Von Wolfgang Günter Lerch
21. April 2008 Für den Friedensschluss von Camp David 1979 zwischen Ägypten und Israel erhielt der damalige amerikanische Präsident Carter den Friedensnobelpreis. Nun versucht er, hinter den Kulissen die offenbar doch recht langsam vorangehenden Friedensgespräche nach Annapolis zwischen Außenministerin Zipi Livni und dem Palästinenser Ahmad Qurei zu beleben.
Seine Worte, die radikalislamische Hamas sei bereit, einen Frieden zu akzeptieren, und solle deshalb direkt an Gesprächen beteiligt werden, klingen zu schön, um wahr zu sein. Solange die Organisation Israels Existenzrecht nicht ohne Wenn und Aber akzeptiert, wird sich wohl offiziell kein israelischer Gesprächspartner finden.
Besser könnte es mit Syrien stehen, mit dem man schon mehrfach geredet hat. Die türkische Regierung, die schon früher ihre guten Beziehungen sowohl zu Israel als auch zu arabischen Staaten spielen ließ, assistierte Carter wohl diskret im Hintergrund bei seinen Kontakten zwischen Syrien, Israel und dem Exil-Führer der Hamas, Khaled Meschal. Sie hatte auch schon früher eine Delegation der Hamas empfangen.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AP