Putin und Merkel: Kein offener Widerspruch?

Kommentar

Ein Sieg für Putin

Die Münchner Rede des russischen Präsidenten Putin gegen Amerika ist ein Grund zur Sorge. Die deutsche Reaktion darauf auch. Ist die Abhängigkeit Deutschlands von russischer Energie schon so groß? Ein Kommentar von Berthold Kohler.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Februar 2007 10:01

München (II) - und das neue Paradigma!

Herold Binsack (Devin08)

Das Desaster ist nicht, dass es diese Rede gegeben hat und auch nicht, dass er in Beziehung auf die USA natürlich recht hat – aus seiner Sicht allemal -, und es ist auch nicht, dass Zar Putin - schneller als vielleicht erwartet - uns das 19. Jahrhundert (und das 20. auch!?) vor Augen geführt hätte; das Desaster ist, dass an all dem was dran ist, und - diese klammheimliche Freude auf beinahe allen Seiten, außer der der USA nämlich, denn zeigt dies doch, dass sich das westliche Bündnis - nicht nur das innerhalb der Nato -, atomisiert und dies nicht mal 20 Jahre nach dessen triumphalen Sieg über den „steinzeit-kommunistischen“ Gegner. Da nützt es auch nichts, die Bündnistreue zu beschwören. Das Kapital gehorcht eben nur ökonomischen Gesetzen (das ist auch seine Stärke) und nicht überlebten ideologischen Paradigmen. Und das Paradigma des Kalten Krieges ist tot – und es war gut so, dass Gates im wesentlichen nicht mehr sagte als genau dies, da alles, was er vielleicht dazu hätte noch sagen können (oder wollen), ihn noch einsamer hätte dastehen lassen. Dieses Paradigma ist wirklich erledigt, aber eben nur, weil es jetzt nur noch heiße Kriege geben wird – und zwar die eines Jeden gegen Jeden. München (I) lässt grüßen!

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18. Februar 2007 23:34

Wir brauchen Putin

Arndt Wiesner (ArndtWiesner)

Auch wenn Herr Putin sich etwas harsch ausgedrückt hat, sollten wir doch nicht vergessen, dass unsere Gasversorgung von Rußland abhängt und dass ohne Russland die Probleme in den Bereichen Naher Osten, Norkorea oder dem Umweltschutz nicht zu lösen sind.

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18. Februar 2007 12:45

Wo ist das Problem?!

Karl-Heinz Lieblich (khlieblich)


Präsident Putin hat eine klare Meinung kommuniziert. Seine Berater verkünden diese Meinung seit 3 Jahren. Offensichtlich nehmen Amerikaner und Westeuropäer Russland nur noch im Unterbewusstsein wahr - was mit Sicherheit ein Fehler ist.

Dazu gehört auch der Abbau des Korrespondentennetzes in Moskau diversester Zeitungen. Dazu kommen Querulanten wie Polen, Ukrainer und Georgier die z.B den WTO Beitritt Russlands verhindern wollen. Die USA selbst hat diesen Beitritt um über ein Jahr verzögert. Es versteht sich von selbst, dass keine Flugzeugbestellungen an Boeing herausgehen, ohne WTO Beitritt.

Nicht die Russen brechen Verträge sondern die NATO und das ist erstmalig ein ganz grosses Problem für Westeuropa. Die NATO als weltumspannende, kriegstreiberische Millitärmacht von Afghanistan - Südafrika von Amerika bis Chile als das eigentlich, wofür man den Warschaupakt 40 Jahre lang kritisiert hat.


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14. Februar 2007 17:40

@hauer2

Ilya Kaalinen (amor-fati)

Lieber Herr Steinhauer,
Fareed Zakaria schreibt in seinem Buch „Das Ende der Freiheit“, dass ein „zu viel“ an Demokratie im Wien des letzten Jahrhunderts einen rechtsextremen Nationalisten an die Macht gebracht hatte, weil das Volk für demokratische Ideale noch nicht reif war. Als der letzte russische Zar Schwäche zeigte, endete dies in der siebzigjährigen kommunistischen Tyrannei. Seit einigen Jahren ist Russland auf dem Weg der Wiederherstellung der inneren Ordnung. Einige internationale Akteure sehen in dieser Ordnung eine Gefahr und setzen vieles daran, einen weiteren Systemwechsel herbeizuführen. Wie so etwas endet, sehen Sie im Irak.
Gerade von konservativen Beobachtern erwartet man mehr Geduld, schließlich sind wir nicht im Jahr 1968, als man mit Gewalt alles erreichen zu können glaubte.

