Demonstrationszug in Hamburg

Globalisierungskritik

Die Bürde des weißen Mannes

Die Party rund um den Zaun von Heiligendamm hat längst begonnen. Mit der Globalisierung hat der ganze Zirkus wenig zu tun. Wenn die Demonstranten ihren moralischen Impetus ernst nähmen, müssten sie nicht gegen, sondern für die Globalisierung kämpfen. Rainer Hank kommentiert.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Juni 2007 21:32

"GlobalisierungsGEGNER"?! GlobalisierungsKRITIKER!

Inga Frosch (froschi)

Es ist erstaunlich, dass offenbar immer noch nicht bekannt ist, dass der zutreffendere Begriff für die in Heiligendamm Demonstrierenden "Globalisierungskritiker" ist.

Diese Menschen sind nicht GEGEN die Globalisierung, das wäre doch auch kompletter Unsinn, ähnlich realitätsfern wie die Ablehnung der Tatsache, dass sich die Welt dreht. Vielmehr sind gerade diese Leute weltweit stark vernetzt und somit globalisiert.

Ihre Kritik richtet sich vielmehr dagegen, dass von der zunehmenden weltweiten Vernetzung nur einige wenige profitieren, dass die soziale Ungleichheit zunimmt, dass in den westlichen Ländern auf Kosten der Dritten Welt gelebt wird undundund. Sie wollen eine gerechtere Welt, nicht eine "unglobalisierte" (was immer das sein soll). Der Slogan von Attac ist daher auch "Eine andere Welt ist möglich" und nicht etwa "Eine nicht globalisierte Welt ist möglich".

Dieser Artikel geht komplett am Thema vorbei, ob gewollt oder ungewollt.

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04. Juni 2007 11:53

Betreffend Bernd Ullrich (demokrat2)

Gabor C (gcqp)

Finden Sie es nicht daemlich, so einen Unsinn zu schreiben?
Wie viele Menschenleben hat denn die Missionierung der Christen gekostet? Die Kriege der Roemer? Wie viele Kleinfische wurden bis heute von Hechten gefressen? Meine Guete, wenn ich so etwas lese, kann ich nur noch mit dem Kopf schuetteln!
Die Globalisation ist Teil der Zivilisation. Ohne Globalisation kann der Mensch nicht an mehr Wohlstand gelangen, und das ist das, wonach jeder Mensch strebt. Sonst wuerden Sie, Herr Ullrich, nicht hier in den Kommentaren schreiben koennen.
Gleiche Chancen gab es in der Menschengeschichte noch nie - wie sollte das auch moeglich sein? Der fruehe Vogel faengt den Wurm. Warum soll Leistung nicht belohnt werden? Wir Europaeer waren nunmal die, die mit ihren Schiffen um den Globus segelten. Jeder Mensch hat die Chance durch Leistung etwas zu erreichen. Auch in unserer demokratischen Gesellschaft, die Sie bemaengeln. Schauen Sie sich doch um! Vergleichen Sie mal den Alltag eines strebenden Studenten mit dem eines Hauptschulabgaengers der mit 21 noch mittags sein Bierchen trinkt, statt sich um seine Bildung zu kuemmern. Das soll kein Angriff sein, es gibt natuerlich auch Ausnahmen. Aber ihr Denken von einer globalen Einheit ist Unsinn!

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01. Juni 2007 10:20

Bravo!

Markus Kubitza (mkpfeffer)

Auch ich möchte mich in die Reihe derer gesellen, die Hr. Hanks Artikel in ihren Kommentaren feiern. Endlich jemand der die Wahrheit sagt. Und jeder, der etwas dagegen einzuwenden hat, befindet sich bedrohlich nah am ökonomischen Analphabetismus.
Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, mit welcher Hr. Hanke Zahlen zur Untermauerung seiner Sichtweise heranzieht.

Einige kurze Fragen seien dennoch erlaubt:
Wie hoch war eigentlich das Pro-Kopf-Einkommen 1980 in absoluten Zahlen?
Wie verteilt es sich?
In welcher Weise entwickelten sich seit 1980 die Lebenshaltungskosten?
Ist es richtig, daß ein Chinese der schon ganze 2,10 Dollar am Tag zur Verfügung hat nicht mehr Arm ist?
Ich gebe zu, für einen Fachmann auf dem Gebiet der Ökonomie sind die von mir gestellten Fragen natürlich nicht von Bedeutung.

Wichtig ist allein, daß man all diejenigen, welche sich kritisch zur Form der Globalisierung äußern, diffamieren und zu Kommunisten abstempeln kann.
Denn jahrelange Bildung kann nur zu der Erkenntnis führen, daß es außer einer kapitalistischen Sichtweise nur eine kommunistische geben kann. Differenzierung unerwünscht.

An Hr. Schloendorffer: Ihre Wortwahl grenzt Sie wohltuend
vom ungebildeten Poebel ab.

