Amerikanische Raketenabwehr: Brauchen wir so etwas auch?

Kommentar

Brauchen wir eine Raketenabwehr?

Selten geht eine Debatte so am Kern der Sache vorbei wie der deutsche Streit über Amerikas Raketenabwehr. Die zentrale Frage angesichts der potentiellen Bedrohung durch Staaten wie Iran und Nordkorea wird schlicht nicht gestellt: Nikolas Busse kommentiert.

Lesermeinungen zum Beitrag

16. April 2007 00:41

Mit Besatzermanier ein EU-Raketenabwehrsystem fordern

A. Malliki (a.malliki)


Ihrer Frage nach dem Abwehrsystem muß man wirklich nachgehen!

Ist es notwendig, dass die Amerikaner eine Raketenabwehr innerhalb der EU installieren und jegliche Mitsprache und Mitarbeit der Europäer verweigern? Das sind Ansprüche, die normalerweise Besatzermächte erheben.

Die eigentliche Bedrohung für Europa resultiert aus den fragwürdigen Kriegen der Amerikaner und dieser Imperialismus fordert Verteidigungslinie. Dieses Abwehrsystem soll später als Bollwerk genutzt werden, um die Ölreserven im Nahen- und Mittleren Osten zu schützen, die natürlich von den Amerikanern ausgebeutet werden.

In Europa soll lediglich der Glaube am Leben gehalten werden, dass die Gefolgschaft später mit kontinuierlichen Öllieferungen honoriert wird.

Diese Luftschlösser zeichnen unsere Politiker, da sie glauben imaginäre amerikanische Hinweise erhalten zu haben.

Denn es war schon immer so:
Mit den DUMMEN treibt man die WELT um - man muß nur dafür sorgen, dass ihre Luftschlösser immer groß genug bleiben - das ist eine amerikanische Spezialität.

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12. April 2007 10:39

Falsche Fragen Herr Busse?

Eckehardt Unruh (NetFiddler)

Sehr geehrter Herr Busse,
welchen Sinn hat eine strategische Rakentenabwehr in Polen und Tschechien wenn sie nicht gegen russische Raketen gerichtet ist? Werfen Sie doch mal selbst einen Blick auf eine Karte. Eine Raketenabwehr zum Schutz vor iranischen Raketen müsste in der Türkei oder Griechenland stehen Andernfalls wären diese NATO Partner und Verbündeten schutzlos.

Das Russische Arsenal an Nuklearwaffen wird auf 16000 geschätzt. Davon sind 7200 aktiv. Der Rest ist in Reseve.
Wie Sie ganz richtig bemerkten, wäre die geplante Raketenabwehr dagegen nutzlos.

Das es nicht weniger russische Sprengköpfe sind, verdanken wir übrigens George Bush. Bush lehnte 2003 den SORT Vertrag und damit eine Reduktion auf 2200 Sprengköpfe ab. Ebenso erging es dem russischen Angebot, einer weiteren Reduktion auf 1500 Sprengköpfe. Aber diese Information hielten Sie wohl für nicht weiter wichtig.

Russlands Bereitschaft zur Reduktion ist glaubwürdig und der Iran hat (noch) keine Atomwaffen. Das Projekt "Raketenabwehr" ist ein Relikt aus dem kalten Krieg.
Vor russischen Raketen schützen Verträge weit wirksamer. In den Fällen Iran und Nordkorea hilft wohl leider nur ein Präventivschlag.

NetFiddler

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11. April 2007 08:07

Welch eine Lachnummer!

Frank Jansen (Jansen.F)

Wie kann man allen Enstes 'Menschenschindern', wie z. B. dem us-amerikanischen Regime, vertrauen.

Eine Führung, welche vermutlich für schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich ist (unprovozierte Angriffskriege / Massenmord u.v.a.m. z. B. im Nahen und Mittleren Osten) ist völlig ungeeignet in irgendeiner Weise eine Schutzfunktion oder gar Sicherheit zu bieten.

Zumal eine "Bedrohung" eher auf eine Paranoia der US-Amerikaner zurück zu führen - real aber nicht erkennbar ist.

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10. April 2007 23:58

Danke fuer Ihren sehr guten Arikel, Herr Nikolas Busse

Sven Hauser (Hauser3)

Habe in der Vergangenheit immer wieder sehr gute und gut recherchierte Artikel in der FAZ gelesen. Offensichtlich ist Herr Busse, neben Herrn Ruehle, in der Lage die Realitaet wirklich zu begreifen. Dies kann man von vielen anderen leider nicht behaupten, wenn ich die ein oder andere Lesermeinung lese.

