Köhlers Kandidatur

Der Erste

Der Bundespräsident wagt die abermalige Kandidatur, obwohl die SPD Vabanque spielt. Doch es ist nicht Köhlers Art, vor politischen Risiken zurückzuweichen. Stellt die SPD nun Gesine Schwan auf, wäre das eine Kriegserklärung an Union und FDP und eine Absage an die große Koalition. Von Berthold Kohler

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Mai 2008 12:59

Hauptsache Profil

Ralf Weis (RWeis)

Geh, was soll das? Köhler hat seinen Job gut gemacht und das sehen wohl auch die meisten Bürger so oder es ist ihnen zumindest nichts aufgefallen, was Köhler diskreditieren könnte (die 76% sollte man allerdings mangels Repräsentativität nicht allzu absolut nehmen). Zwar bin ich der Meinung, daß auch Frau Schwan eine passable Präsidentin abgäbe, aber eine Kampfabstimmung kann ja wohl nur parteipolitisches Gezänk bringen auf Kosten von uns allen. Komisch eigentlich, daß eine Dirketwahl des Präsidenten immer mit dem Argument abgeschmettert wurde und wird, das Amt des Bundespräs. würde durch einen konfrontativen Wahlkampf als Integrationsfigur beschädigt. Anscheinend möchten sich die politischen Parteien das Recht, den BP zu beschädigen doch selbst vorbehalten. Viel Spaß dabei.

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23. Mai 2008 12:52

Schnell sind die Bürgerlichen ...

bernd ullrich (demokrat2)

.... mit Unterstellungen und Verleumdungen zur Hand. Unredliche Motive für ihr Handeln haben immer nur die "Linken". Schon gemerkt! Nach dem letzten Bundestagswahlergebnis will auch die Mehrheit der Bevölkerung einen anderen Staat. Die Bürgerlichen Parteien glauben immer noch aufgrund ihrer Herkunft und ihres Bildungsstandes einen Anspruch auf die Führungsrollen in den Kommunen, Ländern und im Bund zu besitzen. Diese Arroganz ist nicht zu überbieten, sind es gerade die Leute, die unserem Land durch ihre Politik die meisten Probleme eingebrockt haben. Dies wird jetzt wieder bei der Wahl des Bundespräsidenten deutlich. Es zeigt aber auch unterschwellig, dass die Bürgerlichen angeschlagen sind. Selbst Köhler wirkte bei seiner Erklärung unsicher und wenig selbstbewusst. Alle spürten: Er muss. Ohne ihn hätten die RECHTEN von FDP und CDU/CSU überhaupt keine Chance. Die SPD glaubt leider, sich von der LINKEN absetzen zu müssen, anstatt die Führungsrolle für die gesamte Linke in der Mitte anzunehmen. Wenn Merkel, Huber und Westerwelle nur für die Bürgerlichen Politik machen, müssen Nahles, Lafontaine, Bütikofer Politik für den Rest der Bevölkerung machen. Und das ist die Mehrheit. Merkel braucht die grosse Koalition mehr, als Beck.

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23. Mai 2008 09:59

Auch Köhler kann den Eiertanz / Schwans Attacke auf deutschen Journalisten

Michael Leh (Michael007)

Berthold Kohler schreibt, es sei „nicht Köhlers Art, vor politischen Risiken zurückzuweichen – erst recht nicht, wenn sie ihm von den Parteien aufgezwungen werden“. Immer trifft das anscheinend auch nicht zu. Als es jetzt wieder um die Frage eines Empfangs des Dalai Lama ging, schrieb Stefan Dietrich in seinem Kommentar „Eiertanz“ (FAZ, 13. Mai), der Bundespräsident meide „das verminte Terrain, solange sich die SPD noch nicht dazu geäußert hat, ob sie seine abermalige Kandidatur unterstützt“. Was die Eignung der Kandidatin Schwan betrifft, sei daran erinnert, dass sie am 1. September 2006 in der polnischen regierungsnahen Zeitung „Rzeczpospolita“ deutsche Journalisten kritisiert hat, darunter namentlich den exzellenten Korrespondenten der „Süddeutschen Zeitung“, Thomas Urban. Frau Schwan – die auch Polen-Beauftragte des Auswärtigen Amtes ist – war eine vehemente Gegnerin des „Zentrums gegen Vertreibungen“. Die völlig unberechtigte und unsachliche Attacke Schwans auf einen untadeligen deutschen Journalisten in Polen führte dazu, dass dieser dort massive telefonische Beleidigungen und Drohungen erhielt sowie sein Auto von Unbekannten beschädigt wurde. Michael Leh, München

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23. Mai 2008 05:46

Fängt jetzt

heinz peter (pitiplatsch)

wieder die Hetzerei der Medien an ? Ist es in einer sogenannten Demokratie wirklich nicht möglich den Präsidenten schlicht und einfach demokratisch zu wählen ? Ob es nun Köhler oder Schwan wird sollte man doch dem Volk oder deren Vertretern überlassen. Ich finde diese Hetzerei ob Schwan oder Köhler auf einem Niveau der untersten Stufe.

