In den Strukturschwachen Gegenden, um sie dort zu halten, anstatt den Männern mehr Bildung zukommen zu lassen.
Schon klar. Förderung von Männern wäre ja ein Frevel.
Gratuliere, ein sehr gelungener Leserkommentar!
war die Überschrift einer Suada von S. Gaschke in der ZEIT.
Noch tanzen sie vor Freude über ihren Sieg, einen Sieg, der alle in den Abgrund reißt.
Und jetzt?
Werden die Rollen getauscht?
Werden sich jetzt die Powerfrauen zur fröhlichen Selbstverwirklichung verdrücken, während Mann (je nach Studie) 40 bis 80 Stunden täglich kostenlose Frondienste als Haus-, Putz- und Sexsklave leisten muss?
Schön wär´s ja. Aber die letzten Unterhalts-Urteile von BGH und BVerfG lassen nicht vermuten, dass Frauen arbeiten wollten. Im Gegenteil, die schaffen immer mehr Unterhaltstatbestände, auf deren Basis die Einkommen ohne Gegenleistung beziehen.
Und der Widerstand gegen Vaterschaftstests zeigt, dass Frauen nach wie vor nicht bereit sind, ihr Tun selbst zu verantworten.
Die jetzt triumphierenden können sich ruhig fragen, wer die Arbeit macht, wenn die Männer auf´s Abstellgleis geschoben werden. Denn (auch wenn die Femi-Fraktion gleich vor Wut aufheult) Frauen arbeiten nicht.
Wenn Männer nicht mehre Konzerne leiten, wenn Männer nicht mehr die Mülltonnen leeren,
wenn Männer keine Unternehmen mehr gründen, wenn Männer keine neuen Maschinen, Verfahren und Anlagen entwickeln, wer tut´s dann? Frauen definitiv nicht.
Aber wer?
Thomas Fischer.
Wenn Frauen irgendwo schlechter abschneiden, liegt das selbstverständlich an der Diskriminierung. Das hat die feministische "Wissenschaft" in hunderten "wissenschaftlichen" Untersuchungen "bewiesen".
"Skandal" ruft da schon mal voll ehrlicher Empörung die Kanzlerin (FAZ 06.03.07, Merkel beklagt Frauenmangel im Management). Und die Website des Ministeriums für alles außer Männer strotzt nur so von Initiativen, die die Diskriminierung der Frauen bekämpfen.
Wenn jedoch Männer schlechter abschneiden als Frauen – sind sie selbst schuld.
Logisch. Ansonsten müssten ja die Privilegien der Frauen angetastet, die Frauenfördermilliarden zu den Männern umgeleitet werden.
Und das werden die selbstlosen, sanften Damen ums verrecken nicht zulassen.
Nach dem ersten Irrglauben, dass deutsche Schulsystem gerecht und allen anderen überlegen sei, gerät also nun zunehmend ein weiteres (pädagogisches) Dogma ins Wanken. Die Vorstellung, Jungen könnten in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen benachteiligt sein, scheint etwas Revolutionäres anzuheften. So musste auch ich des Öfteren in schmunzelnde Gesichter blicken, als ich mich mit Freunde oder Kommilitonen in Seminaren (ich bin Lehramtstudent) über diese Thematik unterhalten habe.
Auffällig an dieser allgemeinen Besorgnis ist, wie plötzlich sie hereingebrochen ist. Dabei zeigen Schulstatistiken – und nicht zuletzt die PISA-Befunde - schon seit längerem, dass der kleine Unterschied große Folgen auf das Bildungsverhalten hat. Männliche Schüler sind überproportional häufig von Bildungsarmut betroffen: sie sind an leistungsschwächeren Schulen überrepräsentiert, verlassen die Schulen doppelt so häufig ohne Schulabschluss, dominieren bei Sitzenbleibern, haben schlechtere Noten etc. Die Verdummung der Jungen ist vielleicht kein gewolltes Ergebnis der deutschen Bildungspolitik, aber zumindest doch das Resultat einseitiger Konzentration auf die Schwächen der Mädchen.