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10. April 2007 20:54

Raketenabwehr........!

wolf haupricht (emilgilels)

Ist es denn so schwierig, die Zusammenhänge möglichst einfach zu erfassen.?
Iran hat Raketen, die z.B. vom Libanon aus von der Hisbolla via Israel abgefeuert wurden.
Iran entwickelt Raketen mit immer größerer Reichweite, die auch Europa bedrohen können.
Iran hat das Ziel, Uran anzureichern und errichtet entsprechende Zentrifugen, um diese Kapazität auszubauen.
Hieraus können Atomwaffen entwickelt werden.
Iran droht unverholen Israel mit Vernichtung.
Iran spielt mit der atomaren Aufsichtsbehörde.
Iran unterstützt die Shiiten im Irak mit Personal und Material.
Irans derzeitiger Staatspräsident ist unberechenbar, was er mehrmals bewiesen hat.
Und da soll man die Augen verschließen und darauf hoffen, dass ja nichts passiert.
das hatten wir doch schon mal von1933-1945.
Das sollte doch eigentlich reichen.

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10. April 2007 16:46

Brauchen wir Busse - Belehrungen?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Der Verfasser unterstellt ungeprueft das Bestehen von Bedrohungen fuer Deutschland und Europa UND uebersieht geflissentlich, warum wir Europaer uns diesen (vermeintlich notwendigen) Schutz ausgerechnet von den Amerikanern (!) aufdraengen lassen sollen. Ausgerechnet von einer Macht, die in Iraq und Afghanistan unendliche Schuld auf sich geladen und damit aussenpolitisch selbst diskreditiert hat. Busses Blauaeugigkeit.

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10. April 2007 16:39

Abwehrmaßnahmen zur Sicherheit........?

wolf haupricht (emilgilels)

Herr Busse beleuchtet die derzeitige Situation haarscharf und legt die Schwachstellen unseres politischen Systems sowie der so genannten Gesellschaft bloß.
Das ist auch höchste Zeit, damit der Nebel, der sich in vielen Köpfen festgesetzt hat und stets gepflegt wird, sich allmählich lichtet.
Was man aus vielen Beiträgen heraus lesen kann, stimmt
mich sehr nachdenklich. Denn Realitätsverlust ist der erste Schritt in eine gefährlich sich entwickelnde Zukunft, bei der Hardliner unauffällig Kernwaffen entwickeln.
Und alle schauen zu, weil die Dimension offensichtlich nicht begriffen wird oder nicht zur Kenntnis genomen wird.
Auf dem Klavier eines Antiamerikanismus läßt sich leichter spielen, weil es dem Trend entspricht und schick erscheint.

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10. April 2007 15:55

Selten einen so perfekt zutreffenden Artikel gelesen!

Michael Menzel (Galenos)


Hoffentlich lesen ihn auch die Linken und die die Orakler des "Wettrüstens" mit Rußland (ist ja zum totlachen, wenn es nicht so tragisch wäre, was wir für ideologisch verblöndete Politiker wir haben).

Nikolas Busse for Pulitzer-Preis!

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10. April 2007 15:51

Abfanggeschosse und radioaktive Verseuchung

Alain Grasselli (Alain123)

(Ein System, mit dem die Vereinigten Staaten sicher vor russischen Raketen wären, käme mit zehn Abfanggeschossen in Polen und einem Radar in der Tschechischen Republik bestimmt nicht aus usw.)

Entschuldigung, aber ein oder zwei Abfanggeschossen reichen aus um eine richtige radioaktive Verseuchung
in Europa zu produzieren, und im falle eines Konfliktes
mit den USA währe dies für Europa ein Stich ins Herz....

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10. April 2007 15:42

Das Märchen von der Passivwaffe

Heinz Mann (Hmann0815)

Man hört es immer wieder: "Raketenabwehr bedroht doch niemanden".
Dabei ist eine wirksame Verteidigung seit Urzeiten die Voraussetzung für einen Angriff. Wenn ich einen kugelsicheren Anzug trage stelle ich mich jedem Pistolen-Duell - so einfach ist das.

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10. April 2007 15:38

Bewaffneter Friede

Jan-Uwe Pätzold (Fritz-68)

Wilhelm Busch hat das Thema auch schon mal erörtert...
hier sei er zitiert.

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft an einem Hügel
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt
Bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch


Ich fühle mich viel mehr durch die Dummheit unserer Politiker bedroht. Die Schweiz fährt seit Jahrzehnten mit ihrer Neutralität gut.

Waren wir in der Zeit des kalten Krieges sicherer, als West und Ost bis an die Zähne bewaffnet waren???

Sind wir nicht auch durch israelische und russische Atomwaffen bedroht???


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10. April 2007 15:35

Beiwuensche zum Aufweckruf?

Malte Sandhove (Sixthzwerg)

Ich habe mich schon lange nach einem Artikel wie diesem gesehnt.Die anti-amerikanische Stimmung, die in unserem Land verbreitet wird, ist einfach nur unerklaerlich und absurd.Es ist schon erschreckend Umfragen zu sehen, die angeben, dass die Mehrheit der Leute in Deutschland Amerika als groessere Bedrohung sehen als Iran!Nun muss man sich die Frage stellen, woraus diese Meinung resultiert.Dies ist wohl zum grossen Teil den Medien zuzuschieben die eine einseitige, negative Kritik an den USA ausueben.Auch scheint es so, als haetten viele Leute die Vergangenheit vergessen, in der uns die Amerikaner viele Male geholfen haben (Marshall Plan, Luftbruecke, Militaerunterstuetzung gegen die UdSSR, etc.). So haben wir uns selbst in eine Situation hineingebracht, in der wir uns (unnoetigerweise) an einem naeherrueckendem Scheideweg befinden. Entweder wir fuehren unsere bisherige Politik fort und binden uns nicht an die Ziele potentiell gefaehrliche Regimes (mit Zugang zu Atomwaffen)zu stoppen;Ziele der USA. Oder aber wir unterstuetzen dieses Vorhaben und verhindern einen weitere Entwicklung wie in der Weimarer Republik.
So ist mit der Bedrohung duch Iran und andere Laender Vorsicht geboten und wir sollten an unsere eigen Sicherheit denken.

