrund weltweit realisierbarer Nachfrage Niveliert. Und es wird alle anderen Nahrungsmittel nachziehen. Mit Inflation hat das nichts zu tun, oder doch? Die Erscheinungen jedenfalls sind Inflationär.

Der Artikel und die Leserbeiträge zeigen mal wieder wie wenig Wissen im Bereich der Agrarwirtschaft in der Öffentlichkeit vorhanden ist. Es ist kein Geheimnis, dass die europäische Agrarpolitik auf planwirtschaftlichen Elementen beruht. Und das hatte auch seinen Sinn und war gut so! Die neue Agrarreform geht weg von den planwirtschaftlichen Elementen, die heute nicht mehr benötigt werden. Auch die Abschaffung der Milchquote ist bereits beschlossene Sache!
Wer weiterhin auf die EU-Agrarsubventionen schimpft, der soll sich mal etwas eingehender damit beschäftigen. Dann wird er vielleicht merken, dass die in Europa vorhandene Selbstverständlichkeit der vollen Lebensmittelregale vielleicht gerade dieser EU-Agrarpolitik zu verdanken ist und auf viel Arbeit und Investition durch unsere Steuergelder beruht.
Wer über den angeblich übergroßen Agraretat der EU schimpft, hat leider auch wenig Ahnung. Das liegt nämlich daran, dass die EU keine anderen total vergemeinschafteten Etats hat. Würde zB Kultus, Sozial und all die sonstigen Haushaltsetats auf die EU hochgezogen wäre der Agraretat nämlich mit unter 10% vertreten. Also auch hier: völlig normal, nichts verwerfliches an der Etathöhe im Agrarbereich. Hat alles seinen guten Grund.

Ein Beamtenaparat der sich inzwischen selbst
verwaltet ist leider auch die Antwort auf all die Fragen,
die einstmals noch effektiv abgearbeitet wurden -
Realitäten eines Kaufmanns haben nichts mit der eines
Beamten gemein
die Blüten werden bunter - leider
Udo Jensen

Okay, Milch ist ein wertvolles Lebensmittel, das seinen Preis haben sollte, aber ich denke, dass die liebe EU mehr Geld in Brüssel braucht, denn wenn die Bauern weniger Subventionen bekommen, dann müßte doch im Gegenzug weniger von Deutschland nach Brüssel fließen, wird es aber nicht. Also, mehr bleibt mehr in Brüssel! Toll für diese EU-Beamten sich durch die Hintertür eine Debatte um unpopuläre Beitragserhöhungen zu ersparen.

Wißt Ihr eigentlich, warum man die Butter abschöpft ? weil diese nämlich giftig ist, sie enthält sog. Acetonkörper (Ketone), die das Blut vergiften.

Was ist daran so schrecklich, das Milch und Butter ein par Cent teurer werden? Ich hoffe jedenfalls, das von der Preiserhöhung ein par Cent bei den Bauern ankommen. Bis jetzt war Milch doch viel zu billig. Billiger als zum Beispiel Bier, das fast nur aus Wasser besteht und viel geringere Produktionskosten als Milch hat. Den Rest regelt bei Lebensmitteln ein funktionierender Markt. Da braucht sich die Politik nicht drum sorgen. Beim Strom zum Beispiel gibt es überhaupt keinen Markt, weil diese fette Pfründe von den vorteilnehmenden Politikern beschützt wird. Da wäre eine Aufgabe

Wie jeder Bürger wissen sollte, hat die Landwirtschaft in Europa nichts mit einem freien Markt zu tun. Wer hat diese Sommerlochnachricht mit den notwendigen höheren Preisen in die Welt gesetzt? Ich würde von einer seriösen Zeitung erwarten, dass man die Quelle erfahren kann.
Was soll die Nachricht mit China braucht mehr Milch? Der Chinese verträgt gar keine Milch und Käse - versuche man einmal in China einen Camembert zu kaufen. Oder lässt der Inder unsere unheiligen Kühe fremdquälen?
Wer bestimmt eigentlich den Preis? - Aldi oder der Bauer oder die EU. Da es keinen freien Markt gibt, kann der Verbraucher auch mitbestimmen. Mein Vorschlag - mal eine Woche auf Milch, Butter und verzichten - das tut unserem Bauch auch nicht wenig gut - und manche werden vielleicht mal wach wer hier das Sagen hat.
Weiter so Presse und Funk. Für unser Geld können wir seriöse Information verlangen.
P.S.: Hier in Luxemburg wird ein Anstieg bis zu 10% angekündigt - wir Deutsche waren schon immer besser.

Der gesamte EU Subventionsapparat ist zum Nachteil der Europäer. Besonders der Deutschen.
Die Hälfte des Gesamtetats wird der Agrarwirtschaft in die Jauchegrube geschüttet.
Mit Ackerbau und Viehzucht (subventioniert) kann man nicht zur globalen Wirtschaftselitenation avancieren/bestehen.
Stelle man sich die über Jahrzehnte vegeudeten Agrar-Milliarden in Forschung und Entwicklung angelegt vor.

danke, daß nach endlosen europäischen Hurrah-Patriotismus auch mal ein Wort fällt, das die EU besser beschreibt als jedes andere: Planwirtschaft. Eine konservative Zeitung sollte immer auch ein wenig die libertäre Flagge hochhalten und nicht vor dem Leviathan kapitulieren. Die EU ist ein sozialistisch-idealistisches Wahnsinnsprojekt, das nicht kritisiert werden darf, weil es ja der achso tolle und erfolgreiche Gegenentwurf zu den USA ist.