Kohlekraftwerk in Hannover: CO2-intensive Stromproduktion

Energiepolitik

Stromausfall nicht ausgeschlossen

Im Jahr 2020 werden in Deutschland die Kapazitäten von zehn Kohlekraftwerken fehlen. In der Energiepolitik sägen die Deutschen unbekümmert an dem Ast, auf dem sie sitzen. Am Klima- und Energiekonzept der Bundesregierung und Gabriels Prognosen sind Zweifel angebracht. Von Stefan Dietrich

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Juni 2008 10:31

Kernkraft gefährdet die Versorgungssicherheit

Paul Rabe (heidelpaul)

Kernkraftwerke benötigen für einen sicheren Betrieb ausreichend Kühlwasser. Im Sommer 2003 konnte die französische Stromversorgung nur deshalb aufrecht erhalten werden, weil alte Kohlekraftwerke jene Kernkraftwerke ersetzten welche wegen Kühlwassermangel ihre Produktion massiv einschränken mussten. Der Klimawandel wird solche Hitzeperioden immer öfters vorkommen lassen. Im Fall eines Störfalles müssen Kernkraftwerke, im Gegensatz zu anderen Kraftwerkstypen, aus Sicherheitsgründen sehr lange vom Netz. Der Reaktor Krümme wurde z.B. auf unbestimmte Zeit abgeschaltet, konventionelle bzw. alternative Kraftwerke gehen bei Störungen fast nie länger als 12 Stunden vom Netz. Sonnen- und Windenergie aus dem EU Binnenmarkt (der kein 'Ausland' ist !) hingegen ist extrem sicher. Diese werden dezentral organisiert, daß der Wind (und erst recht nicht die Sonne) in ganz Europa aber gleichzeitig ausfällt ist noch nie vorgekommen, die Mittelwerte sind sehr stabil.

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18. Juni 2008 15:56

@Rabe

Sven Michaelsen (Der_kleine_Amrumer)

Die neue Nutzung der alten Technik in Spanien ist ein relativ grosser Schritt und im Verhältnis auch effektiv, zumal hier im Vergleich zu den anderen "Öko" -Strom erzeugenden Systemen (ausser Wasser)auch ein Teil des Stroms gespeichert werden kann, also die benötigte Grundlast zumindest veringert werden kann. Da haben Sie nicht unrecht Herr Rabe. Nur: Wir sind dummerweise nicht in Spanien oder anderen "südlichen" Gebieten. und unsere politischen Helden (egal welcher Partei) setzen auch nicht auf obige Techniken oder eähnliches, nein Weiterhin auf nutzlose Windräder, KOHLEKRAFTWERKE, und SONDERMÜLL Photovoltaikplatten etc... und das tollste: die Subventionen über überhöhte Strompreise etc gehen schon mehr als zur Hälfte ins Ausland, denn mehr als die Hälfte aller "Solarzellen etc." kommt bereits aus China, Spanien etc... wir schaffen also auch noch schön Arbeitsplätze im Ausland.

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18. Juni 2008 14:58

Andasol 1 liefert ab 2009 jährlich 176 Gigawattstunden elektrische Energie

Paul Rabe (heidelpaul)

In Spanien wird noch dieses Jahr Andasol 1 und nächstes Jahr Andasol 2 in Betrieb gehen. Andasol 1 benötigt grade mal 1,3km2 Fläche und wird pro Jahr 176 Gigawattstunden elektische Energie liefern. In Spanien gibt es noch Ödland und Platz für zehntausende solcher Kraftwerke und mit jedem weiteren Kraftwerk sinken auch die Kosten weil durch Massenproduktion die verwendeten thermischen Solarelemente (keine Solarzellen !) viel billiger werden. Der effiziente Langstreckentransport der Energie durch HGÜ ist technisch auch kein Problem und wurde von Siemens in China auf ähnlichen Langstrecken längst realisiert. Leider scheinen manche Kommentatoren bei der FAZ technologisch noch im letzten Jahrhundert zu stecken.

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18. Juni 2008 14:56

Baut mehr Atomkraftwerke !