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30. Mai 2007 13:33

Ein wichtiger, weil informativer Beitrag, der.......

wolf haupricht (emilgilels)

...die wirklichen Facetten des Themas beleuchtet.
Die Aktivitäten, die von den Gegnern -richtig als Zirkus bezeichnet- um ihrer selbst willen veranstaltet werden, bringen keinen einzigen wertvollen Beitrag zum Gelingen des weltumspannenden Wirtschaftens mit knappen Gütern.
Spätestens die gewaltsamen Randalierer bringen das eigentliche Ziel, mühsam verkleistert, an den Tag.
Aktives Mitgestalten und sich einbringen wäre doch richtig, oder?
Afrika brauchte soviel Unterstützung und richtige Hilfe, um aus einem Sumpf von Korruption und Vetternwirtschaft sowie Bevormundung sich befreien zu können. Das wäre doch eine Aufgabe, wenn Ernst im Spiel ist.?

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30. Mai 2007 11:41

..und die andere Seite der Medaille?

bernd ullrich (demokrat2)

Wieviel Menschenleben, wieviel Natur, wieviel Heimat hat die Globalisierung gekostet? Wieviel Zerstörung, Not und soziale Verwerfungen wird sie noch bringen? Globalisierung ist an sich nichts Schlechtes, wenn sie für alle Beteiligten gleiche Chancen einräumt. Zur Zeit läuft es aber, und das kann jeder sehen, wenn er hinguckt, etwas anders. Selbst bei uns, die wir eine relativ gefestigte Demokratie haben.

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30. Mai 2007 11:03

guter Artikel!

Daniel Weber (DanielWeber)

Ein paar Fragen an die Personen, die diesen Artikel als "Fachleute" ja ach so toll finden:
1. Akzeptieren sie die angegebenen Zahlen trotz fehlender Quellenangabe?
2. Wie beurteilen sie, dass "der ganze Zirkus" in einen Topf geschmissen wird, wobei ein anderer Artikel auf faz.net deutlich macht, dass es eine sehr heterogene Gruppe ist, die ihre politischen Meinungen vertreten möchte?
3. Haben sie jemals von unterschiedlichen Formen des Kapitalismus gehört? Nicht jeder der die jetzige Form verteufelt, will eine Planwirtschaft.
4. Kennen Sie Studien der Sozialwissenschaften, die belegen, dass individuelle Freiheit und Wohlstand langfristig ein komplexes interdepentes System ist? Ein Protest für mehr individuelle Freiheit scheint daher wohl angebracht.
5. Wie beurteilen Sie den letzten Absatz, der China und Indien Politiker bescheinigt, die "ihr Handwerk verstehen"?
6. Wie beurteilen Sie den Globalisierungsbegriff des Autors, der nahezu deckungsgleich mit weltweiter Verbreitung des Turbo-Kapitalismus ist?
7. Wie beurteilen Sie, dass Abertausende sich zu friedlichen Protesten für eine gerechtere Welt einsetzen und dafür sogar auf die Straßen gehen, während der größte Teil der Bevölkerung unpolitisch "Geiz ist geil!" ruft?

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30. Mai 2007 10:03

Globalisierung - richtig übersetzen?

Dietrich Wollheim (tillwollheimgmx.de)

Die Überschrift legt eine falsche Bedeutung dem Begriff Globalisierung zu Grunde.

Tatsächlich findet unter dem Titel Globalisierung gar kein statt - die chinesische Näherin für 60 Eurocent die Stunde am 12 Stundentag nimmt doch nicht an gesteigertem Wohlstandteil! Aber der, der (besser die) die Ware, die sie für 2 Euro ihm schließlich verkaufte und sie seinerseits für 40 € in Europa oder USA verkauft, der zeigt wie Globalisierung bedeutet: Entzug der Weltwirtschaft der nationalen Kontrolle und Überführung in einen unkontrollierten, transnationalen Schwebezustand - mit dem trickreichen Hinweis auf die fiktive internationale Konkurrenz - und damit zurück in den Zustand der frühkapitalistischen Un-Zustände, die logischerweise dann wieder Lenins hervorbringen - heute halt Chavez genannt.
Dagegen richtet sich der absolut berechtigte Protest der G8 Gegner. Till Wollheim

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30. Mai 2007 01:25

Menschheit zu Gleichheit und Armut verdonnern

A. Malliki (a.malliki)


Das ist Globalisierung - die FAZ nennt das Kind beim Namen!

Es eine Tatsache, dass gerade eine gleichgemachte, arme Menschheit eine klare Führungsschicht braucht und G8 ist ein Garant für diese neue globale Gesellschaftsordnung - es geht nur noch um eine sanfte Landung, die zur Akzeptanz der bereits existierenden Oligarchie führt, die sich hinter der Demokratie herausgebildet hat.

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30. Mai 2007 01:06

Wenn ich Politiker waere,

Gerhard Schloendorffer (schloendorffer)

wuerde ich meine G8-Gipfel auf einem Kreuzfahrtschiff mitten im Atlantik abhalten. An- und Abreise per Flugzeug, das auf einem Flugzeugtreager landen und starten kann. Dann muesste ich mir das Gestaenker dieser ungebildeten Poebel, die in ihrem ganzen Leben noch nicht einen Finger krumm gemacht haben, anhoeren. Politiker wollen Probleme angehen, Demonstranten nur irdendeine hirnverbrannte, traumtaenzerische, kommunistische Ideologie verfolgen. Muessen wir das ganze Leben lang bekloppte Ideen wieder und wieder aufwaermen, die sich in der Geschichte als untauglich erwiesen haben?

