Ihrer Frage nach dem Abwehrsystem muß man wirklich nachgehen!
Ist es notwendig, dass die Amerikaner eine Raketenabwehr innerhalb der EU installieren und jegliche Mitsprache und Mitarbeit der Europäer verweigern? Das sind Ansprüche, die normalerweise Besatzermächte erheben.
Die eigentliche Bedrohung für Europa resultiert aus den fragwürdigen Kriegen der Amerikaner und dieser Imperialismus fordert Verteidigungslinie. Dieses Abwehrsystem soll später als Bollwerk genutzt werden, um die Ölreserven im Nahen- und Mittleren Osten zu schützen, die natürlich von den Amerikanern ausgebeutet werden.
In Europa soll lediglich der Glaube am Leben gehalten werden, dass die Gefolgschaft später mit kontinuierlichen Öllieferungen honoriert wird.
Diese Luftschlösser zeichnen unsere Politiker, da sie glauben imaginäre amerikanische Hinweise erhalten zu haben.
Denn es war schon immer so:
Mit den DUMMEN treibt man die WELT um - man muß nur dafür sorgen, dass ihre Luftschlösser immer groß genug bleiben - das ist eine amerikanische Spezialität.
Sehr geehrter Herr Busse,
welchen Sinn hat eine strategische Rakentenabwehr in Polen und Tschechien wenn sie nicht gegen russische Raketen gerichtet ist? Werfen Sie doch mal selbst einen Blick auf eine Karte. Eine Raketenabwehr zum Schutz vor iranischen Raketen müsste in der Türkei oder Griechenland stehen Andernfalls wären diese NATO Partner und Verbündeten schutzlos.
Das Russische Arsenal an Nuklearwaffen wird auf 16000 geschätzt. Davon sind 7200 aktiv. Der Rest ist in Reseve.
Wie Sie ganz richtig bemerkten, wäre die geplante Raketenabwehr dagegen nutzlos.
Das es nicht weniger russische Sprengköpfe sind, verdanken wir übrigens George Bush. Bush lehnte 2003 den SORT Vertrag und damit eine Reduktion auf 2200 Sprengköpfe ab. Ebenso erging es dem russischen Angebot, einer weiteren Reduktion auf 1500 Sprengköpfe. Aber diese Information hielten Sie wohl für nicht weiter wichtig.
Russlands Bereitschaft zur Reduktion ist glaubwürdig und der Iran hat (noch) keine Atomwaffen. Das Projekt "Raketenabwehr" ist ein Relikt aus dem kalten Krieg.
Vor russischen Raketen schützen Verträge weit wirksamer. In den Fällen Iran und Nordkorea hilft wohl leider nur ein Präventivschlag.
NetFiddler
Wie kann man allen Enstes 'Menschenschindern', wie z. B. dem us-amerikanischen Regime, vertrauen.
Eine Führung, welche vermutlich für schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich ist (unprovozierte Angriffskriege / Massenmord u.v.a.m. z. B. im Nahen und Mittleren Osten) ist völlig ungeeignet in irgendeiner Weise eine Schutzfunktion oder gar Sicherheit zu bieten.
Zumal eine "Bedrohung" eher auf eine Paranoia der US-Amerikaner zurück zu führen - real aber nicht erkennbar ist.
Habe in der Vergangenheit immer wieder sehr gute und gut recherchierte Artikel in der FAZ gelesen. Offensichtlich ist Herr Busse, neben Herrn Ruehle, in der Lage die Realitaet wirklich zu begreifen. Dies kann man von vielen anderen leider nicht behaupten, wenn ich die ein oder andere Lesermeinung lese.
Ist es denn so schwierig, die Zusammenhänge möglichst einfach zu erfassen.?
Iran hat Raketen, die z.B. vom Libanon aus von der Hisbolla via Israel abgefeuert wurden.
Iran entwickelt Raketen mit immer größerer Reichweite, die auch Europa bedrohen können.
Iran hat das Ziel, Uran anzureichern und errichtet entsprechende Zentrifugen, um diese Kapazität auszubauen.
Hieraus können Atomwaffen entwickelt werden.
