Kommentar

Dem tapferen Soldaten

Krieg, Tapferkeit oder gar Tapferkeit im Krieg - diese Begriffe sind tabu, schon weil sie eine Wirklichkeit beschreiben, die man in Berlin nicht beim Namen nennen will. Umso lauter wird jetzt versichert, zu keiner Zeit sei daran gedacht worden, das Eiserne Kreuz wiederaufleben zu lassen. Von Reinhard Müller

Lesermeinungen zum Beitrag

09. März 2008 16:15

Wir müssen auf die hier bei uns lebenden Juden Rücksicht nehmen !

Martin G (mgrasek100)

Hallo,

ich kenne mich nich besonders mit dem Thema aus aber wenn dieses Kreuz wirklich belastet ist auch wenn nicht verboten, sollte man doch Rücksicht auf die Gefühle der armen Juden nehmen, ich habe selber jüdische Freunde und möchte, dass die sich hier heimisch fühlen.
Außerdem verstehe ich nicht, wieso man dies nun an das Kreuz von damals anlehnen will, kann man nicht einfach mal ein ganz neues Symbol der Ehre erfinden, was nicht vorbelastet ist, etwa so was wie ne Ehrenmedaille oder so was ?
MFG

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08. März 2008 18:59

Der tapfere Soldat im Krieg

Gert Tubach, OTL a.D. (GertTubach)

Jeder Soldat schwört/gelobt, "Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Und tapfer müssen Berufssoldaten in Deutschland auch im tiefsten Frieden sein, angesichts leerer Versprechungen der Politik, hoher Belastungen durch Dienst, Versetzungen und Auslandseinsätzen sowie mangelnder Fürsorge des "Dienstherrn". Beamtenprivilegien gewährt sich nur die Ministerialbürokratie. Ein "Tapferkeitsorden" für die Bundeswehr ist ein Widerspruch in sich selbst; der "Verteidigungs-, bzw. Kriegsfall" gem. Art. 115a, GG, ist rein fiktiv - der Auslandseinsatz dagegen harte Realität. Die Soldaten sind "im Einsatz", aber nicht im Krieg! Reinhard Müller deckt in seinem Kommentar nicht nur die semantischen Peinlichkeiten unserer politischen Führung auf - Duschen, ohne sich nass zu machen. "Symbolische Politik" nennt man so etwas. Man muss schon sehr naiv, bzw. außerordentlich patriotisch sein, um darauf zu vertrauen, dass diese politische Führung den Einsatz der Soldaten nur dann anordnet, wenn es wirklich notwendig ist! "Dabei sein..." ist manchmal wichtiger, als ein tatsächliches Ziel.
Hoffentlich lehnen die Soldaten selbst diesen "Orden" ab und fordern stattdessen eine bessere Versorgung...

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07. März 2008 10:53

Darauf haben sie nur gewartet, die Soldatinnen und Soldaten

Gerhard Falk (gerhardfalk)

Statt Blech zu verteilen sollten sie den Soldatinnen und Soldaten lieber eine adäquate medizinische Versorgung vor Ort garantieren. Doch zu solchen Fragen ist der Herr Verteidigungsminister ja nicht einmal zu sprechen.

Berlin versteht sich gut auf's Heucheln.

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