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10. April 2007 15:33

gewisse Ignoranz

Stephan Weber (YtFirestorm)

Es ist faszinierend wie sich in diesen Beiträgen fast genau die Meinung des Autors wiederfinden lässt. USA = das Böse alle anderen gut. Fassen wir mal die Fakten zusammen : die USA sind und das kann man ohne Hehl sagen, kaum einen deut besser in ihrer Weltpolitik als ihre sogenanten Schurkenstaaten. Was aber die eigentliche Aussage des Textes ist , was hier scheinbar einige nicht erfassen , ist die Meinung , die ich übrigens teile, dass aufgrund propagandistischer , meinungsmachender Politik in Deutschland eine objektive Diskussion längst nicht mehr möglich ist. Eine Reine Raketenabwehr durch Partiot Raketen Abwehrstellungen und ein Radar stellt defakto kein Aufrüsten dar , weil es sich um ein Passives System handelt, von welchem keine Agressionen ausgehen und welches ebenfalls nicht Russland bedroht. Wobei hier auch interessant ist , warum sich Russland sich eigentlich solch große sorgen macht über ihre Militärische Stärke in Europa ihren "Freunden" (ein Schelm wer...). Sollte es Primär nicht das Ziel einer Deutschen Politik sein, die interessen des eigenen Landes zu vertreten --> nicht pro Amerika, nicht pro Russland sondern Pro Deutschland ? Und das ist die Gefahr die ich im moment sehe, dass dies nicht der Fall ist.

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10. April 2007 15:19

10 Raketen ?

Holger Läufer (HLaeufer)

10 Raketen sollen Europa schützen? Wer glaubt so was? Was steckt dahinter? 10+10+10... usw. Raketen? Einkreisung? Von wem? Für wie blöd wird man als Bürger von den USA, vielen deutschen Politikern und Zeitungsschreibern gehalten? Die Franzosen halten es wie es sich bewährt hat. Steigt eine Nuklearrakete auf, kommt sofort die nukleare Antwort. Diese Sprache erhält uns seit den amerikanischen Kriegsverbrechen in Hiroshima und Nagasaki wenigstens den Weltfrieden.

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10. April 2007 15:07

Ich glaube wir sollten ganz ruhig sein...

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Wir haben 2 Weltkriege ausgelöst und unglaubliches Leid verursacht. Ich glaube das ist Fakt. Und auch wenn andere Staaten Kriegsverbrechen begangen haben (um nicht zu sagen alle Staaten), so war der Holocaust wohl der Schrecklichste. Und erreicht haben wir gar nichts. 60 Jahre später sehen wir auf ein mit Frieden, Vertrauen und gegenseitigem Resprekt gegründeten vereintes Europa. Das ist das was wir anstreben sollten. Krieg ist immer die schlechteste aller Lösungen. Das hat auch nichts mit den Amerikanern zu tun. Die Amerikaner sind sehr nationalistisch eingestellt und damit auch ehr bereit Kriege zu führen. Ich glaube aus ihrer beschränkten Sicht heraus glauben sie sogar, dass das der beste Weg ist. Aber hier, wo mehr als 1Mrd Menschen in den letzten Jahrhunderten durch Kriege gestorben sind, sollte ein anderer Weg gefunden werden. Wir sind die Eltern der USA und die USA unser Kind. Mit ihren 250 Jahren sind sie nur ein Scheiß gegen die 2000 Jahre Chinas oder Europas. Wir sollten aus der Erfahrung lernen und es vormachen wie es geht.

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10. April 2007 15:02

Friedensengel USA?

Michael Fichtner (ebaristo)

Irgendwie geht diese Debatte wirklich am Ziel vorbei! Klar eine "handvoll" Abwehrraketen in Tschechien und Polen sind nicht der Rede wert und stellen keine Gefahr für die russischen Raketen dar, aber wie - um Gottes Willen - soll uns eine "handvoll" Raketen vor den "bösen" iranischen Raketen retten. Naja, Nordkorea klammere ich mal aus, da es für Nordkorea einfacher ist die USA mit Raketen zu treffen, wenn sie ihre Rakten nach Osten ausrichten!

Aber mir stellt sich nun die Frage, wieso sollte der Iran Euro angreifen, da wir dem Iran ja gar nichts getan haben! Erst die Stationierung von Raketen bzw. die Errichtung eines Abwehrschirmes in Richtung Iran, würde Osteuropa zu einem potenziellen Ziel für den Iran machen. Die Politik der USA ist einfach zu durchschauen, da die Vereinigten Staaten von Amerika Eurpa weis machen will, das der Iran eine Gefahr für Europa darstellt, damit die USA einen möglichst geschlossenen Verbündeten in einem potenziellen Erstschlag gegen den Iran haben.

