Sarkozy in Großbritannien

Im Dreieck Paris-London-Berlin

Immer wenn sich die Beziehungen zwischen den drei besonders Großen unter den Großen in der EU im Fluss befinden, kommt in der Diplomatie Eifersucht auf: Die Vorstellung, dass der Dritte betrogen werde, wenn sich die beiden anderen Partner näherkommen, ist nicht auszurotten. Von Günther Nonnenmacher

Lesermeinungen zum Beitrag

29. März 2008 00:10

Ja zu französich-britischer Zusammenarbeit!

Josef Bujtor (Mramorak)

Die Zusamenarbeit zwischen Frankreich und Britannien ist gut für Europa - ganzgleich was Leserkommentatoren schreiben!
Der Asuverkauf der freiheitlichen Demokratie und der Ausverkauf der Technologie in Deutschland und Europa, den unsere Regierung eröffnet hat, kann nur durch die zwei Länder angehalten werden. Und deswegen der Widerstand in unserem Land. Europas Linke müssen lernen! Sollen sie doch den Kommunisten in Tibett helfen, denn die werden nichteimal mit dem einfachen Volk in Tibett vertig - aufgehts nach Lhasa mit euch.

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27. März 2008 17:06

Armes Frankreich

Winfried Frenzle (Euluna)

So wie ich die Mehrheit der Franzosen einschätze, stellte sich schon bald nach der Wahl die Ernüchterung ein. So mancher Wähler wird es bereut haben, das sie nicht auf die sozialistische Rivalin Ségolène Royal gesetzt haben. Nun ja, was soll es? Marianne hat eben auch einmal in den politischen Fettnapf getreten, in dem der Michel bereits seit 1982 einen festen Sitz hat. Doch die Franzosen werden den Spuk bei der nächsten Wahl beenden. Bleibt nur zu hoffen, dass bis dahin "le petit Clearstream-Nain" es nicht doch noch schafft, Tony Blair als erster EU-Ratspräsident durchzusetzen. Denn weitaus größere Verdienste für Europa hat der Luxemburger Jean-Claude Juncker.
Winfried Frenzle (Euluna)

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27. März 2008 12:56

Loosertreffen in London

rene dustmann (reduma)

Sorko bringt nichts auf die Matte und sein Kollege in London tappt auch im Dunkeln. Aus zwei Einbeinigen wird kein Sprinter, darum macht sich hier sicher auch niemand Sorgen über das Schaulaufen in London.

Nur weil aus der Rolex mittlererweile ein Ex-Groupie geworden ist wird das politische Gehopse von Sarkozy nicht gehaltvoller. Das zeigt auch die Presse ganz nett auf: es geht kaum um Politik, statt dessen aber volle Kanne um Frauen, Klamotten und Etikette.

Wenn schon die politischen Ambitionen Sarkozys verhüllt bleiben wissen wir jetzt wenigstens wie Frau Sarkozy nackt aussieht. Premier Dame nackt, das zumindest haben die Franzosen den Deutschen voraus.

Dieser Vorsprung sei ihnen gegönnt.
Bleibt zu hoffen, daß sich hier kein Ehrgeiz in dieser Sache entwickelt und die Regierung mit eine Pinup ihrer weiblichen Stars aufzuschließen versucht.

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27. März 2008 10:25

Herr Richter..

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

.. was soll das? Lassen Sie die Türkei aus dem Spiel!
Ausserdem unterstützt Grossbritannien,Italien, Spanien und Griechenland die Türkei im Gegensatz zu Frankreich und Deutschland sowie Österreich.
Ein Bündnis zwischen Grossbritanien und Frankreich gegen eine "EU Dominanz"der Türkei wie sie es schildern ist einfach lächerlich und sicher ein vorgezogener Aprilscherz. GOTTSEIDANK wird die TÜRKEI auch niemals EU Mitglied.Denn die Mehrheit der EU Bevölkerung und die Mehrheit der Bevölkerung der Türkei sind gegn einen Mitgliedschaft. So ist es gut und so soll es bleiben.

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27. März 2008 08:01

Herr di Stefano.

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

.. vielen Dank für Ihr Kommentar.Sie haben es auf den Punkt gebracht.
Ich würde nur noch Visionslosigkeit oder Visionsunfähigkeit dem CDU/CSU Flügel der Regierung bescheinigen.

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27. März 2008 07:56

"Vorsicht" ist zugunsten einer gemeinsamen EU-Diplomaite geboten

Hubert Thönes (HuThoenes)

Im Gegensatz zur diplomatischen Ausrichtung von Deutschland in Richtung EU, ist man in Frankreich und England, als "Grand Nation" und "Britisches Empire", immer noch in den außenpolitischen Taktiken der Vergangenheit verfangen. Die Franzosen haben die EU-Verfassung durch Referendum abgelehnt und die Engländer kehren der "Euro-Zone" den Rücken. Wenn jetzt Sarkozy in England seinen Staatsbesuch mit Pomp zelebriert, ist dies zunächst einmal nicht mehr wie ein Schauspiel vergangener Tage. Interessant wird es aber, wenn sich Sarkozy, als fränzösischer Staatspräsident, nun zur Aufstockung von Nato-Kontingenten bekennt, mit England beim Bau von Atomkraftwerken kooperieren will und er sich tatsächlich für den ehemaligen britischen Regierungschef Tony Blair als neuen EU-Präsidenten einsetzen sollte. Ohne vorherige Absprache über Inhalte und Ziele der EU-Politik wird eine solche Fürsprache von Sarkozy zugunsten von Blair aber sicherlich nicht erfolgen. Und deshalb ist in der Dreiecksbeziehung Paris-London-Berlin nicht die "Eifersucht" untereinander maßgebend , sondern es ist auch eine deutsche "Vorsicht" zugunsten einer "gemeinsamen" EU-Diplomatie geboten.

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26. März 2008 21:22

Frazösische Außenpolitik

Alfredo di Stefano (alfredo)

Egozentrisch - wie Nonnenmacher die französische Außenpolitik nennt - ist mindestens genauso die Außenolitik, die seit gut zehn Jahren in Berlin gemacht wird. Wie anders als egozentrisch kann man die Obesseion nennen, mit der in Berlin unter Fischer bzw. Steimneier das Ziel verfolgt wird, der der Bundesrepublik einen festen Sitz im Sicherheitsrat zu sichern. Egozentrisch auch die Arrognaz, mit der in Berlin der Nachbar Polen sytematisch gedemütigt und dem neuen Zaren in Moskau gehuldigt wird. Egozentrisch das Misstrauen gegenüber der Türkei, egozentrisch das Vorpreschen auf dem Kosovo usw. Von den deutschen Journalisten, die sich zu außenpolitischen Fragen äußern, würde ich mir mehr Unabhängigkeit von den offiziellen Positionen des Bundesaußenministeriums wünschen.

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