„Ein kalter Krieg war wirklich genug”: Putin und Gates

Kommentar

Kein neuer kalter Krieg

Russland ist weltpolitisch „wieder da“. Entsprechend selbstbewusst trat Präsident Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz auf - und reihte Attacke an Attacke gegen Amerika. Doch eine Neuauflage des kalten Krieges wird es nicht geben.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Februar 2007 09:27

Schwarzbuch der Markenfirmen (und Staaten)

Sebastian Arnoldt (sebumundo)

Ich empfehle allen Leuten, die hier Russland als korrupte "Pseudo-Demokratie", Waffenschieberstaat, und Schurkennation abstempeln sich mal das "Schwarzbuch der Markenfirmen" (Werner/Weiss) zu Gemüte zu führen.

Russland ist vielleicht korrupt, handelt mit Waffen und Demokratie ist dort vielleicht eine Illusion. Im Westen ist es nicht anders. Es wird nur nicht so viel darüber geredet, weil es uns so gut geht.

Deutschland und Frankreich sind die Waffenhändler Nummer eins in Europa und können dabei durchaus mit Russland und den USA konkurrieren. Korruption gibt es bei uns auch. Nur hinter verschlossenen Türen. Frau Merkel weiß das alles natürlich. Vielleicht bezieht sie deshalb keine klare Position, um nicht selbst ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten.

Herr Putin hat den wohlgenährten Sicherheitspolitikern ledigilich einen Spiegel vorgehalten. Meiner Meinung nach zu Recht.

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12. Februar 2007 20:48

erfrischende Naivität

Bernd Ziller (bz2007)

Es ist wirklich erfrischend mit welcher Naivität manch einer dem „lupenreinen Demokraten“ Putin begegnet.
Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen bei der Gewinnung neuer Erkenntnisse, wenn er sich mal die Situation der Länder der ehemaligen UdSSR vor Augen führt. Diese versucht Herr Putin durch die Macht des staatlich kontrollierten Gazprom Konzernes in seinem Macht- und direkten Einflussbereich zu halten.
Die Zuneigung zum ehemaligen Bruderstaat hält sich bei der dortigen Bevölkerung seltsamerweise in Grenzen, aber das ist offensichtlich für viele zweitrangig.

Weitere erheiternde Beispiele zum Thema Demokratieverständnis verbinden sich mit den Begriffen: Yukos, Juganskneftegas, Sibneft, Rosneft.

Dass sich Herr Putin bei dieser Art der Einflussnahme durch das Streben seiner ehemaligen Satelliten in die Nato oder in Richtung Westen ein wenig belästigt fühlt ist daher nachvollziehbar, … aber vielleicht sollte man es mit dem Mitleid nicht übertreiben.

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12. Februar 2007 16:34

Blicke auf das Schachspiel --USA visa Russld.

Georg Dargelies (ragnita)

1973 Blitznachricht--Kissinger(Nixon) sind in China!!

Unter Decknamen <Spezial Trust> sind allerhoechst empfindliche-Intelligens Informatiens- an den Russischen
Militaerischen Faehigkeiten in detailer Form als Lockmittel
aufgetischt worden; natuerlich complementiert mit freund-
lichen Informationen von der Chin.Seite.

In der Zeit, war es eine Sensation USA besucht kom.China. Nur ein freundlicher Besuch!!!

Busch holt sich heute recht oft noch Rat und Hilfe
von dem doch sehr erfahrenen "Fuchs" in der Diplomatie.

