Hessen

Ypsilantis riskantes Manöver

Nur ihre Angst vor einem Scheitern dieses Experiments hat Andrea Ypsilanti noch von Absprachen mit der Linkspartei abgehalten. Ihr Gespräch mit Koch hat nun nicht einmal mehr Alibi-Charakter. Die SPD lässt sie gewähren, weil sie in Sorge um ihren Vorsitzenden Beck ihr eigenes Seelenheil vergisst. Von Stefan Dietrich

Lesermeinungen zum Beitrag

06. März 2008 17:52

Die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger (Darmstadt) verweigert Gefolgschaft,

Albrecht Stahl (astahl)

das meldet zumindest die SZ eben. Es ist davon auszugehen, daß weitere SPD-Abgeordnete dem folgen werden. Dann wäre das Manöver schon sehr bald zu Ende. Mal sehen, ob die Dame Ypsilanti dennoch antritt.

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05. März 2008 10:22

Leichtgewichte vor!

Andreas Meyer-Schwickerath (amsnyb)

Nach Missachtung der Wahlversprechen und der Öffnung von Beck und Ypsilanti freuen wir uns auf weitere Erfolge dieser SPD-Leichtgewichte! Die Bundes-SPD Wahlziele werden Schaden nehmen, einer PDS-Linke wird sich die Mehrheit verweigern.

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05. März 2008 10:20

Hessen bald wieder ganz rot

Andreas Meyer-Schwickerath (amsnyb)

Es ist traurig, aber der Wahlfehler von Roland Koch (der dennoch die meisten Wählerstimmen erhielt) führte zu einer auftrumpfenden 2. Siegerin, der jedes Mittel recht ist, einen vermeintlichen Wählerwillen auf sich zu beziehen. Beide sind eigentlich jetzt untragbar geworden - Roland Koch kann nicht mehr Kandidat der Union bleiben und Ypsilanti dürfte eigentlich nicht zur Wahl stehen. Dass sie sich an die dunkelrote Linke heranpirscht, gedankt einem kurzfristigen persönlichen Ziel des Postens der Ministerpräsidentin, ist eine Missachtung des mehrheitlichen Wählerwillens und wird allenfalls der Bundes-CDU nutzen, ihr aber nicht, weder mittel- noch langfristig. Wir freuen uns auf den Kandidaten Beck, er wird sicher noch mehr polarisieren.

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05. März 2008 10:12

Hessen

Werner Neustock (altego)

Vielleicht wird ja Frau Lügilanti zur Ministerpräsidentin gewählt.
Aber ihr Gesicht will ich gerne sehen, wenn ihre vorgeschlagenen Minister durchfallen.
Und einige werden.
Aber wer einmal lügt... .
Deshalb wird es nicht nur Verhandlungen mit den Linken geben, sondern auch
demnächst mindestens einen Staatssekretär.

Für die Hessen gilt: Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aus Eis", sprich:
Wählt er SPD und Linke.

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05. März 2008 09:13

SPD war und bleibt links!

Florian Schütt (fletschiboy)

Man kann der SPD vieles vorwerfen, positives wie negatives, doch sie als alleinige Wahlbetrügerin darzustellen ist ein gänzlich falsches Argument!
Auch ist es falsch es so darzustellen, dass es das urdemokratischste sei, dass die Partei, welche den prozentual höchsten Stimmenanteil erreichte gleichzeitig die Regierung übernehmen müsste. Letzendlich zählen die paar Prozentpunkte hinter dem Komma nur dann etwas, wenn man dafür einen Sitz im Parlament erreicht, was in Hessen ja nicht der Fall ist.
Wenn man eine tragfähige Mehrheit finden muss, so ist es doch nur vernünftig mit ALLEN Parteien zu sprechen, mit ausnahme der demokratiefeindlichen Parteien. Die Linkspartei hat jedoch nichts mit extremistischen Parteien zu tun. Sicher, sie geht aus der ehemaligen SED hervor, doch sind nach dem Krieg nicht auch viele westdeutschen Poitiker NS belastet gewesen? Ist nicht sogar ein Bundeskanzler ein Mitglied der NSDAP gewesen?
Es sind immer nur einzelne Personen, nie die Masse in einer Partei, der man so etwas vorwerfen kann.
Eine Öffnung der SPD nach links ist zudem nur verständlich bei den hessischen Mehrheiten zumal sich die "bürgerlichen" Parteien nicht bewegen wollen!

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04. März 2008 20:11

SPD für Demokraten nicht mehr wählbar!

