Kommentar

Putins langer Hebel

Erkennt Amerika das Kosovo einseitig an? Auch in sechs, zwölf oder achtzehn Monaten werden Serben und Kosovo-Albaner nicht jene „einvernehmliche“ Lösung gefunden haben, die Russland angeblich anstrebt. Denn die hinhaltende Untätigkeit ist aber der Kern der russischen Kosovo-Politik. Von Michael Martens.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Juni 2007 09:15

Ein wenig Rechtsbruch ...

andreas hauss (johann176)

Die netten Vorschläge dieses FAZ-Kommentars laufen auf Bruch des Völkerrechts, des Grundgesetzes und des Waffenstillstandsvertrags mit Jugoslawien heraus.

Noch immer ist nicht geklärt, wie die Menge mittelalterlicher serbischer Klöster und Kirchen in das ach so albanische Kosovo gelangen konnten, wo die jüdische gemeinde von Pristina, wo die Roma, Ägypter, Serben und alle anderen "Minderheiten" im gastfreundlichen und multiethnischen Albanokosovo verblieben sind - wohl "verduftet"?

Wer so Feuer an die Lunte legt wie der FAZ-Kommentar, kann dann auch gleich die Schweiz und Belgien zerschlagen, der ETA einen Staat Baskenland kredenzen, Korsika den Franzosen wegnehmen, Italien aufteilen, Kreuzberg zur türkischen Provinz erklären usw.

Man darf aber auch den Kopf schütteln.

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