Kann man da nicht evt. verstehen wie ein gesunder
Menschenverstand reagiert!! (Putien)

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12. Februar 2007 15:32

Putins wahres Gesicht (II)

Markus Teuber (arathorn)

Die Wirtschaft wird von einer MAfia geleitet,deren Hauptakteure wie ihr Herr in der Lubjanka gelernt haben.
Ausländische Investitionen werden kontrolliert,in manchen Fällen (Energiebereich) gar nicht zugelassen.So macht man
Marktwirtschaft!
Den Frieden der Welt vor AUgen liefert Putin sensible Waffensysteme gerade an die Länder,die den Frieden der Welt massiv bedrohen und dem Terrorismus nicht abgeneigt sind:
Iran,Syrien,Nordkorea.
Auch hier bewegt sich der Tschekist ganz in alter sowjetischer Tradition.
Schließlich war es die Sowjetunion,die einen mehr als unerheblichen Anteil an der Enstehung der Krisen trug,die die Welt greade heute plagen:
Korea,Iran,Irak,Afghanistan.
Die kommunistische Machtergreifung im Iran der Ära vor dem Shah führte doch zu diesem und der iranischen Revolution der Ayatollahs.Es waren die Sowjets,die ohne Not in Afghanistan zündelten und erst den Krisenherd schufen,der zum Kasernenhof islamistischer Terroristen und Spielplatz ihrer fanatischen Gastgeber wurde.
Die Kremelherren haben auch immer den Nahostkonflikt am Leben erhalten sowie zahlreiche Konflikte in Afrika,damit der "Westen" ja "schön beschäftigt" war.

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12. Februar 2007 15:20

Putins wahres Gesicht (I)

Markus Teuber (arathorn)

Die hier allgegenwärtigen Jubel-Jauchzer über den "lupenreien Demokraten" ,im mit dem für Deutschland zwischenzeitlich üblichen antiamerikanischen Hymnus dargebracht,sind nicht nur völlig fehl am Platz ,sie gereichen ihren Protagonisten nicht unbedingt zur Ehre,die weltpolitische Lage erfaßt zu haben!

Der zum sowjetischen -pardon- russischen Alleinherrscher aufgestiegene ex-KGB-Offzier,der seinerzeit ganz anderes vor hatte ,als auf den Sturz des Sowjetsystems hinzuarbeiten und der Welt damit etwas Gutes zu tun,inzeniert die Maskirowka mindestens genauso gekonnt wie seine lehninistischen Ahnherren.
Putin gibt vor ,alles Übel komme aus dem "großen bösen Reich jenseits des Atlantiks" und er gehöre -wie einst seine
Ziehväter- zur Schar weniger braver Ritter (zu der sich auch der iranische Despot zugehörig wähnt),die ausreiten,
"das Böse" zu besiegen.
Dabei ist sein Tun ganz etwas anderes:
Die Gegner des Kremel werden gandenlos beiseite geschaftt-durch fingierte Schauprozeße oder prompt ausgeführte Mordanschläge.Die kremelunabhängige Presse
wurde längst beseitigt,auch,damit über die in Tschetschenien mit übelsten Mittel agierende Soldateska
nicht berichtet werden kann.

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12. Februar 2007 14:59

Das warm gemachte Bett im Westen

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Erschütternd, wie viele Kommentatoren ihre Sympathie mit der Pseudo-Demokratie Russland ausdrücken. Erschreckend auch das Wohlwollen mit dem so viele Diktatoren auf dieser Welt vor dem Zugriff von Interventionen des Westens geschützt werden sollen. Alles im Namen des Völkerrechts und der weltweiten Demokratie. Anscheinend geht es uns hierzulande schon so lange so gut, dass wir nichts dabei finden, die Hand die uns füttert zu beißen. Alles im Namen eines reinen Gesissens, versteht sich. Ohne einen Pakt mit den USA könnten wir hier in Europa einpacken. Die Osteuropäer haben noch eine klare Erinnerung daran. Von ihnen hört man nicht, Putin sei ein guter Mann.