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10. April 2007 14:55

Auch Busse's Analyse greift zu kurz

Hans-Bernhard Weisserth (weissha)

Erstaunlich kurzsichtige Analyse! Sie verkennt völlig den Zusammenhang, in dem die USA denken - aber öffentlich nicht darüber reden. Die strategische Raketenabwehr lässt sich den gutgläubigen Europäer ja auch besser verkaufen mit Iran oder Nord-Korea als unkalkulierbare Mächte des Bösen! Präsident Reagan hat damals die Sowjetunion als Reich des Bösen tituliert - aber dennoch zurecht auf die nukleare Vergeltungsstrategie gesetzt! Unterstellen wir also heute, dass der Iran oder Nord-Korea selbstmörderisch mit einem Ersteinsatz handeln würden? Nur dann würde eine strategische Rakenabwehr der USA Sinn machen! Das ist aber irreal! Worum geht es also den USA wirklich? Die Antwort ist im US Nuklearprogramm zu finden - nukleare Waffen sollen in Zukunft nicht mehr nur als politische, sondern operationelle Waffe in Form von Mini-Nuks im Ersteinsatz genutzt werden - z.B. gegen Regierungsbunker "böser Staaten". Da eine nukleare Gegenreaktion in diesem Fall nie ganz ausgeschlossen werden kann, soll die Raketenabwehr jeden möglichen Schaden vom amerikanischen Festland fernhalten! Wir dummen Europäer zahlen den Preis, für die Kollateralschäden auf unserem Terrain und davor für die teure nutzlose Technik der US Rüstungsindustrie! EUROPA wach auf!

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10. April 2007 14:52

deja vu: "Lieber rot als tot" oder "der Suppenkasper"

thomas schulz (peanutbutter)

Diejenigen, die in den 70er Jahren meistens an Universitäten studierten, sich in Studentenorganisationen mit populären Antipositionen engagierten und gegen NATO Doppelbeschluß bzw. AKWs demonstriert hatten, haben inzwischen Schlüsselpositionen in vielen Institutionen erlangt und versuchen jetzt wieder einmal ihre schon damals naive und unrealistische Geisteshaltung mit irritierender Ignoranz und Sturheit mehrheitsfähig zu machen. Diese Personen "Elite" zu nennen, ist wohl eine Art von "advertising bubble". Alles kleine Chamberlaines oder Opportunisten, die auf die nächste Wahl schielen. Sie schrecken nicht davor zurück, Fakten zu verdrehen,zu verschleiern oder auszulassen, um ihren Willen mit der Brechstange mediumwirksam durchzusetzen.

Man schafft keinen Frieden durch demonstrative Nachgiebigkeit oder Zurschaustellung von Pazifismus, wenn man mit diktatorischen oder theokratischen Regierungen bzw. deren inoffiziellen, im Ausland operierenden sechsten Kolonnen konfrontiert wird. Da man auf diese so gut wie keinen Einfluß hat (im nahen Osten werden Konsenspolitiker als Narren und Schwächlinge verspottet), schießt man sich auf die USA, Polen und andere ein, damit man sich einreden kann, man habe etwas positives bewirkt.

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10. April 2007 14:51

"der wahre sinn"

Max Wandel (max.wandel)

Liegt der wahre Sinn der geplanten Raketenabwehr überhaupt darin den "Westen" vor möglichen iranischen Atomsprengköpfen zu schützen? Derzeit ist der Iran, obwohl zwischenzeitlicher Urananreicherungserfolge, noch lange nicht in der Lage eine Bedrohung für Europa darzustellen. Geschweige denn für Amerika. Ob eine für Amerika bestimmte Rakete über tschechisches Territorium fliegen würde ist ebenso höchst zweifelhaft.
Geht es den Amerikanern mit ihren Raketenabwehrplänen nicht vielleicht darum, den Keil zwischen "altem" und "neuem" Europa tiefer zu treiben. Die Pläne der amerikanischen Raketenabwehr offenbaren einmal mehr wie unterschiedlich Sicherheitspolitik in den neuen Ost-EU-Ländern verstanden wird. Europäische Pläne über eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitpolitik rücken wieder einmal in weite Ferne.
Für die Amerika, welches sich ja im permanenten Kampf um Rohstoffe und Einfluss befindet, kann dies nur förderlich sein!!!
Insofern sollte die Aufregung nicht von Seiten Russland, sondern von Seiten der EU kommen.

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10. April 2007 14:45

Raketenabwehr immer her damit!

Jan-Lasse Wilms (Nemo84GER)

Is doch ne feine Sache so nen Automatisches Raketenabwehr-System!
Ich mein, es war schon ne heiden Arbeit die Letzten 100 Raketen Manuel abzufangen!!!

Finds ja auch schon beeindrucken wie die sich streiten, die "GROßEN" und die "kleinen"!

