Am 3. Oktober wurde vor dem Reichstag die Einheit gefeiert

Kommentar

Die Stunde der Deutschen

Die deutsche Erinnerungspolitik wagt sich auf Neuland vor: Ein Denkmal soll an die Wiedervereinigung der Deutschen in Frieden und Freiheit erinnern. Und nicht, wie viele andere, an die dunklen Zeiten in der Geschichte von Hitler bis Honecker. Es gilt vielmehr einer Sternstunde der deutschen Nation, meint Berthold Kohler.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. November 2007 11:53

"Die Stunde der Deutschen" schreiben i. d. R. nur "ausländische Blätter"

Liam Aberdeen (Aberdeen)

Wenn es sich um eine "deutsche Zeitschrift" handelte, müßte der Ttel lauten: "Unsere Stunde - die Stunde der Deutschen".



Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. November 2007 10:54

Das Verhältnis zur Nation wird sich lockern

Hanno Meissner (hanno_meissner)

Zweifellos herrscht nach wie vor sowohl im Volk als auch in der Politik eine gewisse Verklemmtheit in Bezug zur deutschen Nation vor.
Doch ist der Bau des Einheitsdenkmals ein Schritt in die richtige Richtung, der dazu führen wird, das sich das Verhältnis zur Nation weiter entkrampft. Das Fahnenmeer im vergangenen Sommer war bereits ein deutliches Zeichen für diese Entwicklung.
Deutschland hat die Chance, endlich ein ganz normales Land zu werden.
Wenn das Denkmal erst einmal steht, sollte überlegt werden, ob man den Tag der Deutschen Einheit nicht jedes Jahr in Berlin begehen sollte und nicht, wie bisher, immer in einem anderen Bundesland.
Das Einheitsdenkmal in Berlin könnte am Nationalfeiertag eine zentrale Rolle spielen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. November 2007 04:59

Deutscher Gedenktag

Günter Blümel (guenterbluemel)

Für mich ist der 9. November der nationale Feiertag. Nicht nur zum Spazierengehen, sondern um daran zu denken, wie sehr es an den Menschen in einer Nation selbst liegt, z.B. höchstes Glück durch Freiheit (1989) oder größtes Unglück durch zunehmende Intoleranz und Unmenschlichkeit (1938) zu erfahren. Aber Demokratie ist zur Zeit ja immer noch nur Parteibuch-Demokratie, nicht nur in Deutschland.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. November 2007 20:20

Die Stunde der Deutschen? Sie haben diese ungenutzt gelassen

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Die Westdeutschen haben ihre Dekadenz lediglich nach Osten exportiert und die Ostdeutschen haben sich (mehrheitlich) blenden und korrumpieren lassen.

Der bauliche Zustand der Staedte in Ostdeutschland spiegelt dieses Riesenfiasco wieder: Die Verfallserscheinungen springen dem Besucher ins Auge:sterbende Staedte. Spaetestens Mitte des kommenden Jahrzehnts wird offenkundig werden, dass diese Investitionen vergebens waren. 'Rueckbau' heisst die naechtse Herausforderung in der Fachsprache der Ingenieure. Die Stunde der Ingenieure - und der Historiker, die analysieren werden, warum die Deutschen unfaehig waren, ihre geschichtliche Chance zu nutzen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. November 2007 19:19

Nur eine Frage!

Horst Schmidt (Zahnstein)

Wie schwer geschädigt muß ein Volk, eine Politikerkaste sein, an einem solchen Tag, dem Tag des Mauerfalls im Bundestag dieses Ergeignisses zu GEDENKEN.

Wäre es nicht logisch, menschlich normal, an diesem Tage zu feiern, aber wenn es sein soll, auch der Opfer zu gedenken.

Nur auf diese Reihenfolge, auf diese Wertigkeit lege ich hohen Wert. Doch dazu sind wir, wie glaube ich nicht fähig.

Widerlich!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche