Erzbischof Zollitsch folgt Lehmann

Umsichtige und kluge Wahl

Die Wahl des Freiburger Erzbischofs Zollitsch als Nachfolger Lehmanns an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zeigt, dass die Bischöfe von ihren Möglichkeiten nicht selbstherrlich, sondern umsichtig und klug Gebrauch machen - auch wenn sie manches Ansinnen aus dem Vatikan ignorieren. Von Daniel Deckers

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Februar 2008 12:59

Gute Wahl - schlechte Wahl

Andreas Baustein (ABaustein)

In der Tat waren die letzten Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ein gute Wahl. Charismatische Persönlichkeiten allesamt.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass ein großer Teil der "Traditionalisten", die ohnehin mit dem Tod der starken Stimme eines Erzbischofs Dyba ihren Fürsprecher verloren haben, lange Zeit gegen Lehmann gegrummelt hat. Aus dem Blickfeld geraten ist nämlich über die Jahre hinweg, dass die "Kirche" nicht nur aus den seligen Katholikentagsbesuchern mit dem verklärten Blick besteht, sondern vor allem aus Menschen mit zum Teil dörflicher Frömmigkeitsstruktur und einer seit Jahrhunderten gelebten lithurgieschen Volksgläubigkeit.

Denn die Kirche in Deutschland ist trotz der demokratischen Sonderstellung ausgesprochen "schwach" und zwar selbst in sogenannten erzkatholischen Gegenden. Das liegt daran, dass in der kath. Kirche in den letzen Jahren tonangebend oftmals liberale Beliebigkeit und Zeitgeistlichkeit Einkehr gefunden hat.
Warum schaffen es ausgerechnet Sekten mit sehr stringenden Strukturen den Kirchen die Mitglieder abspennstig zu machen ?? Diesen Verfall an Mitgliedern konnte leider auch ein "Volks-Bischof" wie Lehmann nicht aufhalten.

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