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Die SPD besteht mehrheitlich aus Sympathisanten einer linksradikalen Kader-Partei, aus dem Osten in der sich die Erben der Mauermörder zusammengschlossen haben. Sie ist damit für jeden Demokraten nicht mehr wählbar.

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04. März 2008 20:01

.. hat auch seine gute Seite

Peter Handel (PHandel)

Mir scheint Hessen hat eine starke Affinität zu Ministerpräsidenten mit langen Pinocchio-Nasen.
Aber: Besser die Lügen kommen jetzt ans Tageslicht, als erst nach der nächsten Bundestagswahl. So trifft es nur Hessen, später hätte es das ganze Land getroffen. Wer nächstes Jahr die SPD wählt, weil er glaubt, daß sie nicht mit den alten SED Kadern und deren Nachzucht paktiert, ist wirklich selber schuld.

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04. März 2008 20:00

WIR tragen das Risiko

rene dustmann (reduma)

Das Einzige was ihr sicher schwerfiel war die lange Wartezeit mit dem Gewürge an Scheinargumenten um endlich die befreiende Meldung geben zu können: ja, isch will.

Im Grunde sollte sie ehrlicherweise ein Ticket der LINKEN nutzen und nicht die alte SPD vergewaltigen. Diese wird jetzt zerrieben zwischen Mitte-Rechts und Neu-Links und die jahrzehntelange Machtbalance ist perdu. Danke Beck.

Ich weine der SPD zwar keine Träne nach, aber ohne sie müssen wir wohl zunehmend mit solchen Rattenfängern rechnen und uns periodisch von diesen "regieren" lassen.

Scheußlicher Gedanke, was das wieder kostet!

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04. März 2008 19:49

Der Linksruck der SPD

hartmut völkel (Schlesien)

Versuchen Sie einen großen Vorsitzenden der alt-ehrwürdigen Volkspartei der SPD zu finden, der einen solchen Kurs eingeschlagen hätte wie Wowereit etc. und nun Ypsilanti; Sie werden keinen finden!
Vergessen wir nicht
1. Wortbruch bei den Wählern,
2. die Linke ist eine links-radikale Partei und
3. was wäre wohl in Deutschland los, wenn Koch um der Macht willen mit einer rechts-radikalen Partei zusammen gehen würde?
Hier stimmt doch vieles nicht!
Ist linksradikal salonfähig, rechtsradikal aber ein Angriff auf unseren Rechtsstaat?
Nun, wer ist diese Frau eigentlich? Ich denke, sie gehört zu der inzwischen zweitklassigen Garde von Politikern, die meinen sie könnten unser Land regieren.
Schade, dass die Zweit- und Drittklassigkeit in unserer Politik den Ton angibt.
Es geht leider abwärts.
mfg
hert

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04. März 2008 19:44

Frau Y. - Karriere um jeden Preis - Betrug inclusive?

K. Baumanns (Offermanns1)

Nach erbitterter Leugnung jeder Absicht jedwede Tolerierung durch die SED/PDS zu planen hat die Frau Y. nach nur wenigen Tagen nach der Wahl den Wähler darüber aufgeklärt, daß ihre Karriere wichtiger ist als ihre Ehre - das ist eine klare Bestätigung unseres Urteils über Politiker - wie sagte es Woody Allen:

"Politiker haben eine Ethik die noch einen Punkt unter der von Kinderschändern liegt" - dem ist im Falle Y. mal wieder nichts hinzuzufügen.

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04. März 2008 19:33

Machiavellis Schülerin

Lothar Kaiser (LoKa24)

Frau Ypsilanti hat ihn sicher gelesen ihren Machiavelli. Machtergreifung und Machterhalt scheinen die Zentren ihrer politischen Handlungsweise zu sein. Ethische und moralische Einschränkungen sind ihr allerdings im Gegensatz zu Machiavelli fremd. Die Zuständigkeit des Gewissens in politischen Lebens- und Machtfragen verkümmert in der hessischen SPD zu einem Kavaliersdelikt – schade und gefährlich.
Auf Distanz zu gehen zu dieser Partei ist nicht nur im Sinne der politischen Fairness sondern auch im Sinne unseres Landes.