Iran droht unverholen Israel mit Vernichtung.
Iran spielt mit der atomaren Aufsichtsbehörde.
Iran unterstützt die Shiiten im Irak mit Personal und Material.
Irans derzeitiger Staatspräsident ist unberechenbar, was er mehrmals bewiesen hat.
Und da soll man die Augen verschließen und darauf hoffen, dass ja nichts passiert.
das hatten wir doch schon mal von1933-1945.
Das sollte doch eigentlich reichen.
Der Verfasser unterstellt ungeprueft das Bestehen von Bedrohungen fuer Deutschland und Europa UND uebersieht geflissentlich, warum wir Europaer uns diesen (vermeintlich notwendigen) Schutz ausgerechnet von den Amerikanern (!) aufdraengen lassen sollen. Ausgerechnet von einer Macht, die in Iraq und Afghanistan unendliche Schuld auf sich geladen und damit aussenpolitisch selbst diskreditiert hat. Busses Blauaeugigkeit.
Herr Busse beleuchtet die derzeitige Situation haarscharf und legt die Schwachstellen unseres politischen Systems sowie der so genannten Gesellschaft bloß.
Das ist auch höchste Zeit, damit der Nebel, der sich in vielen Köpfen festgesetzt hat und stets gepflegt wird, sich allmählich lichtet.
Was man aus vielen Beiträgen heraus lesen kann, stimmt
mich sehr nachdenklich. Denn Realitätsverlust ist der erste Schritt in eine gefährlich sich entwickelnde Zukunft, bei der Hardliner unauffällig Kernwaffen entwickeln.
Und alle schauen zu, weil die Dimension offensichtlich nicht begriffen wird oder nicht zur Kenntnis genomen wird.
Auf dem Klavier eines Antiamerikanismus läßt sich leichter spielen, weil es dem Trend entspricht und schick erscheint.
Hoffentlich lesen ihn auch die Linken und die die Orakler des "Wettrüstens" mit Rußland (ist ja zum totlachen, wenn es nicht so tragisch wäre, was wir für ideologisch verblöndete Politiker wir haben).
Nikolas Busse for Pulitzer-Preis!
(Ein System, mit dem die Vereinigten Staaten sicher vor russischen Raketen wären, käme mit zehn Abfanggeschossen in Polen und einem Radar in der Tschechischen Republik bestimmt nicht aus usw.)
Entschuldigung, aber ein oder zwei Abfanggeschossen reichen aus um eine richtige radioaktive Verseuchung
in Europa zu produzieren, und im falle eines Konfliktes
mit den USA währe dies für Europa ein Stich ins Herz....
Man hört es immer wieder: "Raketenabwehr bedroht doch niemanden".
Dabei ist eine wirksame Verteidigung seit Urzeiten die Voraussetzung für einen Angriff. Wenn ich einen kugelsicheren Anzug trage stelle ich mich jedem Pistolen-Duell - so einfach ist das.
Wilhelm Busch hat das Thema auch schon mal erörtert...
hier sei er zitiert.
Bewaffneter Friede
Ganz unverhofft an einem Hügel
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt
Bewaffnet, doch als Friedensheld.
Wilhelm Busch
Ich fühle mich viel mehr durch die Dummheit unserer Politiker bedroht. Die Schweiz fährt seit Jahrzehnten mit ihrer Neutralität gut.
Waren wir in der Zeit des kalten Krieges sicherer, als West und Ost bis an die Zähne bewaffnet waren???
Sind wir nicht auch durch israelische und russische Atomwaffen bedroht???