Und zwar Selbstkritik der Ostdeutschen. Wir haben uns allzusehr daruf verlassen, dass wir schon mitgenommen werden. - Lernen!? - Wozu?! - Allgemeinbildung!?- Muss das sein?!
"My Home is my Castle!" und "Nach mir die Sintflut!"
Vom Betrieb zu DDR-Zeiten weis Gott angotene Qualifizierungs-Möglichkeiten wurden strikt und Vorgabe familiärer Gründe, eigentlich nur aus Gründen der Faulheit,
abgelehnt!
Worin sollen die erhebelichen Benachteiligungen liegen? (Werden Jungen kosequent schlechter bewertet? --> alles Quatsch-)
Aus eigener Erfahrung kann ich nur kurz und knapp sagen. Der Erfolg in der Ausbildung liegt allein am Wille und Antrieb der Person zum Lernen.
Dabei soll nicht jeder 1en schreiben, dies ist nicht das Ziel. Vielmehr sollte jedem klar sein oder klar gemacht werden worin die Potentiale einer soliden Ausbildung liegen. Dabei spielen die Eltern eine wichtige Rolle, vor allem bei der Motivation der Jugendlichen.
Ob Ost, West, Süd oder Nord. Bildungsmöglichkeiten sind jedem gegeben. Es liegt nun an jedem in welchem Maße er dieses Angebot nutzt und sich im mittlerweile globalen Wettbewerb durchsetzt (dessen Chancen für sich nutzt).
thomas
Vielleicht kann man es doch endlich als Erfolg sehen, dass die Mädchen in den letzten Jahrzehnten gelernt haben, dass sie sich kümmern müssen, wenn sie es im Leben zu etwas bringen wollen und nicht als Hausfrau und Nur-Mutter oder in benachteiligten Jobs enden wollen. Das Ergebnis ist: sie haben die Freiheit zu wählen. Ein Erfolg.
Schade nur, dass in dem Artikel mit lapidaren Argumenten "in der Schule gibt es nur Lehrerinnen", "es fehlen die männlichen Bezugspersonen" einer bequemeren Haltung von Jugendlichen die Absolution erteilt wird. Auch vor 20 Jahren gab es primär Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und auch schon viele alleinerziehende Mütter. In dieser Generation sind die Männer nicht aus diesen Gründen auf der Strecke geblieben. Ich würde mir eine ausgewogenere und fundiertere Argumentation zu diesem Thema wünschen.
Birgit Urban
die brauchen auch wir männer,sonst werden wir weiter ins hintertreffen geraten.
ich halte nicht viel davon,
den "Geschlechterkrieg" weiterzuführen,
wer nun mehr "benachteiligt" ist,
leider ist dabei die genetisch positive Beziehung zwischen den Geschlechtern völlig auf der Strecke geblieben.
Eine Männerhasserin, die noch dazu lesbisch ist, bekommt das Bundesverdienstkreuz.
Das gesellschaftliche Problem ist doch, dies wieder ein wenig zu kitten.
Die Erziehung scheint mir allerdings für Jungs etwas defizitär.
Es gibt verhältnismäßig viele 2.-Berufene, die den steinigen Weg von Abendschulen etc. beschreiten, also muß am Anfang doch einiges schief gelaufen sein.
Ich kann der Behauptung, die Jungs seien in den neuen Ländern benachteiligt, nicht folgen.
Tatsächlich gibt es doch im Westen mehr Vollzeitmütter und Hausfrauen, als im Osten. Kindergärten und Grundschulen sind in Westdeutschland (bis auf die Grundschulleitung) nahezu vollständig in weiblicher Hand. Und dies ist schon seit Jahrzehnten so. Erst jetzt liegt aber die Situation vor, dass Frauen gleich gut oder gar besser gebildet sind, und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies an den angeblich mangelden männlichen Bezugspersonen liegt - denn an denen mangelt es schon seit langem.