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14. Februar 2007 17:37

@fpeter

Ilya Kaalinen (amor-fati)

Lieber Herr Peter,
nur weil man Putin bei seiner Rede in München Recht gibt, heißt es noch lange nicht, dass man sein gesamtes politisches System schätzt und dasjenige der USA verachtet, wie Sie hier einigen Kommentatoren unterstellen. Kein Mensch mit gesundem Menschenverstand wird die Rolle der USA für Deutschland und die Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg in Frage stellen können. Wir leben aber nicht mehr im Kalten Krieg. Die Zeiten haben sich geändert und deshalb sind neue Urteile nötig, keine Vor-Urteile aus fernen Zeiten. Natürlich muss man Russland kritisieren können – sie zählen da einige kritikwürdige Punkte auf – aber genauso darf und muss man auch Kritik an den USA äußern. Nicht weil man diesen Staat verachtet, sondern im Gegenteil, weil man sich die USA, so wie sie früher waren, zurückwünscht, als „Demokratie“ keine leere Floskel war, und erst recht kein Instrument für fragwürdige Ziele.

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14. Februar 2007 16:51

Meinungs "Suppe"

Georg Dargelies (ragnita)

Wir hatten einen Zeichenleherer,scherzhaft "Budda"
genannt.--Sein Fokus war immer <In der Kuerze liegt
die Wuerze>

Automatisch fuehrte das mich zu der wohl gelungenen,
gebuendelten Darlegung von Putin.

Die "Zappelei" mit veraltenden,starrkoepfigen,endlosen
Hinweise ist wie ein Verdauungsprozess der am Ende be
stimmt wird von den "Kraeftigsten" Trompeten der Presse.

Waehre doch schoen wenn Mr. Busch in "Gebuendelter
Kurzform" dazu Stellung nehmen wuerde!!

In alten Zeiten haben die Landsknechte dabei gestanden
weil die Fuehrer sich die Koepfe einschlugen.--Viel
Fortgeschrittener als der umgedrehte Zirkus heute!!

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14. Februar 2007 12:13

erschrocken über die Lesermeinungen hier

Erwin Steinhauer (hauer2)

Beim Studium der Lesermeinungen zu Ihrem Beitrag wird mir wieder einmal bewußt, wie genau unsere Gesellschaft über den USA-Imperialismus Bescheid weiß und wie klar die Amoralität von Bush und Co im (Vor-)Urteil der medial so frei erzogenen Mitbürger im Gedächtnis haften. Dagegen scheinen Rußland und China als imperiale Gegengewichte zu den USA und menschenrechtlich vielleicht nicht ganz, aber doch weitgehend unproblematisch: kein Guantanamo, kein Irak. Der Sudan ist uns egal und Ruanda war Schröder seinerzeit nicht wahlkampfgefällig.

Mein Vorschlag: Fahren sie mal nach Rußland! Sie werden einen Reichtum der Oberschicht sehen, der für uns unfassbar ist; sie werden aber vermtl. nicht die herzliche, aber arme Landbevölkerung kennenlernen, die keinerlei Möglichkeit hat sich ein BIld von der Lage im eigenen Land zu machen; ich persönlich kenne eine Reihe emigrierter russischer Schachspieler und keiner traut Putin, wenn er den Mund nur aufmacht: sein System ist der Geheimdienst und keiner zweifelt daran, dass er seine Gegner nach wie vor mit entsprechenden Methoden eliminiert; Korruption und Nepotismus tun ihr übriges und Verhaftúngen gehen leise und ohne Öffentlichkeit über die Bühne: ein chter "...krat" - im eigenen Polizeistaat

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14. Februar 2007 10:42

Von den USA lernen heißt ...

