12. März 2008 Die Stasi-Methoden und der Psychoterror der linken Mafia in der hessischen SPD - alles Zitate aus deren eigenen Reihen - haben die Abgeordnete Metzger zwar ins Wanken, aber nicht zum Umfallen gebracht. Obwohl ihr seit vergangener Woche in übler Weise zu verstehen gegeben wurde, was sie in den kommenden Jahren von ihrer Partei zu erwarten hat, macht sie den Wortbruch in Sachen Linkspartei nicht mit.
Der SPD erteilt sie eine Lektion in Aufrichtigkeit und Standfestigkeit. Aber auch beim Thema Gewissensfreiheit hatte die SPD Nachhilfe nötig. Wann sich ein Abgeordneter auf sein Gewissen berufen darf, legen nicht Frau Ypsilanti oder ein Hermann Scheer fest, selbst dann nicht, wenn es um ihre Karrieren geht.
Strucks späte Solidarität
Unbändigen Respekt vor dem Demokratieprinzip, das im freien Mandat zum Ausdruck kommt, ließen beide nicht erkennen.
Wie schön, dass wenigstens jetzt, da Frau Metzger an ihrer Meinung und ihrem Sitz festhält, Fraktionschef Struck öffentlich ihr Recht dazu anerkannte. Das hätte er auch schon vor ein paar Tagen tun können. Da aber bestand noch die Chance, dass sie aufgibt.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: reuters