Hessens SPD

Kopflos

Von Berthold Kohler

07. November 2008 Neuwahlen fürchtete die hessische SPD seit dem Tag, an dem ihre Vorsitzende Ypsilanti öffentlich ihr Versprechen brach, nicht mit der Linkspartei zu paktieren. Auch dieser Wortbruch verhalf ihr aber nicht ins höchste Amt Hessens.

Daher muss die SPD sich nun doch dem Urteil der Bürger stellen, obwohl die Prophezeiungen für ihr Abschneiden bei der Wiederholungswahl im Januar düster sind. Dank Frau Ypsilanti.

Den Berliner Parteioberen war das schon am Tag ihres Scheiterns klar. Inzwischen fällt es aber selbst einigen Ypsilanti-Jüngern schwer, zu bestreiten, dass die zweimal Gescheiterte zu einer Belastung für ihre Partei geworden ist.

Doch wer sollte an ihre Stelle treten? Ihren Stellvertreter Walter, dem sie den Partei- und Fraktionsvorsitz abnahm, trieb sie mit ihrem kompromisslosen Linkskurs erst in den Widerstand, dann ins Exil. Ihr anderer Vize Schaub hat sich bisher kaum in Szene setzen können. Im Grunde steht die hessische SPD ohne Kopf da. Das ist die Folge, wenn man mit ihm zu oft durch die Wand will.

Text: F.A.Z.

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