Leitartikel

Das Dilemma der Nato

Das Militärbündnis des Westens verliert bei Umfragen in Deutschland an Zustimmung. Das ist nicht zuletzt deshalb alarmierend, weil die Nato mittlerweile in zahllosen Missionen engagiert ist. Die Nachfrage nach atlantischer Sicherheitsleistung wird nicht abnehmen.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. September 2006 15:29

Die Russen mussten Afghanistan nach 170 000 Toten aufgeben

Josef Stutz (neutropa.com2)

Die Nato glaubt, sie kann es mit ein paar zehntausend Soldaten schaffen, Afghanistan für die Interessen der USA zu schützen. Die USA bemühten die Nato erst, nachdem sie selbst gemeldet hatten, dass die Kämpfe härter werden.
Karzai bat die USA, die "Söhne des Landes" - auch die Taliban - nicht massenweise abzuschlachten, was jetzt geschieht.
Jeder weiss, mit welch hohen Verlusten die Russen unter Gorbatschow Afghanistan aufgeben mussten. Es ist grobfahrlässig, einen NATO-Soldaten einer Gefahr auszusetzen, die bei den beschränkt eingesetzten Truppen als aussichtslos taxiert werden muss.

Sollte der Druck der Fundamentalisten in Pakistan zu einem Umsturz führen, dann hätte Deutschland und die Nato über Nacht eine Atommacht gegen sich. -was dann?
Bündnisfolgen wie nach Sarajewo?

Ein verlängertes deutsches Grundstatut würde dem NIE WIEDER KRIEG gerechter. Deutschland sollte neutral werden wie die Schweiz, dann kann es weltweit solidarische praeventive Friedenspolitik betreiben und alle Türen stehen offen. Die heutige NATO steht gegen die Friedenspolitik Europas.

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13. September 2006 11:41

Die Russen zogen nach 170 000 Toten aus Afghanistan ab

Josef Stutz (neutropa.com2)

Die Nato glaubt, sie kann es mit ein paar zehntausend Soldaten schaffen, die Pipeline in Afghanistan für die USA zu schützen. Die USA bemühten die Nato erst, nachdem sie selbst gemeldet hatten, dass die Kämpfe härter werden und um vor den Kongresswahlen nicht eigene Verluste vermelden zu müssen.
Karzai bat ohne Erfolg die USA, die "Söhne des Landes" - auch die Taliban - nicht massenweise abzuschlachten, was jetzt geschieht.
Jeder weiss, mit welch hohen Verlusten die Russen unter Gorbatschow Afghanistan aufgeben mussten. Es ist grobfahrlässig, einen deutschen Soldaten einer Gefahr auszusetzen, die als aussichtslos taxiert werden muss.

Sollte der Druck der Fundamentalisten in Pakistan zu einem Umsturz führen, dann hätte Deutrschland und die Nato über Nacht eine Atommacht gegen sich. -was dann?
Bündnisfolgen wie nach Sarajewo?

Ein verlängertes deutsches Grundstatut würde dem NIE WIEDER KRIEG gerechter. Deutschland sollte neutral werden wie die Schweiz, dann kann es weltweit solidarische praeventive Friedenspolitik betreiben und alle Türen stehen offen. Die heutige NATO steht gegen die Friedenspolitik Europas. Mehr darüber unter
www.neutropa.com

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12. September 2006 22:35

Das (Schein) Dilemma der Nato

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Ausgerechnet Afghanistan als Argument fuer einmal uebernommene Verpflichtungen Deutschlands innerhalb des atlantischen Buendnisses ? - ein hoechst anfechtbarer Ansatz zur Rechtfertigung der NATO.
Denn in Wahrheit besteht das Dilemma der NATO (noch - wie lange noch?) in der Vorherrschaft der USA, derzeit unter Fuehrung eines verblendeten, eifernden Praesidenten. Werden und wuerden sich die Wortfuehrer der demokratischen Partei als die einsichtigeren Partner erweisen? Darf sollte man in Europa nicht wetten. Tony Blair, in seiner kritiklosen Gefolgschaft an Bush ist als Narr gescheitert, sein Abgang ueberfaellig. Kanzlerin Merkel als Parteisoldatin (mit schwachen 30 %) ohne Talent und Souveraenitaet waere die Letzte, der atlantischen Gemeinschaft neue Richtung zu weisen. Wer also wird den Schneid haben, die Dinge beim Namen zu nennen: Europa sollte ist nicht die Hilfstruppen fuer ein Amerika der Masslosigkeit stellen.
Ein prinzipielles Ja zu militaerischen Engagements, wie dem in Afghanistan - aber nur unter offener Benennung unterschiedlicher Positionen der neuen Lage des atlantischen Buendnisses. Kurz: Die NATO bedarf dringend des 'reality checks'! - Rolf Joachim Siegen, Kiev

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