Immer wieder einmal in Deutschland: Der Dalai Lama

Muss Außenminister Steinmeier den Dalai Lama treffen? Es kann der Regierung auch künftig nicht zur Pflicht gemacht werden, jedes Mal ein hochoffizielles Treffen zu arrangieren, wenn das geistliche Oberhaupt der Tibeter seine zahlreichen Anhänger in Deutschland besucht. Von Stefan Dietrich

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 12:20
Das Spielchen heisst: Steinmeier ...  
bernd ullrich (demokrat2)

.... soll offiziell von seiner Politik abrücken, um Merkel rein zu waschen. Darum schlagen die Bürgerlichen so vehement auf Steinmeier ein. Er will nicht in die Richtung, in die man ihn schiebt. Es wird geheuchelt, die moralische Keule geschwungen, an den Widerstand der Sozialdemokraten gegen Unterdrückung erinnert, nur damit keiner Merkel ihr offizielles "chinaunfreundliches" Treffen mit dem Dalai Lama vorwerfen kann. Der Schaden für Deutschland muss nicht unerheblich sein, wenn nun mit allen Mitteln gerungen wird. Merkel hat damit ihr Image steigern wollen. Das ist wohl daneben gegangen. Den Schaden soll jetzt auch Steinmeier tragen. In Südamerika will Merkel wieder aussenpolitisch punkten. Sie sollte mehr zur Lösung innerdeutscher Probleme beitragen. Hier liegt vieles im argen. Stattdessen versucht sie die Haltung des Aussenministers diskreditieren zu lassen. Merkel hat Steinmeier als Kanzlerkandidat der SPD schon angenommen.

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13. Mai 2008 08:57
So mögen wir die Politik!  
Gerhard Falk (gerhardfalk)

Dalai Lama in Berlin nicht willkommen Unser Bundesaußenminister und unser Bundespräsident setzen sich entschieden für die Menschenrechte ein, indem sie ein Gespräch mit dem Dalai Lama bei dessen Besuch in Deutschland aus Termingründen absagten. Das ist eben die Politik, die uns Wählern so eine Freude bereitet: Sie ist unberechenbar, hängt ihr Fähnlein nach dem Wind und dient vor allem den eigenen Interessen. Da trägt man die westlichen Werte und das Eintreten für die Menschenrechte in Sonntagsreden vor sich her, beschwört die Lehren aus der eigenen leidvollen Vergangenheit und handelt völlig entgegengesetzt. Ja, so gewinnt man Glaubwürdigkeit. Die eigenen Interessen zu verfolgen ist doch immer noch das Verlässlichste. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! Wie stellte doch Mahatma Gandhi so schön fest? „Wir lernen aus der Geschichte, dass wir aus der Geschichte nichts lernen.“

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13. Mai 2008 08:43
Churchill hat halt immer recht  
Peter von Katow sen. (Katow)

Die Deutschen hat man entweder an der Gurgel oder an den Füßen. Aber in 70 Jahren wird ein Luis Luca Köhler dann Krokodilstränen weinen und erklären warum es nicht schön ist, Gebetsmühlen und Mönche zu verbrennen.

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13. Mai 2008 03:36
Ist der SPD die Moralischen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen?  
Hugo Ordonez (orporsa)

Was die SPD zu prüfen hat, ist ob die gegenwärtigen Führung, die moralischen Anforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Die Partei, die als einzige in Deutschland die Ehre hat, sich gegen der Diktatur der NSAPD gestellt zu haben, müß heute beweisen, ob dieser Hinterlassenschaft in der Altar der Zweckmäßigkeit geopfert wird. Das Zogern in der Beziehung zu der Linke läßt das Schlimmste erwarten!

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13. Mai 2008 03:34
Aussenminster Steinmeier vs. Dalai Lama  
Rolf Stuedemann (rstuedemann)

Ehrlich und aus Überzeugung gesagt: Unser Aussenminister sollte mehr nachdenken !! Die Tibetaner wurden von Chinesen besetzt und werden auch verfolgt. Demzufolge müsste er als deutscher Aussenminister alles dran setzen, um die damit bestehenden Gefahren zu verhindern. Und dazu gehört selbstverständlich, den Dalai Lama zu empfangen und Besprechungen über dieses furchtbare Problem der Tibetaner zu führen und mögliche Lösungen zu gemeinsam zu suchen und zu finden! Rolf Stuedemann.

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12. Mai 2008 21:44
Kein Prestigekampf, Feigheit und Appeasement.  
Michael Menzel (Galenos)

"Steinmeier ging in der Anerkennung der „Ein-China-Politik“ weiter als je ein Außenminister vor ihm." Jawohl, und das ist feige und ohne Rückgrat. Das ist nicht diplomatisch sondern schäbig und duckmäuserisch. Was ist ein Steinmeier gegen einen Friedensnobelpreisträger? Ein Nichts der aus dem Nachlass eines Bundeskanzlers stammt der seinerseits dem Land mehr Schaden als Nutzen "gemehrt" hat. Es geht nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Merkel und ihrem Vizekanzler. Es geht um eine charakterliche Schwäche, die der Außenminister schon bei mehreren Gelegenheiten in der Vergangenheit gezeigt hat und aus denen er sich immer wieder verkrampft herausgewunden hat.

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