Befriedung des Libanons

Eine ungemütliche Mission

Nach der vereinbarten Waffenruhe ist noch nicht zu erkennen, wie die Hizbullah-Miliz entwaffnet werden soll. Gefordert wurde das schon in früheren UN-Resolutionen, am Ende ließ man Nasrallahs Leute aber gewähren. Das darf sich nicht wiederholen.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. August 2006 15:10

Mogelpackung

Klaus-Henning Bähr (henning_baehr)

Die am lautesten nach einem sofortigen Waffenstillstand gerufen haben, können jetzt beweisen, ob sie eine Alternative zur israelichen Antwort auf den Hizbullah-Terror haben und willens, vor allem aber fähig sind, sie in die Tat umzusetzen. Sollte nichts weiter dabei herauskommen, als eine Aufstockung der flügellahmen UNO-Truppe, die noch nie einen Angriff auf Israel verhindert hat, ist dieser Waffenstillstand eine Mogelpackung, die nur neues Leid hervorbringen wird. Fanatische Gewalttäter sind nur durch Androhung und notfalls Anwendung angemessener Gewalt aufzuhalten. Eine UNO-Schutztruppe für den Libanon, die diesem Anspruch genügt, wird unter hohem Risiko operieren müssen. Die Deutschen sollten sich dabei, wenn sie gefragt werden, nicht hinter anderen verstecken. Hier könnten sie nach allem, was unser Land den europäischen Juden angetan hat, dazu beitragen, dass die Nachkommen der Überlebenden in Frieden leben können!

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14. August 2006 12:55

Eiertanz mancher PolitikerInnen ist unterträglich

Gerhard Falk (gerhardfalk)

Dieser "Eiertanz" der BundespolitikerInnen ist mal wieder unerträglich. Kaum einer, der eine klare Meinung hat, diese äußert und auch bei Gegenwind mal dabei bleibt.

Gerade bei sensiblen Themen hätten wir - die WählerInnen - es gerne, wenn man sehen könnte, wes Geistes Kind der/die
Politiker/Politikerin ist.

Unserer Geschichte und gerade dem Thema Israel wäre es geschuldet Klartext zu reden und nicht auf die Quote zu schielen.

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14. August 2006 12:00

Bundeswehr in den Libanon

Robert Maurice Demgenski (Demgenski)

Herr Sutter,
Ich kann zwar verstehen, dass sie wegen ihres Sohnes besorgt sind, sie liegen aber dennoch falsch. Erstens passt der begriff "terroristen" sehr wohl zu "Freiheitsbewegungen" wie Hamas, Hizbollah und Taliban, denn sie versuchen durch terroristische Aktionen Bevölkerung und Medien zu Beeinflussen, wodurch zivile Opfer enstehen.
Ich darf sie daran erinnern, dass vor dem Krieg der Frieden schon in Sichtweite geraten war - Hamas und Hizbollah haben wir diese Eskalation zu verdanken. Und, ich bitte sie, Deutschland wagt es nicht Druck auf Israel auszuüben, und das nennen sie politisches Unvermögen?! Die deutsche Regierung macht nicht genug Druck auf den Libanon, der Hizbullah, und der Hamas, dass ist das Problem. Sie stellt sich nicht genug als Verbündeter Israels dar (die Rolle des "Vermittlers" ist komfortabler), und das sollten wir doch eigentlich sein, denn wie es im Artikel richtig steht, dieser Konflikt ist ein "Kulturkampf zwischen westlichem Liberalismus und islamischem Fundamentalismus". Damit sollte die Frage, auf welcher Seite wir den stehen, schon beantwortet sein.

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14. August 2006 10:23

Risiko deutscher Soldaten

jörg sutter (jsutter)

Mein Sohn ist bei der Bundeswehr. Man fürchtet dort - wie in Afghanistan - zur Zielscheibe der Rebellen zu werden (der Begriff "Terroristen" paßt nicht auf regionale Freiheitsbewegungen wie Hamas, Hizbollah und Taliban), da die politischen Ursachen nicht angegangen werden.
Bereits jetzt haben israelische Politiker deutlich gemacht, daß sie nach dem Krieg "erst recht nicht" die besetzten Palästinensergebiete zurückgeben.
Deutschland wagt es nicht, politischen Druck auf Israel auszuüben. Sollen deutsche Soldaten dieses politische Unvermögen ausbaden? Ganz offensichtlich hofft die israelische Regierung, die Hizbollah werde dann die UNO-Truppen angreifen. Dann ist wieder ein Grund, den Palästina-Konflikt fortzusetzen.
Übrigens: Wer fordert eigentlich die Entwaffnung Israels?

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