Bernhard Sorg (Bernhard.Sorg)

Natürlich ist Herr Putin kein Demokrat, weder ein lupenreiner noch ein sonstiger. Demokraten hat es in Rußland nie gegeben und gibt es wahrscheinlich auch heute nicht und nirgendwo in diesem halbasiatischen Feudal-Reich. Aber es geht ja um etwas ganz anderes, nämlich um die Frage, ob er recht hat. Grund zur Sorge haben wir in Europa in erster Linie, wenn wir in die USA unter ihrem Mad King George blicken. Wer den einen verlorenen Angriffs-Krieg dadurch zu gewinnen hofft, daß er einen neuen, wahrscheinlich atomar geführten, jetzt gegen den Iran, anzettelt, handelt noch gewissenloser - wenngleich dies kaum möglich zu sein scheint - als die ehemalige Sowjetunion. Ein zweites kommt hinzu: Die Abhängigkeit eines großen Teils unserer servilen politischen Klasse und der Medien von den USA kann nur parallelisiert werden der mentalen und realen Abhängigkeit der DDR-Öffentlichkeit von der ruhmreichen Sowjetunion. Das Ende ist bekannt.

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13. Februar 2007 23:42

@fpeter...Klartext ist erforderlich.

heike haubrichs (roselheike)

Ein exakter Beitrag.
Man braucht noch nicht einmal die Geschichte vom Großfürstentum Moskau (1462) bis zum Russland von 1917 zu bemühen, um die heutige Situation verstehen zu können. Es genügen die Ereignisse von 1917 bis 1945 und danach, die unauslöschbaren Spuren bis heute hinterlassen haben.
In diesem und aus diesem Geiste kann niemals Demokratie und das, was westeuropäische Werte beinhalten, entstehen.
Das ist Realtität und diese wird sich niemals anderen Denkkategorien anpasen.
Damit ist umzugehen und das hoffentlich richtig.
Das hat uns München 2007 überdeutlich gemacht.
Nik.Haubrichs

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13. Februar 2007 19:40

mal selbststaendig werden

Wieland Voss (ewiger_kritiker)

Wie waere es denn, wenn sich das "alte Europa" mal ein Herz fasst, sich seiner Bedeutung bewusst wird und auch mal geschlossen mit breiter Brust auftraete, anstatt sich immer nur an irgendwelche Grossmaechte anzuhaengen (USA, Russland oder China)?

Die USA wird uns noch alle mit ins Verderben reissen mit ihrer "Fuer-oder gegen-uns"-Politik.
Putin hat Recht, sie zu kritisieren, aber muessen wir uns jemandem anbiedern, der selber Krieg in Tschetschenien fuehrt, unter dessen Herrschaft Journalisten und Ex-Agenten ermordet werden?
Oder ist China unser Vorbild, wo es immer noch Umerziehungslager gibt und jaehrlich mehrere Tausend Menschen hingerichtet werden.

Die Laender Europa muessen endlich weg von ihrer national ausgerichteten Politik.
Ich warte auf den Tag, an dem Europa geschlossen auftreten und sagen kann.
"Europa steht fuer Frieden."
"Europa steht fuer Menschenrechte."
"Europa steht fuer Umweltschutz."
"..."

Kein Marshall-Plan oder Erdgas kann solch grosse Verpflichtungen mit sich bringen, dass es sich nicht lohnen wuerde, bedingungslos dafuer einzustehen!

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13. Februar 2007 16:22

Wo bleibt das Eingehen auf die Rede?

jörg sutter (jsutter)

Nachdem ich Putins Rede lesen konnte, sind drei Punkte hervorzuheben:
- Durch die US-Politik ist die Welt in ständiger Unsicherheit
und Instabilität. Das stimmt leider.
- Die NATO schließt sich einer unilateralen US-Politik an.
Das stimmt leider.
- Es wird immer von allen Demokratie und Menschenrecht
gefordert. Aber wie sieht es damit bei den USA aus?
Das stimmt leider
Es hat auch keinen Sinn auf Rußland und China wegen Menschenrechten Aufrechnungen zu machen. Tatsache ist, daß beide Länder keine Kriege führen und keine Nachbarländer überfallen, wie übrigens auch der Iran.
Warum Deutschland da dennoch mit den USA verbündet sein soll, bleibt unklar. Im deutschen Interesse als friedlicher Handelsstaat liegt vielmehr nur Frieden.