Meiner Meinung nach gibt es 2 Gründe für die bessere Bildung von Frauen:
- früher wurde Frauen häufig Bildung verwehrt. Dies hat sich erst in den letzten 25 Jahren geändert.
- Frauen verdienen immer noch wesentlich weniger. Die höhere Bildung kompensiert Defizite, wie z.B. geringes Selbstbewusstsein (- Frauen sind angeblich in ihren Gehaltsforderungen zu bescheiden), und geringere Arbeitszeit (z.B. aufgrund von Schwangerschaftspausen).
Jungen Männer haben hingegen angeblich ein gesundes Selbstbewusstsein und so gut wie keine familienbedingten Auszeiten. Sei können sich eine schlechtere Bildung leisten.
haben sich an der These, wer schlechte
Noten kriegt weil er den Prüfungsstoff
nicht beherrscht sei dafür keineswegs
verantwortlich, abgearbeitet.
Schuld war immer das "System mit seinem
Lernterror", das die "Andersbegabung"
nicht zu würdigen wusste.
Schön, dass derartige Ideen wenigstens
eine späte Adelung durch die FAZ erfahren.
Laden Sie sich das Original 'runter. Es steht unter www.berlin-institut.org. Nehmen Sie sich ein Tässchen Espresso zur Lektüre und fünf Minuten Zeit. Es lohnt sich!
Sie werden nämlich feststellen, dass die Autoren der Studie auf sehr charmante Art die Grundfrage der ganzen Malaise benennen: Hat unser Bildungssystem überhaupt das richtige 'Produkt'?
Es halt nicht aus, nach X erkenntnisreichen Jahren zu bejammern, das Mädchen besser gefördert werden als Männer. Die real existierende Schule kann's kaum anders. Sie ist nicht männlichen Lernmustern gerecht und damit mehr als der Hälfte ihrer Kunden unnütz.
Kurfristige Nachbesserung allein hilft wenig: Limonaden-Spender brauen halt keinen guten Kaffee ...
Genau das, was Sie gschrieben haben, habe ich mir auch gedacht. "Jemand müßte mal ..., damit ich ..." ist tatsächlich das Credo der heutigen Zeit, jedenfalls in Deutschland.
Es wird zunehmend als selbstverständlich betrachtet, daß man von allzeit bereitstehendem Betreuungspersonal motiviert und zum Erfolg getragen wird.
Untersucht man aber mal, was die Leute für sich selbst tun bzw. zu tun bereit sind, dann sieht's schlecht aus.
"Schule, motiviere und unterhalte mich jeden Tag! Stelle mir tolle Geräte zur Verfügung, damit ich immer was zum Spielen habe! Führe mich zum Einserabitur! -- Aber bitte, bitte, bitte -- verschone mich mit der lästigen und anstrengenden Lernerei ..."
Und überhaupt -- worin besteht denn nun genau die Benachteiligung der Jungen in der Schule? Das wird oft so gesagt, aber nicht weiter erklärt.
Leider erwähnt der Autor mit keiner Silbe,
worin diese Benachteiligung bestehen soll.
Ich habe Schule und Studium so in Erinnerung,
dass man für eine Prüfung lernt und an seinen
Ergebnissen gemessen wird und dafür eine Note
erhält. Mit anderen Worten: nix gelernt, also
schlechte Note.
Hält der Autor Jungen für unfähig, zu lernen
und dadurch biologisch benachteiligt oder ist
das Bildungssystem schuld, weil es keine für
aus biologischen Gründen lernunfähige Jungen
adäquaten Studienfächer anbietet ?
Und worin sollen diese Studienfächer bestehen,
Leistungskurs in Raufen, Diplom im Komasaufen ?
(während wir uns gleichzeitig mit Recht über
manche weibliche Quoten"wissenschaftlerin"
in Schwafelfächern ohne jede Qualifikation beschweren)