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29. Mai 2007 22:13

Re: The White Man's Burden

Markus Albers (Tweed)

Sehr geehrter Herr Hank,
sehr geehrte FAZ-Herausgeber,

Vielen Dank für diesen Artikel. Ihr Mut unbequeme Wahrheiten auszusprechen zeugt von echter Zivilcourage, Ihre saubere Analyse und die knappen, klaren Worte von Intelligenz. Beides ist eine große Wohltat.

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29. Mai 2007 19:34

wer den armen schaden will, der protestiert

Volker Kulessa (solelite)

Die Bürde des weißen Mannes
Von Rainer Hank
Dieser FAZ Artikel vom 27.5.07 ist die Antwort auf die dumme Inkompetenz, die sich von links bis rechts breitgemacht hat. Das wird auch dadurch nicht besser, daß ein offenbar seniler Altpolitiker sich zu den Einfältigen bekennt und damit dazu beiträgt, den Schwachen in allen Gesellschaften schwer zu schaden. Übrigens ist der auch kein Fachmann für diese Fragen, wie wohl die meisten Protestiere.
Wer dagegen den Hunger und die Armut in der Welt bekämpfen will, muß für eine noch bessere und schnellere Nutzung der großartigen Chancen der Globalisierung demonstrieren und eintreten.

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29. Mai 2007 17:43

Ein neuer "Sozialismus"?

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Bei allem Respekt vor dem Autoren dieses Artikels, Rainer Hank:

Herr Hank wissen Sie, woran mich ihr Artikel über die erinnert:

An Leitartikel im ehemaligen "Neues Deutschland" in der alten DDR. Dort ist den Leuten auch ständig erklärt worden, wie toll der Sozialismus ist, das er allen nur das beste bringt und Nachteile sind einfach umgedeutet oder aber einfach ignoriert worden.

Wissen Sie, ich werde immer mißtrauisch, sobald in Politik- und Wirtschaftsthemen Sonntagsreden gehalten werden: Dann wird immer irgendwas kaschiert, was nicht gesehen werden darf oder soll. Kritisches Hinterfragen: Unerwünscht! Vorteile einiger weniger werden als Vorteil aller verkauft.

Ihre Reihe "Erklär mir die Welt" hier in der FAZ war immer ein schönes Beispiel dafür. Manch ein Ex-DDR-Deutscher dürfte sich da an Medien in seiner alten DDR-Zeit erinnert haben.

Herr Hank: Welcher Ideologie hängen eigentlich Sie an?

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29. Mai 2007 17:42

Ursachen der Armut

Waldemar Lewandowski (wale)

Ich lese hier vieles über die Armut in Afrika. Man sollte sich genauer anschauen was sind die Ursachen dieser Armut. In erster Linie sind es kriegerische Auseinadersetzungen. Selten haben die Industrienationen (und mit Deutschland schon gar nicht) damit zu tun. Mal hat es etwas mit Religion mal mit Korruption zu tun (nicht selten beides).
Was hat das mit Globalisierung zu tun?
Vor einigen Jahren zählten Länder wie China und Indien zu den armen Ländern dieser Welt. Mit der Globalisierung hat sich das geändert. In der Zukunft werden wahrscheinlich die Afrikanischen Länder unsere Energielieferanten sein. Auf jeden Fall werden diese Länder billiger produzieren können als die heutigen Industrienationen. Ob sie uns dann helfen werden, wie es heute tun, ist fraglich.

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29. Mai 2007 17:19

Globalisierung

Michael Braunschweig (Brezelgesicht)

Schonwieder geschiet es! Der Europäische Bürger ist gegen die EU subventionen. Wieso schimpfen denn Bürger eines florierenden Staates gegen die politischen Mechanismen die, obwohl sie zugegeben Ausgeartet sind, eine Nahrungsmittelqualität garantiert die man in sonst keinem Staats bzw. Kontinent vorfindet. Wieso schimpfen die Menschen immer über Korrupte Europäische Politiker und Lobbyisten, wenn die Afrikanischen Diktatoren ihr Bevölkerung verhungern lässt und gleichzeitig luktrative Verträge mit Europäern oder Chinesen oder Amerikanern abschliessen? Es wird dauerhaft gegen Uns aber für die Anderen gewettert. Aus diesem Grund werden in Deutschland auch Einwanderer geduldet denn beim kleinsten Anzeichen von legitimierten Abschiebeversuchen, die Grünen gleich eine Verfassungsklage erwägen. Als halber Niederländern kann ich nur sagen, dass Deutschland viel zu timide mit Problemherden umgeht. Das gleiche gilt auch für Globalisierung. Desweiteren ist Trade Protectionism etwas Positives denn somit sollten Schwellenländer bzw. Entwickelungsländer sich auch aufbauen können wenn die Regierungen denn dazu in der Lage wären und nicht so einfach Korrupierbar !

