Deutsch-israelische Beziehungen

Auf solidem Grund

Das halbe Kabinett reist an diesem Sonntag zu Regierungskonsultationen nach Israel. Auch wenn im Verhältnis zwischen israelischen und deutschen Politikern die Rede von „Herzlichkeit und Vertrauen“ ist, könnten die Beziehungen vor einer dramatischen Zukunft stehen. Von Günther Nonnenmacher

Lesermeinungen zum Beitrag

17. März 2008 17:14

Holocaust

Nader EL Sibay (ELSIBAY)

Es ist nicht verwunderlich, dass die Beziehungen so herzlich sind. Israel kann sich darauf verlassen, dass Frau Merkel die Bomardierungen des Gaza-Streifens nicht kritisiert und schon gar nicht die Äußerung eines israelischen Vizeministers, der den Palästinensern mit einem Holocaust droht.
Wie hört man doch so oft ? "Wehret den Anfängen!" Für Israel gilt das natürlich nicht.

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16. März 2008 14:42

immer wieder schuldgefühle

Ahmet Kocaman (ahmet_kocaman)

Solange das Existenzrecht eines staates zur Staatsräson eines anderen Staates gehört, kann man nicht behaupten, dass die Beziehungen auf gleicher Ebene laufen. Deutschland ist nicht in der Lage, seine Nahost-Politik "selbst" zu gestalten.

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16. März 2008 13:42

Auf solidem Grund - das HALBE Kabinett reist nach Israel

Daniel Borer (Danibor)

Schon recht, diese Freundschaft - aber:
Wollen WIR (nicht die reisefreudigen und teils mediengeilen Politiker) dieses sogenannte besondere Verhältnis? Wie viele sind nach 1939 geboren? Schuldig?
Was unterhält diese "besondere Beziehung"? GELD und Einfluss.
Geld wozu? Um Waffen und Waffen und Waffen zu kaufen, um ein benachbartes Volk weiterhin demütigen und unterdrücken zu können. Erleben wir es nicht tagtäglich?
Einfluss: Um sich weiterhin um die UNO-Resolutionen einen Dreck zu scheren.
Ueber all diese Einwände helfen die "Betroffenheit", das Händeschütteln, das Plappern von "besonderer Verantwortung", von "... Teil der Identität ..." usw. NICHT hinweg.
Ihr Politiker, fragt mal das Volk, ob dieser Sonderstatut weitergehen soll. Fragt!

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14. März 2008 15:11

Gute Kooperation in überraschendem Bereich

Thomas Berger (tberger)

Eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Israelis findet übrigens im militärischen Bereich statt. Das bezieht sich nicht allein auf die oft kritisierten, ähm, "Fracht-Uboote" und den weitgehenden Einkauf deutscher Wehrtechnik durch die Israelis.

Die BW und die IDF haben seit 1998 ein Austauschprogramm für Offiziersanwärter, in dessen Rahmen deutsche OAs in Israel und Israelis in Deutschland einige Wochen lang ausgebildet werden. Ein Bekannter von mir hat an diesem Programm teilgenommen, und ist seitdem großer Israel-Freund. Er meinte, daß die persönlichen Beziehungen gerade unter Jüngeren nicht von der Vergangenheit überschattet seien; auch sei die IDF im Gegensatz zu der Bundeswehr eine "richtige" Armee, bei deren Übungen er einiges gelernt hätte. Die Israelis seien oft in taktischer, logistischer und philosophischer Hinsicht "deutscher" als die BW.

Wäre erfreulich, wenn dies auch von politischer Seite gewürdigt würde.

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