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13. Februar 2007 15:02

An Inconvenient Truth

Frans Herbes (frans_herbes)

Wladimir Putin hat letztlich nur ausgesprochen, was die Mehrheit der Menschen an der Europaeischen Seite des Atlantiks bereits seit Jahren denken und fuehlen.
Die Arroganz einer schwindenden Weltmacht USA, die verzweifelt versucht mit immer mehr Militaeraktionen an der Welthegemonie festzuhalten, koste was es wolle (im wahrsten Sinne) wird einmal in aller Offenheit schonungslos von einem bedeutenden Politiker angesprochen. Wie lange ist es her, dass ein Politiker so direkt und klar gesprochen hat? Unsere Politiker haben ja immer grosse Probleme, klar Stellung zu nehmen, da dass wie ein Bumerang wirken koennte und man die Verantwortung fuer das eigene Handeln und Denken moeglichst nicht uebernehmen moechte. Es koennte ja der Karriere schaden.....
Mir ist durchaus klar, dass Wladimir Putin's Motivationen vielerlei sind; es tut allerdings kein Abbruch an der Deutlichkeit und der Richtigkeit seiner Auesserungen.



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13. Februar 2007 15:01

Apropos Raketenabwehr.......!

heike haubrichs (roselheike)

Eine Abwehr möglicher Angriffsraketen, von wo auch immer, ist nun mal keine Bedrohung, sondern hat Schutzfunktion. Radaranlagen verfolgen dasselbe Ziel.
Warum beklagt man sich darüber?
Nik.Haubrichs

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13. Februar 2007 02:42

Russlands Methoden

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Russlands Methoden können wir nicht brauchen, denn sie beweisen lediglich und bestenfalls, dass die Wirtschaft eines Agrarlandes sich bis auf den Boden einebnen lässt; Russlands Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Sie sind, wie es im Wesen der russischen städtischen Intelligenz liegt, unphilosophisch und höchst dialektisch; sie sind leidenschaftliche Logik aufgrund ungeprüfter Voraussetzungen. Sie setzen voraus, dass ein einziges Gut, alle anderen Güter aufwiegt, dass notfalls Armut, Hungersnot, Diktatur, Schreckensherrschaft, Untergang der Zivilisation in Kauf genommen werden müssen, um dieses Gut zu sichern. Wenn zehn Millionen sterben müssen, um zehn Millionen zu befreien, so betrachtet man das als harte, aber notwendige Konsequenz. Der russische Gedanke ist Zwangsbeglückung, im gleichen Sinne und mit gleicher Logik wie die gewaltsame Einführung von Religionen und die Inquisition.

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13. Februar 2007 00:19

Darf Deutschland keine eigene Meinung gegenüber USA haben ?

Harry Buhr (harry191)

Herr Kohler, noch sind wir kein Staat der USA (davor mögen wir verschont bleiben !), daher ist es die Pflicht eines deutschen Politikers, Putin dort recht zu geben, wo er recht hat. Und das ist nunmal die überzogene us-amerikanische Arroganz anderen Ländern und Kulturen gegenüber, die mit vollem Recht anzuprangern ist. Schönfärbereien gegenüber den USA - wie Sie es wünschen, Herr Kohler - ist schon lange fehl am Platze.
Es ist überfällig, daß von verantwortungsbewußten Politikern in der Welt einmal "Tacheles" mit Washington gesprochen wird.

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12. Februar 2007 23:05

Putin

Sergej Maslow (maslovss)

Ich mag meinen Praesidenten gar nicht und er hat keine Unterstuetzung von mir. Aber ich moechte in die Diskusion werfen, hat er kein Recht, wenn fragt, gegen wen kommt NATO nach Osten? Wenn Russland ein Partner von Westen ist, wozu brauchen die USA die Raketenabwehr an der russischen Grenze? Wenn wir ehrlich diese Fragen beantworten, wird es klar, dass auf Muenchener Konferenz Putin teilweise Recht hatte.

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12. Februar 2007 23:03

Kein Schnaps (Spirit) da!

Bernd Löhr (tholomaz)

Ich glaube nicht, dass die Energiefrage unsere politische Führung schon so beeindruckt, dass man sich zu wachsweichem Appeasement veranlaßt sieht. Es war eben doch etwas dran an Putins Kritik, nur dass er bei der Gelegenheit zu dem einen oder anderen in bester rabulistischer Manier noch einen draufgesetzt hat. Es war eben eine Herausforderung, aber ohne Ultimaten. Dieser kann man sich ja stellen und qualifiziert reagieren.