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29. Mai 2007 15:34

Um was geht es eigentlich? an Diplomvolkswirt

Eckhard Berninger (cberninger)

Hier werden viele Themen auf einmal angesprochen: Globalisierung, Kapitalismus vs. andere System, Afrika und Entwicklungshilfe, G8-Gipfel und Neoliberalismus ?? Man braucht nicht unbedingt ein Diplom um sich hier äußern zu müssen, aber seien sie beruhigt, ich werde bald eines haben. Richtig ist, dass Globalisierung ein Prozess ist, den wir(Staatsoberhäupter) gestalten müssen, in der Weise, dass er für alle fair ist. Nationale Interessen sind jedoch wie immer stärker - vor allem die der Industrie- und Schwellenländer, als die Afrikas und anderer Regionen. D.h. Globalisierung findet zum Gunsten unserer Konsumenten durch - billigere Produkte, parallel zeichnet sich auf der Produzentenseite ein ambivalentes Bild ab: manche Branchen verlieren und andere gewinnen - vor allem die Arbeitnehmer. Landwirtschaft ist der große Profiteur - vor allem in Europa aufgrund von Zöllen, Subventionen und eine Reihe weiterer Handelsrestriktionen. Wenn gegen Globalisierung - dann auch gegen Billigimporte: Verzicht auf chinesische Schuhe und Technik sowie Kleidung - billige Möbel von IKEA, etc. pp - wenn für Globalisierung - dann für wirklich freien Handel: Abbau von Handelsrestriktionen vor allem der Industrieländer und Verzicht auf Exportsubventionen.

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29. Mai 2007 15:12

Ein Schritt in die richtige Richtung wäre....

Immanuel Ambar (I.Ambar)


ganz sicherlich die Bescheidung der Macht der französischen
Landwirtschaftslobby auf europäischer Ebene.

Eine Öffnung der Märkte Europas für landwirtschaftliche Produkte aus Entwicklungsländern wäre eine grosse Hilfe für diese um einen Binnenmarkt auch nur im Ansatz entstehen lassen zu können.

"Nieder mit unseren Schutzzöllen!" müsste folglich die Parole auf den Transparenten in Heiligendamm heißen.

Doch dazu braucht es eben eine konkrete Beschäftigung damit WAS Globalisierung eigentlich bedeutet....

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29. Mai 2007 14:54

Quellen

Daniel Weber (DanielWeber)

Neben pauschalisierender Kritikerkritik ist dem Beitrag vor allem eins vorzuwerfen: Was sind die Quellen für die Zahlen? Der Abbau der Armut in China beispielsweise ist eine Behauptung, der wohl erst einmal eine Erläuterung der methodischen Vorgehensweise vorrausgehen müsste...

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29. Mai 2007 14:47

Großartige Zusammenfassung

Franz Knapp (franz.knapp)

Ich befinde mich in einer heißen Diskussion zur Globalisierung mit ostdeutschen Freunden. Es gibt dazu eine Menge von verschwommenen Vorstellungen nicht nur in den Neuen Bundesländern. Natürlich auch Ängste! Rainer Hank trägt mit großer Klarheit eine Menge von vernünftigen Argumenten für die Globalisierung vor. Man möchte sie als Leser unentwegt unterstreichen. Vielleicht könnte Herr Hank in einem nächsten Beitrag zusammenfassen, was eine liberale Wirtschaftspolitik zur Beschwichtigung der Ängste tun könnte, ohne mit wirtschaftlichen Eingriffen kontraproduktiv zu wirken.
mfg Franz Knapp, Erlangen.

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29. Mai 2007 14:19

Doch kein grober Schnitzer - die Welt wird wirklich reicher!

Marc Rieger (rieger74)

Natuerlich muss man Inflation beruecksichtigen, wenn man messen will, ob der Wohlstand weltweit zunimmt. Das ist aber bei den genannten Daten bereits geschehen! (Der Autor des Artikels haette das erwaehnen muessen.)

Genaue Daten ueber den Wohlstandsgewinn weltweit (jeweils inflationsbereinigt in Form eines GDP) findet man auf:
http://www.ggdc.net/dseries/totecon.shtml (nur Einzellaender)
oder auf
http://delong.typepad.com/print/20061012_LRWGDP.pdf (ganze Welt, wobei lange zurueckliegende "Daten" natuerlich nur grobe Schaetzwerte sind, die neueren Daten jedoch mehr oder minder praezise sein duerften...)

Wer nicht surfen will, hier die Quintessenenz:
Welt-GDP pro Person:
1900: 679
1925: 1108
1950: 1622
1975: 3714
1990: 5204
2000: 6539
jeweils umgerechnet auf US-Dollar des Jahres 1990.

Interessant ist, dass davon sogar etwas in Afrika angekommen ist, wenn auch unterproportional.