Ich habe mich schon lange nach einem Artikel wie diesem gesehnt.Die anti-amerikanische Stimmung, die in unserem Land verbreitet wird, ist einfach nur unerklaerlich und absurd.Es ist schon erschreckend Umfragen zu sehen, die angeben, dass die Mehrheit der Leute in Deutschland Amerika als groessere Bedrohung sehen als Iran!Nun muss man sich die Frage stellen, woraus diese Meinung resultiert.Dies ist wohl zum grossen Teil den Medien zuzuschieben die eine einseitige, negative Kritik an den USA ausueben.Auch scheint es so, als haetten viele Leute die Vergangenheit vergessen, in der uns die Amerikaner viele Male geholfen haben (Marshall Plan, Luftbruecke, Militaerunterstuetzung gegen die UdSSR, etc.). So haben wir uns selbst in eine Situation hineingebracht, in der wir uns (unnoetigerweise) an einem naeherrueckendem Scheideweg befinden. Entweder wir fuehren unsere bisherige Politik fort und binden uns nicht an die Ziele potentiell gefaehrliche Regimes (mit Zugang zu Atomwaffen)zu stoppen;Ziele der USA. Oder aber wir unterstuetzen dieses Vorhaben und verhindern einen weitere Entwicklung wie in der Weimarer Republik.
So ist mit der Bedrohung duch Iran und andere Laender Vorsicht geboten und wir sollten an unsere eigen Sicherheit denken.
Es ist faszinierend wie sich in diesen Beiträgen fast genau die Meinung des Autors wiederfinden lässt. USA = das Böse alle anderen gut. Fassen wir mal die Fakten zusammen : die USA sind und das kann man ohne Hehl sagen, kaum einen deut besser in ihrer Weltpolitik als ihre sogenanten Schurkenstaaten. Was aber die eigentliche Aussage des Textes ist , was hier scheinbar einige nicht erfassen , ist die Meinung , die ich übrigens teile, dass aufgrund propagandistischer , meinungsmachender Politik in Deutschland eine objektive Diskussion längst nicht mehr möglich ist. Eine Reine Raketenabwehr durch Partiot Raketen Abwehrstellungen und ein Radar stellt defakto kein Aufrüsten dar , weil es sich um ein Passives System handelt, von welchem keine Agressionen ausgehen und welches ebenfalls nicht Russland bedroht. Wobei hier auch interessant ist , warum sich Russland sich eigentlich solch große sorgen macht über ihre Militärische Stärke in Europa ihren "Freunden" (ein Schelm wer...). Sollte es Primär nicht das Ziel einer Deutschen Politik sein, die interessen des eigenen Landes zu vertreten --> nicht pro Amerika, nicht pro Russland sondern Pro Deutschland ? Und das ist die Gefahr die ich im moment sehe, dass dies nicht der Fall ist.
10 Raketen sollen Europa schützen? Wer glaubt so was? Was steckt dahinter? 10+10+10... usw. Raketen? Einkreisung? Von wem? Für wie blöd wird man als Bürger von den USA, vielen deutschen Politikern und Zeitungsschreibern gehalten? Die Franzosen halten es wie es sich bewährt hat. Steigt eine Nuklearrakete auf, kommt sofort die nukleare Antwort. Diese Sprache erhält uns seit den amerikanischen Kriegsverbrechen in Hiroshima und Nagasaki wenigstens den Weltfrieden.
Wir haben 2 Weltkriege ausgelöst und unglaubliches Leid verursacht. Ich glaube das ist Fakt. Und auch wenn andere Staaten Kriegsverbrechen begangen haben (um nicht zu sagen alle Staaten), so war der Holocaust wohl der Schrecklichste. Und erreicht haben wir gar nichts. 60 Jahre später sehen wir auf ein mit Frieden, Vertrauen und gegenseitigem Resprekt gegründeten vereintes Europa. Das ist das was wir anstreben sollten. Krieg ist immer die schlechteste aller Lösungen. Das hat auch nichts mit den Amerikanern zu tun. Die Amerikaner sind sehr nationalistisch eingestellt und damit auch ehr bereit Kriege zu führen. Ich glaube aus ihrer beschränkten Sicht heraus glauben sie sogar, dass das der beste Weg ist. Aber hier, wo mehr als 1Mrd Menschen in den letzten Jahrhunderten durch Kriege gestorben sind, sollte ein anderer Weg gefunden werden. Wir sind die Eltern der USA und die USA unser Kind. Mit ihren 250 Jahren sind sie nur ein Scheiß gegen die 2000 Jahre Chinas oder Europas. Wir sollten aus der Erfahrung lernen und es vormachen wie es geht.