Eine weiter "potenzielle" Bedrohung sind natürlich auch die Amerikaner, Franzosen, Engländer, Chinesen, Japaner, Russen, Inder und viele, viele mehr!

Na wenn es so viel "Bedrohungen" gibt, warum sprengen wir uns dann nicht gleich lieber selbst in die Luft, dann brauchen wir wenigsten keine Angst mehr zu haben, vor all den "potenziellen" Bedrohungen.

Ich glaube und die Geschichte gibt mir (mit zwei Ausnahmen) recht, dass ein Staat der beim Einsatzt einer Solchen Waffe, der Totalen Vernichtung entgegensehen muss, niemals eine solche Waffen einsetzen würde!

Das einzige wofür eine solche Waffe gut ist, ist Feinde abzuschrecken, Drohkulissen zu inszenieren und sonst wie zu bluffen um es nicht zu Kriegen kommen zu lassen!

Damit haben wir (NATO-Staaten) doch die letzten Jahre wunderbar leben können, `zusammen´ mit den "anderen" die auch wunderbar Leben!

Was soll den der Rest der Welt von Europa denken, wenn wir uns nun aus diesem Szenario rausnehmen?

MfG

Nemo84[GER]




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10. April 2007 14:38

noch ein unterhaltsamer kommentar

Ole Wiechern (kritikdervernunft)

Wieso glaubt eigentlich jemand, Iran hätte ein Interesse daran, Atomwaffen auf Europa zu werfen? Atomwaffen machen weitgehend unangreifbar. Aber Angriffe mit Atomwaffen hat es in der Geschichte der Menschheit bisher nur einmal gegeben. Mit gutem Grund. Länder, die selber über Atomwaffen verfügen, kann man nicht angreifen.
Selbiges gilt für Iran. Warum sollten Iranische Politiker so kurzsichtig sein, Europa mit Atomwaffen anzugreifen? Das Ende des Iran wäre besiegelt. Welchen Sinn macht die Konstruktion von Atomwaffen, wenn man sie anschließend sofort in einem sinnlosen Angriff verschwendet? Der zu erwartende Vergeltungshagel aus Europa lässt die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs aus dem Iran gleich null erscheinen.

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10. April 2007 14:07

unterhaltsame Kommentare

Bernd Ziller (bz2007)

Es ist schon fast zum totlachen, dass einige der Leserkommentare den Fakt (!), dass diese Abwehrraketen nicht mal ansatzweise in der Lage wären, uns vor den russischen Raketen zu schützen, mit der gleichen Ignoranz ausklammern, wie dies einige deutsche Politiker tun. Auf über das „friedliche iranische Atomwaffenprogramm“ ebenfalls kaum ein Wort.

Stattdessen darf man wieder den üblichen halbgaren Murks über die Missetaten der Amerikaner genießen, die an allen Übeln dieser Welt schuld sind.

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10. April 2007 13:46

Öffentliche Debatte..

Hayri Ergun (DrErgun)

Es ist sicherlich schön, stark zu sein;

Wenn Sie keine anständige Verteidigung haben wie Afghanistan oder Irak oder auch Iran, dann laufen Sie die Gefahr aus irgendeinem Grunde besetzt zu werden. Die völkerrechtliche Ausrede kann sehr leicht gefunden bzw. geschafft werden.

Die potentielle Bedrohung durch Staaten wie Iran und Nordkorea an sich die Ausrede; eine größere Gefahr könnte von einer unerwarteten Seite kommen, wogegen man ausgerüstet sein muss.

Wir leben in einer humanen Welt; wo an sich Kriege als etwas barbarischen angesehen werden sollten. Die letzten Ereignisse zeigen aber, dass die Menschen immer noch nicht ausgelernt haben, was Kriege an Schäden für beide Seiten liefern können.

Die Kriege entstehen fast immer nur aus ökonomischen Gründen; daher sollte man m.E. alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine solide Weltwirtschaft zu gründen, wo alle Menschen arbeiten und etwas schöpfen, je nach ihren Kräften und Möglichkeiten. Es würde eine humane Welt entstehen, mit gegenseitiger menschlicher Würde und Achtung, wie auch von allen Religionen befohlen wird.

Dr.-Ing. Hayri Ergun
Privatdozent


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10. April 2007 13:39

Quod erat demonstrandum

Elisabeth Müller (liemue)

Wie die zahlreichen Leser-Beiträge eindrucksvoll belegen, konzentriert sich die ebenso falsche wie typisch (linke?) deutsche Bedrohungsanalyse der meisten Menschen auf die einfachste aller möglichen Lösungen.

USA = einzig wahre Bedrohung

Dieser mittlerweile offen zutage tretende Antiamerikanismus des polit. Mainstreams wird allerdings eines schönen Tages noch zu einem bitteren Erwachen führen, spätestens dann wenn die vielgeschmähten "Anglo-Amerikaner" uns dem Rest der Welt alleine überlassen.