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29. Mai 2007 13:46

kommt drauf an, was man unter 'schön' versteht

Robert Schrey (etiterum)

Offensichtlich gelingt es der Politik nicht, den Wirtschaftsinteressen irgendwelche anderen Interessen entgegenzustellen. Welche würden das auch sein ? Nationale (das "Pfui-Wort") Interessen natürlich. Und was sind nationale Interessen ? In wirtschaftlicher Hinsicht hat das Friedrich List genau formuliert: "eine in alle Richtungen gleichmäßig ausgebildete Industrie". Zur Herstellung einer Marktlösung bedarf man nicht der Politik. An den Schraubstock mit ihnen...

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29. Mai 2007 13:43

Globalisierung? Was ist das?

Waldemar Lewandowski (wale)

Ich frage mich immer wieder wogegen sich die Proteste der Globalisierungsgegner richten.
Globalisierung ist wie Wetter; man kann darüber schimpfen – ändern kann man es nicht.
Dank der modernen Technik (die ich gerade benutzte) gibt es in dieser Welt praktisch keine Grenzen mehr. Das hat seine Vorteile und Nachteile, wie alles auf dieser Welt.
Was wollen die Globalisierungsgegner aber wirklich?

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29. Mai 2007 13:42

Was ist denn damit...

Phileas Fogg (Fogg)

Der globale Warenexport ist seit 1950 um 2.650 Prozent gestiegen und den 2,6 Milliarden Armen stehen 800 Milliardäre gegenüber. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Bitte nicht so tun, als sei der "Globalisierung" eine altruistische Bewegung. Die Globalisierung dient in aller erster Linie nur dem Kapital, daß sich immer bessere Verhältnisse zwischen Einsatz und Gewinn sucht und dabei Menschen weltweit gegeneinander ausspielt, unsere Rescourcen vergeudet und die Umwelt zerstört.
Multinationale Konzerne mit ihren Lobbyisten diktieren nationale Politik (siehe Raucherschutz) und machen funkionierende Ökonomien um des Profites wegen kaputt ( siehe Monsanto)

Es geht schon lange nicht mehr alle Macht vom Volke aus.
Diese Abschottung unserer Volksvertreter symbolisiert das allzu deutlich.

Diese Ohnmacht und dieses Unbehagen ist es, was die Menschen spüren.

Ein etwas kritischerer Blick hätte Ihrem Bericht, lieber Rainer Hank, gut zu Gesicht gestanden.

Globalisierungskritiker sind beileibe nicht nur Spinner und Träumer.




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29. Mai 2007 13:38

Kritik an der Kritik

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Den meisten Kritikern der Globalisierung geht es doch nicht um die Globalisierung selbst, die ist, bei vielen, durchaus gewünscht und wäre auch kaum wieder rückgängig zu machen. Es geht um das wie! Wie ist es möglich das ein Apfel aus Chile in Deutschland billiger verkauft wird als es für einen deutschen Apfel je möglich wäre, obwohl dieser Apfel um den halben Erdball transportiert wurde?
Wie ist es möglich das französisches Milchpulver in Afrika so günstig angeboten wird, dass es billiger ist als frische afrikanische Milch? Die Antwort sind Subventionen und deshalb müssen sie weg! Die für die Bauern, die für Fluglienien und Reeder die steuerbefreiten Treibstoff tanken und auch die Subventionen durch Einfuhrbeschränkungen und Zölle. Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass bei diesen Gipfeln die weltweite Wirtschaftspolitik von 8 Ländern bestimmt wird, die im stillen Kämmerchen Dinge beschliessen, auf die die Bevölkerung kaum Einfluss hat, die in erster Linie nationalen Wirtschaftsinteressen geschuldet sind und kaum geeignet sind den realitäten eines globalen Marktes gerecht zu werden, wodurch die Armut in den Drittweltländern nur noch verstärkt wird. Das Ergebnis sind Hungersnöte, Kriege und nie abreissende Flüchtlingsströme.

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29. Mai 2007 13:37

Stimmt, aber

Christian Barzel (Falke27)

dann müßte linke Ideologie und vor allem deren Protagonisten zu logischer Vernunft fähig sein. Zu dem sind sie aber wie die Geschichte zeigte, insbesondere in Deutschland nicht fähig. Gebetsmühlenartig wird die Reinheit der Lehre seit 1848 aufrecht erhalten, eine Tatsache, die bereits im 19.Jahrhundert zu Spott und Hohn der restlichen europäischen Linke ggn. ihrem deutschen Pendant führte.

Der heutigen Linken geht es auch nicht um die Lösung politischer Probleme, sondern sie benutzt eine scheinheilige Pseudomoral lediglich zu machtpolitischen Zwecken.

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29. Mai 2007 13:26

Was ist Globalisierung?

