Kommentar

Verbotsphantasien

Windmühlen gegen Kernkraftwerke: Wer gemeint hat, mit dem nahenden Rauchverbot am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räumen wären die Befürworter gesetzlicher Anstandsregeln für eine Weile befriedigt, hat sich getäuscht. Von Stefan Dietrich.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. März 2007 21:16

Reizthema "Klimaerwärmung"

Bärbel Schröter (Barbino)

Die Verbreitung von Angstpsychosen ist offenbar zur Hauptaufgabe unserer Führungseliten geworden, denn ängstliche Menschen lassen sich leichter manipulieren. Außerdem vermute ich eine Verschleierung echter Probleme (Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Kriegseinsätze) und taktische Gründe zur Machterhaltung und Schaffung neuer Geldquelle für Überwachungsgremien etc.

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19. März 2007 19:03

unzulässige Vermischung

Thomas Ratering (Th.Ratering)

Die Behauptung, das das Rauchverbot ein "gesetzliche Anstandsregeln" sei, missachtet und verachtet 3300 toten Nichtraucher in Deutschland in jedem Jahr. Die 120.000 toten Raucher kommen noch hinzu.

Die Missachtung von Anstandsregeln bringt niemanden um, die Rücksichtslosigkeit des Rauchers schon.
Konsequent weitergedacht ist alle ja nur "eine Anstands- regeln", was soll man sich darum kümmern!?

Herr Dietrich sollte beim Thema bleiben und nicht Dinge vermischen, die nicht zusammen gehören. Auch wenn er sich ärgern mag, das der drogensüchtige Raucher bald nicht mehr überall die Luft seiner Mitmenschen verpesten darf.

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19. März 2007 14:08

Heisse Luft

Uwe Wagner (ariel07)

Wenn die verbots- und regulierungswütige Clique endlich aufhören würden, heisse Luft in die Atmosphäre zu blasen, wären wir der CO2-Reduktion schon ein kleines Stückchen näher.

Aber im Ernst: Der ganze Verbotswahn und die ganze Reglementierungsgeilheit ist ein sicherer Beleg für die Inkompetenz dieser Herrschaften, die echten Probleme zu lösen.

So lange rund 4 Millionen Menschen in Deutschland ohne Arbeit sind (4 Millionen ist dabei nur eine schön gerechnete Zahl, in Wahrheit sind es mindestens 7-8 Millionen), sollten die Akteure nur daran gemessen werden, wie sie es erreichen, diese Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Dann wäre es übrigens auch überflüssig, wie blöd in den Sozialversicherungssystemen herumzustochern.

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19. März 2007 12:38

Motive

Roman Meier (romanmeier1)

Dass Politiker überhaupt an einer Lösung von Problemen interessiert sind, wage ich zu bezweifeln. Handelt es sich bei Politiker eigentlich um die besseren Menschen als etwa böse Konsumenten oder noch schlimmer als gierige Kapitalisten? Realistischer scheint mir die Annahme, das Politiker wie alle anderen Menschen zunächst einmal Eigeninteressen verfolgen und sich kaum um ein wie auch immer definiertes Allgemeinwohl scheren. Ihr Ziel wäre demnach die Ausweitung ihrer Macht unter dem Vorbehalt der Wiederwahl. Ersteres wird erreicht durch die ständige Ausweitung staatlichen Einflusses im wirtschaftlichen Bereich, sprich durch Steuererhöhungen. Letzteres gewährleistet eine Demonstration von Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit. Der Zwang, solches zu demonstrieren, führt meines Erachtens zu wenig kohärenten und oft auch nutzlosen oder kontraproduktiven Massnahmen und Vorschlägen. Das Eingeständnis, dass gewisse Probleme politisch schlicht nicht zu bewältigen sind, kann sich ein Politiker wohl kaum leisten. Ein auch nur flüchtiger Blick auf die momentane Klimadiskussion scheint zu zeigen, dass es dabei allenfalls am Rande um ökologische Fragen geht.

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19. März 2007 12:12

Verbotsphantasien

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Hier zeigt sich einmal wieder die Qualität Ihrer Zeitung!

Gratualation und Hund ab vor solchen Kommentaren, die nicht nur gut recherchiert sondern, sondern auch dem Zeitgeist entgegentreten und die Dinge beim Namen nennen.

Leider, leider - das Problem ist nur, dass die Mehrzahl der Entscheidungsträger und Bundesbürger nicht Ihre Zeitung, sondern eine andere lesen... und damit das Problem entsteht, dass Ihre regelmässigen Leser immer sachkundiger werden - allerdings wahrscheinlich in der überwiegenden Zahl zu den Menschen gehören, die informierter sind oder zumindestens hinterfragen.

Was ist die Lösung - vielleicht nicht ein Verbot - sondern ein Gebot - nämlich dass jeder Bundesbürger und Politker solche Artikel lesen muss?

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19. März 2007 10:06

Verbotsphantasien

Klaus Schmidt (mekuh283)

Globalisierung in der Wirtschaft funktioniert, da alle Beteiligten Vorteile daraus ziehen.
Globalisierung im Klimaschutz funktioniert nicht, da alle Beteiligten Opfer bringen müssen.
Verbotsorgien, wie sie schon zu Kaiserszeiten gepflegt wurden, verschreckt den Bürger insbesondere den mit geringen Einkommen.
Was jahrzehnte im Klimaschutz weltweit versäumt wurde, wird nicht durch spektalutären Aktionismus behoben.
Der Klimagipfel in Potsdam zeigt den Weg auf, den wir gehen müssen.
mfG Klaus Schmidt

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19. März 2007 09:28

sind Verbote jetzt nicht angebracht?

Paul Seiffert (PoWl-onNet)

ich denke, dass die erwähnten "Verbote in letzter Sekunde" durchaus gerechtfertigt sind. Allgemein gibt es zwei Möglichkeiten um der Bevölkerung eines Staates beizubringen, wie sie sich besser zu verhalten hätte: Möglichkeit A ist, den Menschen zu erklären weshalb eine bestimmte Vorgehensweise angebracht ist und hoffen, dass die Menschen die Erklärung verstehen und die 'Tipps' befolgen. Diese Möglichkeit ist natürlich nicht die schnellste und zudem auch noch unsicher. B ist das Umsichschlagen mit Gesetzen, Verboten etc. Dabei ist eine Befolgung wenigstens in Großteilen der Bevölkerung zu erwarten und die Wirkung setzt bald bis sofort ein.
In Sachen Klimaschutz ist meiner Meinung nach eine schnelle Lösung erforderlich, da es zu spät dafür ist, den Menschen die Probleme unserer Erde einzuhämmern. Die letzten Jahre sollten eigentlich genug Rechtfertigung dafür gewesen sein, die Dinge jetzt anzupacken und Verbote einzuführen. Dass dabei scheinbar die Freiheit der Menschen eingeschränkt wird, muss in Kauf genommen werden. Natürlich ist der Weg der Verbote nicht der einzig wahre Weg, aber wenn es zu spät ist...

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