Die gleichen Schreihälse möchte ich dann mal sehen (und hören), wenn es um die konkrete Lösung militärischer Konflikte bzw. inneren Angelegenheiten (z.B. bürgerkriegsähnliche Zustände mit muslimischen Underdogs, s. Frankreich) gehen wird.
Erinnert sei hier nur an das Versagen im Balkankonflikt Ende der 90er Jahre. Noch nicht mal die im Verhältnis gesehen läppischen Konflikte vor der eigenen Haustüre konnten wir OHNE USA und NATO lösen.

Die Kanadier sehen angesichts der aktuellen Lage in Afghanistan die NATO übrigens schon längst auf dem Prüfstand. Briten und Amerikaner werden wohl bald folgen.

Bin mal gespannt, ob man dann immer noch Putin, Ahmadinedschad und Konsorten zujubeln wird.

Transatlantischer Gruß
E.M.

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10. April 2007 13:36

Vielmehr sollte sich Iran bedroht fühlen

Servet Kizilkaya (Sergen)

Denn die westlichen Staaten greifen auch Länder an, die eigentlich nicht das Recht dazu haben (Irak-Angriff).Nach dem Irak-Angriff wurde direkt auch Iran durch Bush-Administration bedroht und als Schurkenstaat bezeichnet.Iran sollte sich natürlich schützen können, die durch hungrige a-soziale Staaten bedroht werden.

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10. April 2007 13:27

"Absurdistan" will eine Raketenabwehr in Europa...

Leonie Verführt (L.Verfuehrt)

Was für ein platter Propagandatrick der Us-Amerikaner. Merkt denn niemand, daß hier durch diesen absurden Vorschlag der USA eine künstliche und zugleich grundlose "Bedrohungslage" in den Köpfen der Menschen in Europa geschaffen werden soll.

Dieses Ansinnen ziehl darüber hinaus auf eine weitere Spaltung Europas ab.

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10. April 2007 13:07

Sorge ist berechtig

Roman Meier (romanmeier1)

Über die Frage, ob Deutschland eine Raketenabwehr braucht, kann man wohl wirklich geteilter Meinung sein. Hätte der Iran nun tatsächlich im Sinn, in Deutschland eine (Atom)bombe zu zünden, dann würden sich wohl auch Wege finden lassen, diese anders als mit einer Rakete zu transportieren (z.B. im Schiffscontainer).
Zur Sorge Anlass geben aber, wie im Artikel bereits gesagt, die "Problemlösungsphilosophien", welche von Seiten der Politik zu vernehmen sind. Man nehme nur einmal an, dass die Mehrheit der europäischen Politiker zum Schluss käme, dass der Iran in der Tat die Atombombe bauen will, dass er dazu Lüge und Verschleierung einsetzt und dass die iranische Atombombe eine inakzeptable Gefahr für Israel und die Welt sei. Welche europäischen Handlungen ergäben sich wohl aus einer solchen Schlussfolgerung? Ich befürchte gar keine. Die Handlungsoptionen sind durch militärische und politische Schwächen sowie durch den Entschluss, in jedem Fall gegen die USA zu sein, stark eingegrenzt.
Es scheint, als ob nun das Entstehen einer solchen Diskrepanz zwischen wahrgenommener Bedrohungslage und nötigen Handlungen einfach dadurch vermieden wird, dass man die Lage lösgelöst von allen Fakten entsprechend den Handlungsopotionen definiert.

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10. April 2007 12:52

Administration macht mist

Stefan Resing (Flatsteff)

Tja, es ist halt so...
Wenn die wirklichen Probleme unüberschaubar werden beschäftigt man sich mit unsinn.
Sei es nun eine monatelange diskusion um ein abwehrsystem, das garnicht in der lage ist irgendwelche machtverhältnisse zu ändern, oder um Umweltschutz durch Co2 ausstoßlimitierung und geschw. begrentzung, obwohl diese Pläne durch das vorhaben AKWs abzuschalten und duch den KONKRET GEPLANTEN bau von 24(!) dreckigen Co2 ausstoßenden Kohlekraftwerken vollkomen ab absurdum geführt werden.
DIe liste kann man beliebig vortsetzen [ Killerspiele ( unwort des Jahres?), Steuern hier etwas senken und da deutlich erhöhen, Reformen die nichts nützen, und das jedem, ...]

Da haben wir ein Prolem:
Diesesmal können wir nicht einfach die andere große Patei wählen, denn den unsinn verzapfen sie ja zusammen...

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10. April 2007 12:28

Als Deutschland die Schnittstelle zwischen zwei Militärblöcken bildete

winfried krause (wikrazi)

Als Deutschland die Schnittstelle zwischen zwei Militärblöcken bildete, die bis an die Zähne mit atomaren Waffen ausgerüstet waren, habe ich von der Notwendigkeit einer Raketenabwehr nichts hören können. Auch als Herr Bush ganz genau wusste, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt, hielt er es nicht für nötig, Europa vor dieser Gefahr Schutz zu empfehlen.

Aber ausgerechnet jetzt, wo ein kleines Land gerade erst damit beginnt, die Voraussetzungen zu schaffen, Uran anzureichern, mit dem es sogar in einigen Jahren atomare Waffen herstellen könnte, so wie es für die kriegführenden aggressiven Staaten schon längst selbstverständlich ist, gibt es nichts wichtigeres als die Stationierung einer amerikanischen Raketenabwehr in Europa.

Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt.

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10. April 2007 12:27

Animal Farm

Jean Ponjardin (Ponjardin)

Solange die Weltgemeinschaft Staaten wie Israel, Indien, Pakistan und letztlich auch Nordkorea die Bombe mehr oder weniger freiwillig bzw. zähneknirschend zugebilligt und gerade der Westen, der jetzt beim Iran den moralisch-propagandistischen Zeigefinger hebt, deren Bau sogar nachaltig unterstützt hat (USA und Deutschland), braucht man sich über Ahmedinedschads Absichten überhaupt nicht zu wundern, der die nationale und antizionistische Karte spielt (wobei "Zionisten" für diejenigen politisch rechtsextrem orientierten "Eliten" Israels steht, die gegen Ausgleich mit den Palästinensern und für ein "rein jüdisches Großisrael" eintreten - z.B. Avigdor Lieberman). Wer den Atomwaffensperrvertrag mit Leben füllen und einigermaßen glaubwürdig erscheinen will, sollte seine eigenen Arsenale abbauen bzw. dem Atomwaffensperrvertrag erst einmal beitreten - Ersteres gilt insbesondere für Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea - Letzteres für die USA, Rußland und China. Auch die deutsche "Nukleare Teilhabe" an US-Raketen auf deutschem Boden ist alles andere als unproblematisch.

Hier wird mit x-erlei Maß gemessen - ein Regime allerdings, das sich nicht mehr und nicht weniger aggressiv verhält als Bushisten und Zionisten, wird systematisch we

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10. April 2007 12:22

Verwechslung von Ursache und Wirkung

jörg sutter (jsutter)

Es gibt derzeit überhaupt keine Aufrüstung mehr auf der Welt - inklusive des von den USA unterstützten Wahnsinnsangriffs von Äthiopien auf Somalia - die nicht aufgrund der Politik der USA und Israels gefördert oder - im Falle Iran - sogar benötigt wird.
Anders als die Bedrohung durch Iran und Nordkorea (völlig absurd, Europa durch diese Staaten bedroht zu sehen) ist die Bedrohung durch die USA und Israel sehr real.
Beide Staaten mißachten die Beschlüsse der UNO und schlagen nach Belieben auf schwächere Staaten wie Libanon, Afghanistan oder Irak los.
Als Europäer müssen wir die Bedrohung an ihrer Wurzel bekämpfen - und das ist die durch nichts zu bremsende Kriegslust unserer einstigen Alliierten, die zunehmend auch uns gefährdet.

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10. April 2007 12:14

Was für eine politische Elite

Jürgen Schmidtmann (schmidtmann3)

Ich lese von politischer Elite. Welche politische Elite haben wir denn. Die das Sagen haben, sind keinen Schuß Pulver wert. An allem wird vorbeiregiert und nichts wird erledigt. Bei den Sozis war man das ja gewohnt, die haben ja nie begriffen, worum es geht, nicht bei der West-Bindung, nicht bei der Wehrpflicht, nicht beim Nato-Doppelbeschluss, nicht bei der Wiedervereinigung, die Teile der SPD als die Lebenslüge der Deutschen bezeichnete. Das nun die CDU ebenfalls nicht mehr in der Lage ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen, frustriert. Was für ein Land

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10. April 2007 12:07

Populismus und Oberflächlichkeit

Ulrike Hollinderbäumer (14hollinde)

bestimmen unsere politische Diskussion zu vielen Themen - z.B. Ausstieg aus der Atomenergie bei gleichzeitigem Klimaschutz, auch von den Kosten redet keiner, schon gar nicht bei erneuerbaren Energien und Bioenergie, weil die populär sind. Kaum ein Politiker traut sich noch, seine dem Mainstream widersprechende wirkliche Meinung zu sagen, mag sie sachlich auch noch so gut begründet sein. Nun versucht Herr Westerwelle auch noch ein paar Punkte auf der Beliebtheitsskala nach oben zu rücken, weil Kritik an den USA in Deutschland immer gut ankommt bei Jung und Alt.
Gleichzeitig ist in Deutschland eine moralische, besserwisserische Arroganz entstanden, die sowohl beim Umweltschutz als auch in der Sicherheitspolitik nicht von den Fakten gestützt wird.
Dem Autor ist zuzustimmen, wenn er mehr Sinn für eine außenpoltische Realpolitik fordert, die auch zukünftige Bedrohungsszenarien mit in den Blick nimmt.

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10. April 2007 11:38

Wer schützt uns vor ...