Daniel J Hahn (137)

Wenn man die Beiträge zum obigen Artikel liest drängt sich der Eindruck auf, Globalisierung wäre eine Entwicklung der Neuzeit, von Regierungen und Unternehmen angeschoben, um sich zu berreichern und Menschen in armen Ländern zu knebeln.
Dabei ist die Globalisierung so alt wie der Handel selbst: Wenn der urzeitliche Werkzeugmacher einen Überschuß an Steinwerkzeugen hatte brachte er Sie mit ins Nachbardorf, um sie dort gegen andere Sachen eintauschen zu können. Die Antiken Handelsrouten im Mittelmeer, an den Küsten der Kontinente entlang trugen zur Globalisierung des Handels und damit der Produktion bei. Die Kartoffeln, die wir heute aus heimischer Produktion essen, gelangten durch die Warentransporte aus Amerika, also durch globalisierte Bezugsquellen und sicher nicht zum Schaden für die Bauern hierzulande nach Europa. Ob die Globalisierung nützt oder schadet liegt immer an den Beteiligten selbst. Die Hanse nutze den Handel zur Wohlstandsmehrung für alle, die Despoten der Welt den Rohstoffhunger zur hemmungslosen Selbstbereicherung. Wer sich also kritisch mit den Folgen der Globalisierung auseinandersetzt, sollte immer sehen, daß es die Menschen selbst sind, welche die Bedingungen bestimmen.

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29. Mai 2007 13:13

Diplomvolkswirt

Michael Braunschweig (Brezelgesicht)

Die verfassten Beiträge der Damen u. Herren auf dieser Seite sind eindeutig die allgemein Bekannten vorwürfe gegen Bürokratie, Kapitalismus etc. Jedoch würde ich gerne wissen ob einer der Beitragenden ein Diplom der Volkschwirtschaft besitzt. Denn ohne nähere bzw. mehrjährige Erfahrung im Feld der Ökonomie würden solche Aussagen nicht gemacht werden. Natürlich respektiere ich die genannten Aussagen, jedoch ist die "Globalisierung" auf lange Sicht ein positives Phänomen. Mit bedauern schaue ich auf die Demonstrationen gegen den G8 Gipfel, da sie sich auf eine falsche Weise äußert.

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29. Mai 2007 12:30

Markabschottung gegen Billigimporte

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Was ist denn damit? Landwirtschaft, Textilien falle spontan ein.

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29. Mai 2007 12:29

Globalisierungsideologen

Caroline Meyer (CarolineM)

"Aber soll man die ganze Menschheit deshalb zu Gleichheit und Armut verdonnern?" - Ja, denn erst kommt die Gleichheit, dann alles andere -koste es, was es wolle....
Die Globalisierungsideologen (so mein Vorschlag, Herr Janisch) arbeiten hartnäckig an einer planwirtschaftlichen Kolonialisierung Afrikas. Kritische Stimmen aus diesen Ländern, die sich für weniger Entwicklungs"hilfe" und mehr freie Marktwirtschaft einsetzen, werden hartnäckig ignoriert, da sie nicht ins exotistische Bild des hilflosen, rückständigen und ausgebeuteten Kontinents passen. Der Marxsche Traum, die Armut Afrikas für die Weltrevolution des Proletariats zu instrumentalisieren, wird munter weitergeträumt...

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29. Mai 2007 12:18

Globalisierungsgegner

stamp wood (Woodword)

Sehr geehrte Herr Hank, ich möchte hiermit, als Afrikaner, mein Dank an Ihnen über diesen Artikeln richten. Vielen Dank! Wegen Journalisten wie Sie erfahren, die wahrheitgetreuten Bürger niemals die Wahrheit über die Globalisierung. Ich stelle meine Frage an Sie: Seit wann wird Afrika globalisiert, wer profit von der Globalisierung und wer leidet darunter? Wer erhielt diesen 600 Milliarden Euro. Wurde das Geld inform eines Kredits gewährt und was hat die einzelnen Industrie dafür bekommen?

Ich, als Afrika, möchte Ihnen sagen, dass ich bis jetzt keinen Cent gesehen habe.
Bitte schreiben Sie das nächstes Mal die Wahrheit und nicht irgendwelchen verblendeten Artikeln.

Vielen Dank!

Woodword

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29. Mai 2007 12:03

Freude über die Wohlstandsgewinne Anderer ???

Reinhold Eysel (Eysel)

Ich kann mich nicht erinnern, soetwas schon mal gehört zu haben. Kritisiert wird, dass die Wohlkstandsgewinne Anderer vielleicht noch grösser sein könnten, wenn ... sie "unsere" Regulierungswut ( = geringere Wohlstandsgewinne) doch hätten. China ( höchste Wohlstandsgewinne) verabschiedet sich - wie jahrzehntelang von UNS gefordert - Schritt für Schritt aus den Gleichmacherei-Utopien kommunistischer, maoistischer Prägung und "entfesselt" damit einen ungeheuren Boom. Gleichzeitig bricht hier ein Riesengeschrei aus, das - letztendlich - gerade die meiner Meinung nach zutiefst UNMENSCHLICHE Gleichmacherei FORDERT! Wie heisst es so schön: "Nichts ist schlimmer, als ein nicht zu Ende gedachter Gedanke."

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29. Mai 2007 12:00

Grober Schnitzer

Karl Meier (KarlMeier)

Sie schreiben: "Seit 1980 hat sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Weltbevölkerung verdoppelt."