Markus Teuber (arathorn)

Der Atom-Strom- die klimafreundlichste und unschädlichste Alternative ? Wirklich ?! Atomstrom ist solange klimaneutral und umweltunschädlich,bis der Korken knallt!Dann aber,wenn ganze Landstriche verstrahlt sind,ist es aus mit der Umweltfreundlichkeit. Obwohl - in einem Land(strich),in dem infolge tödlicher Strahlenwerte keine Menschen mehr leben,werden aus keine (Auto-,Heizungs-)Abgase und sonstige Klimakiller erzeugt. Insofern hat die Atom(Strom)Lobby nicht unrecht.Atomkraftwerke SIND umweltfreundlich.Wenn sie so richtig schön strahlen!

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18. Juni 2008 12:56

Deutschland in der Falle des Klimawahns.

Daniel J Hahn (137)

Die Energiepolitik der Bundesregierung ist von Prämissen bestimmt, die nur auf konstruierten Annahmen beruhen. Ein qualitativer Zusammenhang zwischen der CO2 Konzentration in der Atmosphäre und der angeblichen Erwärmung ist nicht bewiesen. Dennoch konzentriert sich die sog. Klimapolitik genau auf dieses Feld und will mit absurd teuren und, mit Blick auf die Förderung der Photovoltaik, geradezu asozialen Projekten - anders kann die Ausplünderung der Bürger über die EEG-Umlage auf den Strompreis zugunsten weniger Profiteure nicht genannt werden - CO2-Emissionen verhindern. Dabei wäre allein mit Verweis auf die steigenden Kosten für fossile Energieträger, eine effektive Sparpolitik möglich, die nicht ideologisch verblendet Milliarden Euro verschwendet, sondern sinnvolle Investitionen fördert. Ein Blick auf die Grundlastverteilung zeigt deutlich, wie abwegig die politisch gewollte Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke ist. Wir werden sicher keine Stromausfälle erleiden, aber für Atomstrom aus dem Ausland sehr teuer bezahlen. Aber Herr Gabriel, der lieber allein im Jet der Flugbereitschaft sitzt, als Linie zu fliegen, will als Moralapostel die Menschen, die er im Namen seines CO2-Gottes schröpft, zur Enthaltsamkeit zwingen.

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18. Juni 2008 11:49

Schon klar Herr Kahn,

Sam Tyler (InYourDreams)

wenn man bestimmte Punkte anspricht, ist man auf jeden Fall als Lobbyist unterwegs. Antworten auf die sich stellenden Fragen? Fehlanzeige. Wie soll nochmal die absehbare Versorgungsluecke geschlossen werden? Sind die Annahmen hierfuer realistisch? Warum nicht auch mal ein effizientes Instrument zur Erreichung der Klimaziele einsetzen? Kann ein Klimaziel ueberhaupt erreicht werden? Und hat das Klima etwas mit CO2 zu tun...

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17. Juni 2008 17:47

Auf die Vergangenheit zu setzen hat noch nie geholfen

Richard Kahn (glup)

Warum geht es dem deutschen Versorgungsnetz schlecht? Weil der Strom zu billig ist? Ganz sicher nicht wie die Jahresabschlüsse der Deutschen Versorger eindeutig belegen. Es ist strategische Entscheidung der Energiekonzerne nicht die Netze zu modernisieren. Das gleiche bei den Kraftwerken selbst: Wer zahlt die Zeche für die Nutzung nicht nachhaltiger Energieträger wie Kohle und Uran? Die Entscheidungsträger in den Konzernen die heute so eifig Lobbyarbeit mach das sie selbst hier in der FAZ landet? Das wäre Systemfremd. Die derzeitigen Aktionäre der Energieerzeuger? Höchst unwahrscheinlich. Es werden unsere Enkel sein auf deren Kosten wir uns jetzt ein verschwenderisches Leben genehmigen. Uns mit dem _Atomausstieg_ und den _Klimazielen_ *gleichzeitig* klare und mehr als angemessene Grenzen zu setzen ist das mindeste was wir zu tun haben. Was bringen Energieträger mit "Ewigkeitslasten" wie Kohle und Uran? Ein paar Jahrzehnte Profit und ein "lockeres Leben" und danach Jahrhunderte Probleme. Das ist nichts anderes als auf Kredit zu Leben und die Schulden anderen überlassen zu wollen. Meines Wissens nennt sich das im Strafrecht Betrug.

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