Reinhard Foertsch (grateful)

... sogenannten US-amerikanischen »Erkenntnissen« - und möglichst auch vor gelehrigen neokonservativen Dackeln, die in der BRD auf solche Erkenntnisse anschlagen? Das ist doch auch eine Frage der seriösen Auseinandersetzung mit dem »neuen Zeitalter«, zu dem eben leider auch der ungeheure moralisch-publizistische Scherbenhaufen gehört, den die anglo-amerikanischen Spin Doctors durch die lügnerische Vorbereitung des Irak-Überfalls in der Öffentlichkeit hinterlassen haben. Wenn eine sich auf George Washington und Abraham Lincoln vorübergehend immer mal zu Recht berufende Weltmacht so lügt, zerstört das eben viel Kapital, anders als wenn Idi Amin dies täglich getan hat. Das Ausmaß dieses moralischen Scherbenhaufens kann bei der Reflektion der Raketenabwehrdebatte genausowenig ignoriert werden wie die unilateralistische Vorgehensweise der USA.

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10. April 2007 11:35

Brauchen wir eine Raketenabwehr?

Heinz Kraenzlein (heinzmoskau)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin der Meinung, dass der Kommentar an der eigentliche Frage vorbeigeht. Natürliche sollte ein Land in der Lage sein, sich zu verteidigen und seine Bürger zu schützen. Aber ich bezweifle, dass man das mit einem Raketenabwehrsystem heute wirklich noch machen kann. 1. Ein solches System funktioniert heute noch nicht (die Zeit auf eine solche Rakete zu reagieren ist doch viel zu kurz) und wenn eine Rakete wirklich getroffen wird, dann ist sie wahrscheinlich schon so nahe, dass eine nukleare Verseuchung so wie so wahrscheinlich ist. 2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein atomarer Sprengsatz wirklich eingesetzt wird. Die Regierung, die solch einen Schritt unternimmt, hat doch für das eigene Land keine Überlebenschance. 3. Mir scheint, dass der Politik immer noch nicht klar geworden ist, dass kriegerische Handlungen keine Ultima Ratio des politischen Handels mehr sein kein. Bei den heutigen Waffensystemen darf es keinen Krieg mehr geben. Die USA müsste das doch langsam kapieren nach den Desastern in Vietman und Irak. Wann lernt die Menschheit die Zeichen der Zeit erkennen.

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10. April 2007 11:35

Wozu eine Raketenabwehr?

anonym anonym (N3MO)

Der Autor nimmt eine recht seltsame Position ein, da er keine konsequenten Antworten auf seine Fragen findet. Gleichzeitig bezieht er die relevanten Faktoren in dieser Situation nicht mit ein: Folgen militärischer Bedrohung auf die Wirtschaft der interdependenten Staaten; Eigentliche Interessen Irans (Israel, USA oder Europa?); Russlands Ängste als Einfluss auf die demokratische Entwicklung dort; … Wie kann man sich denn ohne einen Gesamtüberblick über dieses komplexe so naiv hinstellen und meinen, die bisher gestellten Fragen seien unbedingt falsch? Mehr Wissen des Autors hätte dem Artikel gut getan.

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10. April 2007 11:32

Die Frage ist Falsch!!!

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Die Frage muss nicht heißen ob Deutschland oder sonst wer eine Raketenabwehr braucht sondern ob wir Frieden mit Militär schaffen können?Alle Pläne jeder Regierung gehenj nur dahin mit militärischen Lösungen, Militärischen Abwehr, Präventivschläge, Vergeltungsschläge etc Frieden zu halten oder zu schaffen. Die Feder ist stärker als das Schwert. Wenn man Diktaturen vernichten will, muss man ihnen vorleben wie man ohne Diktatur auskommt. Wir müssen zeigen, dass unser System besser ist als Ihres und das es der Bevölkerung dann besser geht. Aber das bleiben wir allen schuldig. Fakt ist, wir wissen nicht welches System das Beste ist. Wir können aber allen zeigen, wie weit man mit Frieden kommt. Warum gehen wir nicht friedlich auf die anderen zu? Warum müssen wir ständig drohen? Ignoriert doch Ihre "Führer". Geht auf die Bevölkerung zu und überzeugt sie und bedroht sie nicht. Dann zittert der Diktator nicht wir. Nichts ist gefährlicher für eine Diktatur, wie eine Bevölkerung die nicht mitspielt. Investiert also das Raketengeld in die Bevölkerung. Gebt Ihnen Essen, Bildung und zeigt Ihnen wer wir sind und seid friedlich, dann werden sie auch friedlich sein. Nur so kann man den Terror bekämpfen!!!

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10. April 2007 11:23

Der Irtum an sich

hans jahns (hansjahns)

Herr Busse hat Recht. Die Eliten vermeiden das eigentliche Thema. Die Gefahr liegt nicht in den 10 Raketen sondern in dem typischen sich Einschleichen der Anglosachsen. Die Gefahr fuer Deutschland ,das in der muslemischen Welt hoechstes Ansehen genossen hat, liegt in der Gefahr der Verteufelung der Muslime. Der Muselmann ist jemand der den Deutschen ehrt. Der Anglosachse ist jemand , der den Deutschen benutzen will. So einfach ist das Herr Busse.

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10. April 2007 03:36

Ruestungsindustrie braucht Auftraege!

Georg Dargelies (ragnita)

Wenn Nikolas Busse "Aktien" in der Indstrie hat wuerde
ich seine schriftlichen Bemuehungen verstehen!

Ansonsten scheint es mir wohl recht klar,das er gerne
die Terrortrompete blaest !---

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