Wenn Sie 1980 sagen wir mal 100 Dollar angelegt hätten und diese mit einem Zinssatz entsprechend einer durchschnittlichen Inflation verzinst worden wären über 27 Jahre, so hätten Sie heute auch etwa das doppelte nominale Kapital. Vergessen haben Sie allerdings, daß Sie heute von Ihren 200 Dollar nicht mehr kaufen können als 1980 mit den 100. Aus diesem Grund reden Volkswirte gerne über kaufkraftbereinigtes Wachstum.

Irre ich mich, oder ist damit der tragende Pfeiler Ihrer Argumentation zusammengebrochen?

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29. Mai 2007 11:59

"Over-used and under-defined"

Ralf Ludwig (Ludo1972)

Es ist schon verwunderlich, wie über die "Globalisierung" gestritten werden kann, ohne dass der jeweilige Verwender überhaupt einen Begriff von dem Objekt hat, mit dem er sich auseinandersetzt. Heutzutage trifft man überall den Begriff "Globalisierung", jeder gebraucht ihn und niemand weiß, was damit gemeint ist.
Letztlich ist der Begriff "over-used" und "under-defined". Sollten sich diejenigen, die jetzt dafür oder dagegen ihre Stimme erheben ersteinmal klar werden, was sie überhaupt meinen. Würde man sich auf die Begrifflichkeiten verständigen, wäre auch eine Argumentation möglich. Man wird merken, dass "Globalisierung" lediglich die Form ist, in der sich Veränderung vollzieht. Die globalisierungskritische Linke weiß dies auch. Allerdings müsste sie Abschied von ihrem Lebenstraum, eine Massenbewegung zu formen, nehmen. Aber unter dem Label "Globalisierung" könen so wunderschön ALLE, die gegen irgendetwas sind zusammengefasst werden, ohne sich inhaltlich positionieren zu müssen.
Völlig verständlich will die NPD auch mitmachen und zeigt der "linken Massenbewegung" was ihre Formkritik in der Konsequenz tatsächlich heißt: Nämlich Re-Nationalisierung und Volkstümelei.

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29. Mai 2007 11:54

Bravo!!

Werner Schmidt (banker-schmidt)

Die weltwirtschaftliche Entwicklung wurde von mir in den vergangenen Jahrzehnten aufmerksam verfolgt. Der heutige sehr sachliche Kommentar Ihres Korrespondenten Rainer Hank schildert die derzeitige Situation aus meiner Sicht sehr zutreffend. Hoffentlich wird dieser Kommentar von vielen Menschen gelesen. Liebe Demonstranten: Legt Euren Dogmatismus und Eure Scheuklappen ab.

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29. Mai 2007 11:48

Afrika

Clemens Adolphs (Clemens_Adolphs)

Bemerkenswert ist nur, dass es von den afrikanischen Ländern denjenigen besser geht, die ihre Wirtschaft nach außen abschotten:

Das Problem sind die hierzulande mit Subventionen überproduzierten Lebensmittel, die in einem gut gemeinten aber fatalen Akt spottbillig in die dritte Welt gekarrt werden. Dass ein afrikanischer Bauer mit diesen Preisen nicht mithalten kann, ist klar. Und von günstigen Lebensmittel kann er seine Kinder nicht zur Schule schicken!

Langfristig natürlich kann Afrika von der Globalisierung profitieren, aber wenn selbst ein Land mit einer Wirtschaft wie Deutschland einige Jahre gebraucht hat, um im neuen weltweiten Wettkampf mithalten zu können, wie kann man dann von Afrika fordern, sich diesem Wettbewerb ungeschützt auszusetzen?

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29. Mai 2007 11:19

Das Ende der Ausreden

Konstantin Schneider (bundesboy)

Natürlich ist die Bürokratie daran schuld, dass sich die Globalisierung in den falschen Bahnen weiterentwickelt. Aber ganz sicher sind auch die jahrelangen Verstösse der Eliten in den reichen Staaten gegen die Gleichberechtigung beim Vermögensaufbau zu kritisieren.

Deshalb muss ohne wenn und aber, gegen diese Form der Globalisierung protestiert werden dürfen, ohne dass sich die Leitartikler in Häme ergeben. Denn die falsche Ökonomie führt zu Terror.

Die Bürde des weißen Mannes hat leider immer noch damit zu tun, dass sich die Mächtigen nur dort betätigen, wo es was zu holen gibt und eben nicht auch dort, wo man wirklich helfen könnte.

Ross und Reiter sind schon zu lange miteinander verwechselt worden, als dass sich die Menschen jetzt wieder nur von oben herab predigen lassen wollen.

Deshalb auch das ganze Tamtam um Heiligendamm.

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29. Mai 2007 11:08

Wohlstand statt Umwelt

Thomas Nickel (THiN)

In ihrem Beitrag vergessen sie einen ziemlich wesentlichen Aspekt. Wenn die Zoll- und Handelsschranken aufgehoben werden, kommen mehr und mehr Lebensmittel und Alltagsgegenstände aus allen Teilen der Welt nach Europa. Dies beflügelt zwar den Wohlstand in der Welt, allerdings werden die Ressourcen ungleichmässig verbraucht und die Beförderung um den halben Globus verstäkt die durch den Verkehr hervorgerufene Umweltbelastung. Es ist umwelt- und verkehrsbezogen nicht sinnvoll Getreide oder ähnliches so weit zu transportieren, wenn man es auch um "die Ecke" anbauen kann.

