Folgen der Finanzmarktkrise

Ein neuer „Ground zero“

Steinbrück nutzt die Rhetorik des 11. Septembers, wenn er über die Folgen der Finanzmarktkrise spricht. Sie könnte auch das politische Koordinatensystem Deutschlands verschieben. Anhänger eines „starken“ Staates finden sich nicht nur in der Linkspartei. Von Berthold Kohler

Lesermeinungen zum Beitrag

26. September 2008 11:24

@ Konstantin Richter (kiloromeo)

Sönke Peters (soenkepeters)

Herr Richter, Ihre Hasstiraden und Revolutionsaufrufe, sind in etwa so gehaltvoll wie Ihre „Farbenlehre“. Ich zitiere Sie: „"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Die entsprechenden Farben Blau, Weiß, Rot werden immerhin von den USA, England, Frankreich und neuerdings Rußland (und auch z.B. Liberia) im Banner getragen.“ Mal zur Aufklärung: Die franz. Trikolore setzt sich aus den Farben der Stadt Paris (Blau und Rot) verbunden mit dem Weiß des bourbonischen Königshauses zusammen, während die russische Fahne (Weiß, Blau, Rot) diejenige, der Zaren ist und durch Jelzin wieder belebt wurde. Der Star-Spangled Banner (die amerikanische Revolution hat übrigens etliche Jahre vor der französischen stattgefunden) ist in seiner Farbenauswahl an den Union Jack Großbritanniens angelehnt. Dieser wiederum ist eine Kombination der Flaggen Englands, Schottlands und Irlands und war erstmals 1606 in Gebrauch. Die Flagge Liberias ähnelt der der USA, weil der Staat durch freigelassene Sklaven aus den USA errichtet wurde. Für Ihre „nächste“ Revolution können Sie sich ja schon mal die passende Farbe aussuchen. Wie wär’s mit Rot und irgendeiner Symbolik darauf? War schon bei Revoluzzern à la Kommunisten und Nazis sehr beliebt.

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26. September 2008 01:45

@G. Wander, erschüttert ...

Peter Zentner (Caterwaul)

... weil Sie recht haben, und das auf engstem Raum: Sie haben die Hybris und die Leiden des 21. Jahrhunderts in einer Nußschale untergebracht. Ich denke nach und danke Ihnen.

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25. September 2008 23:10

Vorwegnahme der neuen Weltordnung des Schöpferischen statt Rückfallangst

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

'Nah ist /Und schwer zu fassen, der Gott. /Wo aber Gefahr ist, wächst/ Das Rettende auch' wußte Friedrich Hölderlin schon im Jahr 1804. Das evolutionsprozess-logisch (= katholisch) Rettende zur Beendiung der Systemkrise des weltindustriellen Fortschrittsprozesses ist im Evolutionsprozess vorbereitet und muß nur erkannt werden, um es dann als Exodus- und Übergangsprojekt in die nachfolgende Weltordnung des KREATIVEN im politischen Prozess zu implementieren. Wer unter dem Suchbegriff 'Evlutionsprojektlösung' googelt, der wird fündig werden. Ober jeder Leser das 'Rettende' dann auch auf die Reihe bekommt, und HEUREKA! ruft, das ist natürlich offen und hängt von seinem Vorwissen ab. Er sollte aber auf Friedrich Hölderlin setzen - und auf die bestätigte Erfahrung, dass in Systemkrisen immer Wunder heranreifen.

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25. September 2008 23:01

Vorwegnahme der neuen Weltordnung des Schöpferischen

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

'Nah ist /Und schwer zu fassen, der Gott. /Wo aber Gefahr ist, wächst/ Das Rettende auch' weiß Friedrich Hölderlin. Das Rettende ist im Evolutionsprozess vorbereitet und muß nur erkannt werden, um es dann als Exodus- und Übergangsprojekt in die nachfolgende Weltordnung des KREATIVEN im politischen Prozess zu implementieren. Wer unter dem Suchbegriff 'Evlutionsprojektlösung' googelt, der wird fündig werden. Ober er das Rettende dann auch auf die Reihe bekommt, und HEUREKA!

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25. September 2008 22:57

Aus den Tiefen des S y s t e m s?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Aus den Tiefen verkuemmerter (amerikanischer) Seelen, die heute ohne ethischen Bezug zu den Motiven der 'pilgram fathers' auskommen und auskommen muessen, da die Vorbilder fehlen. Der 'starke' Staat der Zukunft kann nur in selbstbewussten Buergern (beider Kontinente) bestehen, die Kontrollen wahrnehmen. Denn der Parteienstaat hat abgewirtschaftet.

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25. September 2008 20:07

USA Bankenrettung

Peter Then (pitvonechsten)

Es ist schon erstaunlich wie dumm wir Deutschen sind. In den vergangenen 18 Jahren haben wir mit dem Soli mehr als 700 Milliarden Euro für den Bankrott des Sozialismus bezahlt, aber das allein für das kleine Ostdeutschland, Ende noch offen. Und da kommen die Linken und wollen den Amerikanern Mores lehren? Die sollen verschwinden, ab hinter die Mauer.

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25. September 2008 20:03

Starker Staat - Schwaches Land?

Michael May (M.May)

Hybris kommt vor dem Fall. Arrogante Manager, autistisches politisches Führungspersonal und Wahrnehmungsverzerrungen über die Bedeutung Amerikas haben dazu geführt, dass die Amerikaner in ihre selbst gestellte Falle gelaufen sind. In der Wall-Street und Afghanistan/Irak. Doch wir brauchen ein an Einfluss reiches Amerika. Bush hat jeglichen Kredit verspielt. Hier in Deutschland schießen sich jetzt alle auf den bösen Manager oder Unternehmer ein. Aber nur Unternehmer gehen Risiken ein und schaffen, im Rahmen eines Rechtsstaates, Arbeitsplätze und zahlen Steuern. Ein starker Staat gibt Rahmenbedingungen vor und schreitet bei Fehlverhalten ein. Ein schwacher Staat dagegen erfindet täglich neue Gesetze und Vorschriften. Unternehmer ist hier fast schon ein Schimpfwort. Bei den jetzigen Strömungen in Deutschland muß ein Unternehmen zukünftig damit rechnen, letztlich nur noch politisch gewünschte Entscheidungen treffen zu können. Das wäre der Anfang vom Ende.

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25. September 2008 19:54

Es war schon immer falsch, den Staat zu Gurkensalat machen zu wollen

Konstantin Schneider (bundesboy)

Die Spontis, die aus dem Staat Gurkensalat machen wollten, lagen schon immer daneben. Vielleicht tröstet diese Erkenntnis auch diejenigen, die immer nur für jene grenzenlose Freiheit plädierten. die aus den Siegern über den Sozialismus jetzt Bankrotteure gemacht hat.

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