Gesichtswahrende Verteidungsfloskeln hätten doch eher blass ausgesehen, man denke an die hilflose und fragwürdige Replik des NatoSekretärs (Joop oder so ähnlich); schön wäre es aber gewesen, wenn einer den Witz und die Geistesgegenwart besessen hätte, Putin zum Abschied auch noch schnell einen einzuschenken, one for the way, so zu sagen.

Putin war taktisch einfach besser, that's it. Er wußte schon warum er zum Schluß feixte.

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12. Februar 2007 22:19

Kein Sieg, nur offen ausgesprochene Meinung

Valery Schuetz (ValeRock)

Ständig stellt man die Verlässlichkeit Russlands in Frage. Was ist denn mit der Verlässlichkeit der US-Amerikaner und der NATO. Die Zusagen nach dem Mauerfall sind vergessen. Es werden Radar-Stützpunkte an den Grenzen Russlands aufgebaut. Was sollen denn bitteschön die Bürger Russlands denken? Ein Ausbau der Militärpräsenz mit friedlicher Absicht? Während auf der Welt Millionen Menschen hungern, werden von der Nato unter der US-Aufsicht Milliarden in neue Militärprogramme investiert. Dadurch werden andere Länder wie Russland gezwungen, adequat zu antworten. Wo das hinführt ist doch völlig klar.
Anscheinend vermissen einige Politiker frühere Zeiten.

Russland hat mit Sicherheit noch sehr sehr viele Probleme. Man kann auch über Putin geteilter Meinung sein. Nur hat meiner Meinung nach Putin in den wenigen Regierungsjahren mehr für die Menschen in dem Land getan, als andere Regierungen in 70 Jahren. die Ergebnisse werden freilich erst in den nächsten Jahren sichtbar.

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12. Februar 2007 21:04

Deja vu

Martin Hahn (mhh3)

Die Kritik innerhalb der Bündnispartner Amerika und Europa ist eine Sache, hier geht es um mehr. Die Geschichte wiederholt sich nie exakt gleich, aber es bleibt der Eindruck dass die Situation nicht ganz unbekannt ist. Dem Autor sei Dank!

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12. Februar 2007 21:01

Der russische Bär schärft seine Krallen

Peter Schönau (PeterSchoenau)

Ich habe es schon einmal an anderer Stelle gesagt: Es gibt eine Entente zwischen Erpressern und Erpreßten.
Die deutsche Reaktion auf Putins verbalen Rundumschlag ist nicht verwunderlich.
Man ist abhängig und damit erpreßbar geworden. Da kann man keine große Lippe mehr riskieren.
Das unheilvolle Wort „Appeasement“ beschreibt die deutsche Außenpolitik zutreffend.
Man drückt sich vor klaren Aussagen.
Ein solch feiges Verhalten wird Putin & Co. leider nur in ihrem Bestreben bestärken, die russische Einflußsphäre weiter auszudehnen.

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12. Februar 2007 20:08

Ein Sieg für Putin?

heike haubrichs (roselheike)

Die Konferenz hätte für Putin durchaus die Gelegenheit geboten, Führungsanspruch durch Autorität anzumelden.
Diese Chance ist jedoch total versiebt worden. Mit Kritik kann man schon beginnen, um danach brauchbare Alternativen zur Lösung von Konflikten aufzuzeigen.
Hier hätte er sich, wenn gewollt, an die Europäer wenden können. Von daher kann ich keinen "Sieg" Putins erkennen. Vielmehr hat er Zweifel an seinem Beitrag zur langfristigen Minimierung von Krisen ausgelöst.
Anscheinend überlagern seine politischen Probleme einen möglichen Beitrag zum "Weltfrieden".
Daher schätze ich seinen Auftritt als Befreiungsschlag aus diesem Dilemma, das er selbst nicht zu lösen vermag.
Man kann eben nicht gleichwertig auf mehreren Hochzeiten
tanzen wollen.
Nik. Haubrichs


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12. Februar 2007 20:03

Re: Sieg für Putin

matthias felleisen (matthias.f)

Danke für eine klare Erklärung.

"Those who cannot learn from history are doomed to repeat it."

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