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29. Mai 2007 10:58

Stoßrichtung der Globalisierungskritik

Christian Kremp (jacky-revolver)

Die Kritik an der Globalisierung hat vielleicht weniger mit der Politik der G8-Staaten, sondern mit der Art und Ausführung ihrer Treffen und Handlungsweisen zu tun.
Ein paar Frauen und Männer treffen sich, verabreden das wirtschaftliche Schicksal der Welt und niemand darf zusehen oder sich dazu äußern. Diese Wirkung kann von Politikern nicht abgetan werden (schließlich wollen sie ja auch möglichst mediengerecht erscheinen, wenn sie im Fernsehen oder Wahlkampf auftreten): Es erscheint willkürlich und undemokratisch, Zäune zu errichten, Demonstrationen zu verbieten, Grundrechte einzuschränken!

Die Globalisierungskritik in der Sache ist sicherlich zu diskutieren, doch hat sich das Gipfeltreffen selbst, die Aktion und Reaktion darauf, verselbstständigt und die Politik hat nur eine harte Hand als Antwort auf Volkes Fragen zu bieten.

Nur auf die Gewaltbereitschaft, die sicherlich vorhanden ist, zu verweisen ist einseitig, die friedlichen Demonstranten sind, wie so häufig, in der Mehrzahl und werden deutlich in ihren verbürgten Rechten beschnitten, hier zeigen sich bedenkliche demokratische Mängel in der Ausführung des Gipfels, nicht unbedingt in der Policy desgleichen.

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29. Mai 2007 10:47

Scheinheiligkeit !

Reinhold Eysel (Eysel)

"Nicht gegen, sondern für die Globalisierung müssten die Demonstranten in Heiligendamm kämpfen, nähmen sie ihren moralischen Impetus ernst." Dieser Zusammenfassung ist prakisch nichts hinzu zu fügen.
Vielleicht doch noch: Auslöser, Urheber der Globalisierung waren einmal erhebliche politische Veränderungen in den BRIC Ländern, zum Anderen technische Innovationen wie die Containerisierung des Warenverkehrs der die Transportkosten erheblich! reduzierte und Computerisierung wie das WWW. Nichts davon kann den Idustrieländern "vorgeworfen" werden. Gleichwohl wird so getan, als ob. Mir scheint, als ob der WIRKLICHE Grund für die Proteste eher die - durch steigenden Wettbewerbsdruck - abnehmende "Kuschelichkeit" wirklichkeitsfremder Träumer ist. Als bedauerlich empfinde ich das - teilweise - entgegenkommende Verhalten einiger Politiker, die, statt über die tatsächlichen Zusammenhänge aufzuklären auch noch gewisse Argumente unterstützen.

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29. Mai 2007 10:40

Globalisierungsgegner

Ricky Janisch (KingBuzzo1)

ist ein strategischer und propagandistischer Begriff von bürgerlicher und konservativer Seite.
Es gab Bemühungen seitens der Bewegung, den Begriff
Globalisierungskritiker (Art und Weise der Angelegenheit)
einzuführen, die aber weitgehend gescheitert sind, weil die Hauptmedien lieber von Gegnern und Verweigerern sprechen.

MfG

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28. Mai 2007 18:24

Einfache Änderungen - große Wirkungen

Johannes Stockburger (stockburger)

Bezüglich Afrika sollten die Europäer 3 Dinge tun:
1.)Die Einfuhrschranken für Nahrungsmittel ersatzlos streichen und damit aufhören, die Folgen ihrer Schweinezyklen mit Exportsubvntionen nach Afrika zu exportieren.
2.) Anerkennen, daß die natürlichen Ressourcen Afrikas, einschließlich mineralischer Rohstoffe und Wäldern den Afrikanern gehören. Und daß für deren Nutzung, inklusive der Tatsache, daß Afrikanische Regenwälder europäisches CO2 aus der Athmosphäre entfernen, ein angemesser Preis bezahlt werden muß.
3.)Das Recht der Menschen Afrikas respektieren, ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Wenn Frau Merkel vorschlägt, Gelder die durch Emissionszertifikate generiert werden für "Entwicklungshilfe" zu nutzen, klingt das besser, als es ist. Denn der Begriff "Entwicklungshilfe" impliziert eine Forderung nach Macht in Afrika, die nicht legitim ist. Richtig wäre, wenn jene Zertifikate erhielten, die europäische Schmutz aus der Athmosphäre entfernen und die Verschmutzer solche Zertifikate kaufen müßten.
Dann gäbe es auch zusätzliche Investitionen in Afrika, weil massive neue Geschäftsfelder im Bereich pflanzlicher Treibstoffe generiert würden.
Nur könnte man dann keine Renten mit einer orwellschen "Öko"-Steuer finanzieren.

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