Lothar Kaiser

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04. März 2008 19:02

Typisch

Rolf Pahl (rphufks)

Jetzt war gerade Münte´s fauxpas - es ist unfair, nach der Wahl auf Versprechen vor der Wahl festgenagelt zu werden - in Vergessenheit geraten.
Wer sich so weit wie Ypsilanti aus dem Fenster gelehnt hat, keine Zusammenarbeit und/oder Tolerierung mit der Linken einzugehen, kann doch jetzt nicht erwarten, überhaupt noch glaubwürdig zu sein. Hinzu kommt noch, dass sie ausgeschlossen hat, mit den angeblich unzuverlässigen, handelnden Personen der Linken etwas zu tun haben zu wollen.
Auch wenn gebetsmühlenartig davon geredet wird, dass Ypsilanti die Wahl gewonnen hat, kann man nicht daran vorbei, das Koch trotz massiver Verluste die meisten Stimmen erhalten hat. Wann fängt der eigentlich an, seinen Wahlauftrag umzusetzen ??

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04. März 2008 18:57

legitime Option?

Roland Worms (schlumpf65)

Nein, das ist es nicht... es ist vielleicht eine legale Option aber keine legitime. Mit der Nachhilfe undemokratischer Parteien (und das ist die LINKE im Kern nun einmal) an die Macht zu kommen, ist nicht legitim. Was mich im Ergebnis am meisten erschüttert ist die Unverfrorenheit, mit der wir von Frau Yps belogen werden.... die Aussage, es fiele ihr nicht leicht, verursacht fast schon körperlichen Schmerz. Sie wird sich die "fallweisen" Mehrheiten nicht besorgen müssen, da es sich formal, nicht jedoch faktisch um eine Minderheitsregierung handelt. Faktisch ist es eine verdeckte Koalition mit den Linken, die nun INHALTLICH vorwiegend wegen des Protests an einer PERSON nun durch die Hintertür (Lafontaine lacht sich ins Fäustchen) Gewicht bekommen.
Die Tatsache einer Minderheitsregierung tut an sich nicht sonderlich weh, ihr Zustandekommen verursacht bei mir jedoch Brechreiz.
Dennoch: Die Hessischen Wähler müssen sich fragen lassen, ob der Preis des Protests gegen Koch nicht ein wenig zu hoch ist. Und die CDU muss sich fragen, ob es wirklich Koch sein musste...
In jedem Fall muss nun aus der Opposition von ihr alles unternommen werden, damit die "Linke" dasselbe Schicksal wie die ehemaligen rechten Parteien erfährt.

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04. März 2008 18:37

Wo bleibt der Anstand der Politiker?

Theodor Herbert (riaappel35)

Was mir wirklich Sorge bereitet - ist die Leichtigkeit, mit der Politiker ihre Versprechungen brechen , ihren Wortbruch mit hehren Floskeln als harmlos hinstellen, und den Wähler dabei in einer Weise für dumm verkaufen, die fast kriminell ist. Wo zum Teufel bleibt der Anstand , die Verantwortung und die Verpflichtung , das gesprochene Wort in die Tat umzusetzen, und - auch wenn es schwer fällt der, gerade von den Sozialdemokraten so viel gepriesenen, Demokratie zu ihrem Recht zu verhelfen. Wo bleiben die aufrechten Leute in der SPD mit ihrem Aufschrei gegen diesen eklatanten Wortbruch. Diejenigen von ihnen, die sich wortgewaltig in Wahlkampfreden gegen eine Zusammenarbeit mit den Linken(Kommunisten)ausgesprochen haben, müssen sich jetzt als Lügner beschimpfen lassen. Und ist es wirklich so, dass ein wortbrüchiger Partei Vorsitzender Loyalität einfordern kann, und alle, alle (bis auf einen,der gerade gesteinigtwird) auf einmal die Kehrtwendung richtig finden müssen? Der Verfall der Sitten und Werte ist der eigentliche Skandal. Die von dem unsäglichen Herrn Lafontaine so genannten Sekundärtugenden sind auf der Strecke geblieben. Da möchte man mit Heine sagen :" Deutschland , mir graut vor Dir"!

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04. März 2008 18:27

Ypsilantis riskantes Manöver

volker knuth (knut-eisbeer)

Adenauer täuschte die Wähler..."Was stört mich mein Geschwätz von gestern!"
Als die CDU Wehner den "Rentnerbetrug" vorwarf, als er ein Versprechen nicht einlösen konnte, hämmerten die Medien auf die SPD ein. Die CDU, die den Rentnern noch mehr versprochen hatte, also noch "betrügerischer" vorging, wurde geschont. Sie gerierte sich als Ankläger.
Heute fordern die CDU, die CSU und die ihnen gefälligen Journalisten gebetsmühlenartig den Verzicht auf Duldung durch die Linke. Dabei arbeiten die Christ-Demokraten bedenkenlos sogar mit Kommunisten zusammen.
PolitischeEine Doppelstrategie, ethisch eine Doppelmoral!
Also? Avanti, Ypsilanti!

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