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22. Mai 2008 23:18

@Herrn Peter Müller: 76% der deutschen Bevölkerung sind also "niemand"?

Maximilian Steinhauser (toz100)

Lt. aktuellen Meinungsumfragen (siehe z.B. Zeit online) unterstützen 76% der deutschen Bevölkerung eine erneute Kandidatur von Herrn Köhler. Insofern interessiert sich eher "niemand" für die Meinung von Herrn Müller.

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22. Mai 2008 22:55

Die "Nichts ist unmöglich" SPD.

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Ich wünsche Frau Nahles und Herrn Beck, daß ihre Strategie aufgeht und die SPD mit erkennbarer Ausrichtung auf ein Linksbündnis und Frau Nahles als Kanzler-Kandidatin in den Wahlkampf zieht, ( Beck hat nur noch 11 % Kanzlerzustimmung). Ihr sollte aber klar sein, daß Benzinpreise von dann 2,- € und mehr je Liter, explodierende Gas-und Strompreise, für viele Menschen nur noch bezahlbare Billignahrung, den Linken die Wähler in Scharen zutreiben. Am Wahlabend könnte die momentan 22 % ige SPD-Zustimmung auch in einer Splitterpartei enden. Menschen entscheiden sich in der Regel für das Orginal und nicht für das Plagiat: "Wer nur in der Spur des anderen läuft, wird nie der Erste sein." Die SPD mit Frau Nahles als Vizekanzlerin unter einem Kanzler Oskar Lafontaine? Ausgeschlossen ist in Zeiten unvorhersehbarer Entwicklungen nichts mehr.

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22. Mai 2008 20:04

Den Arbeitgeber-, Sparkassenpräsidenten und IWF-Direktor

Peter Müller (teufelstein)

in Schloss Bellevue wird niemand vermissen.

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22. Mai 2008 19:30

„die heimliche SPD-Vorsitzende Nahles“

Chi Tamago (tamago)

so ist es, in naher Zukunft wird sie wohl die offizielle Vorsitzende sein. Bin sehr gespannt, wie das Wählervolk reagieren wird.

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22. Mai 2008 18:08

Militarisierung des Denkens - Nein Danke!

Konstantin Schneider (bundesboy)

Ein seltsamer Schwanengesang durchzieht das politische Feuilleton seit sich die SPD mal wieder ein wenig bewegt hat, um ihre Position zu verbessern. Erst lassen die Kommentatoren kein gutes Haar an Köhler wegen dessen Monster-Ausspruch zu den Finanzmärkten, dann wieder wollen sie den Mut der Gesine Schwan hervorheben, dann wieder scheint die Zeit reif für Beck zu sein, wegen seines Autoritätsverlustes endlich Konsequenzen zu ziehen. Dass abermals die demokratische Tradition des politischen Wettbewerbs in Frage gestellt wird und man die Aufstellung einer eigenen Kandidatin sogleich als Kampfansage, der übelste Rhetorik folgen dürfte, definiert, ist eigentlich unfassbar. Man fragt sich, woher diese "Verschleisslust" gegenüber dem politischen Personal rührt? Der offene Wettbewerb um bessere Lösungen wird unmöglich gemacht, wenn die alten Alpträume von einer Machtübernahme durch Kommunisten aus der Adenauerzeit wiederbelebt werden. Wer so schreibt und spricht vergeht sich an Deutschland, setzt wieder auf Teilung statt Einheit, versucht "Stimmvieh" zu züchten und verdirbt dabei den letzten Demokraten die Lust am Wählen. Der Militarisierung des Denkens weiter Vorschub zu leisten, ist ein Verbrechen an der freien Meinungsbildung.

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22. Mai 2008 17:49

Gesine Schwan !

Norbert Müller (B417931)

Ob die Professorin, die nicht als Fürsprecherin der Linkspartei bekannt ist, der SPD und sich selbst damit einen Gefallen tut, ist eine andere Frage. Die Frage stellt sich überhaupt nicht weil Frau Schwan mit dieser Nominierung evtl. durch die SPDPDSSED in den Bereich der Gelddruckmaschine kommt die in diesem Fall eine Versorgung sicherstellt von dem sie sonst nur träumen könnte und das bis ans Lebensende. Moralische Gesichtspunkte bezogen auf Herrn Gysi und Co. sind schon hinfällig weil die Vorbereitung ja schon in Hessen gelaufen ist und man sich schon auf die nächste Bundestagswahl vorbereitet. Wenn diese Frau auch nur einen Funken Achtung hätte dann wäre es nicht zu diesem Treffen mit den Führungsspitzen der SPD gekommen denn sie kann sicher sein das sie nur mit Herrn Gysi und Co. gewählt wird.

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