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12. Februar 2007 14:52

Putin's Auesserungen in Muenchen

Frans Herbes (frans_herbes)

Ihr Beitrag zu den Auesserungen von Wladimir Putin ist aus meiner Sicht volkommen daneben. Abgesehen von der Motivation hat Putin exakt das gesagt, was sich in der Realitaet abspielt und was die Mehrheit der Menschen, die "common sense" haben, denkt.
Aalglatte Lippenbekenntnisse wie die der Bundeskanzlerin ueber "gemeinsames Handeln anstatt Grossmachtrivalitaeten" sind nur da um wichtige kommerzielle Bindungen zu protegieren. Die USA ist seit 6 Jahren ganz klar auf dem Pfad der aggressiven Grossmacht, und kuemmert sich herzlich wenig um das, was die Allierten und der Rest der Welt denken. Das "Werben fuer Demokratie" ist ein reines Alibi.
Die misere im Mittleren Osten, der Verlust einer gelebten Demokatrie im eigenen Lande, die unglaubliche Zahl von Toten und Verletzten, die Ueberzeugung das jegliche Konflikte in unserer Welt durch das abwerfen von Bomben und die weitere Toetung von Menschen geloest werden koennen, das ist die tatsaechliche Ueberzeugung der USA. In deren eigenen Nomenklatur kann man mit Fug und Recht von einem "rogue regime sprechen, wenn es um die heutige Regierung der USA geht.
Putin ist messerscharf richtig in seiner Analyse, was immer auch die (zusaetzliche) Motivation sein mag.

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12. Februar 2007 13:44

Erschaffung der Wirklichkeit

Jürgen Schmidtmann (schmidtmann3)

Über die Kommentare habe ich mich köstlich amüsiert. Hat denn immer noch keiner begriffen, dass die USA machen können was sie wollen. " Aber vor einiger Zeit wurde dem Journalisten Ron Suskind ein Interview mit einem Mann gewährt, der als „hochstehender Berater Bushs“ bezeichnet wurde. Es ist eine ernüchternde Lektüre: „Der Berater sagte, Typen wie ich gehören ‚zur Gemeinschaft von Realitätsfixierten‘, die er als Leute beschrieb, die glauben, daß ‚sich Lösungen aus einer sorgfältigen Untersuchung der wahrnehmbaren Wirklichkeit ergeben‘. Ich nickte und murmelte etwas von aufgeklärten Prinzipien und empirischem Vorgehen. Er fiel mir ins Wort: ‚So funktioniert die Welt aber nicht mehr‘, fuhr er fort. ‚Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir agieren, schaffen wir unsere eigene Wirklichkeit. Und während Sie diese Wirklichkeit untersuchen – rational, wie es Ihre Art ist –, werden wir wieder agieren, und andere neue Wirklichkeiten schaffen, die Sie auch wieder untersuchen können, und so werden die Dinge sich sortieren. Wir sind die Akteure der Geschichte." (Die Welt vom 5.11.04) Und Putin weiß das. Aber er weiß auch, dass er nichts ändern kann. Das ist die Wirklichkeit. Und davon kann jeder halten was er will.

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12. Februar 2007 12:52

Russland-Europas besserer Partner!

Reinhard Scholz (buddyr)

Wer die politische Entwicklung verfolgt muss erkennen, dass eine Freundschaft mit Russland für Europa langfristig sinnvoller wäre.
Bei der Freundschaft zu den USA hat man das Gefühl, dass sich Europa für die Art, wie die USA ihre Interessen durchsetzen, missbrauchen lässt.
"In der Politik gibt es nur Interessen" (A. Mock, Österreich). Alle Länder haben (Energieversorgungs-)Interessen. Aber es ist ein Unterschied, ob ich meine Interessen auf faire Weise durchsetze oder ob ich meine Macht dafür missbrauche. Der Terror der primär gegen die USA gerichtet ist, ist der Kampf der Machtlosen gegen empfundenes Unrecht.
Ich behaupte, dass die Interessen der USA nicht die Europas sind.
Abschließend ist zu hoffen, dass in China und Indien möglichst starke Gegengewichte zu den USA heranwachsen.


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12. Februar 2007 12:29

Einer wie der Andere

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Herr Putin ist nicht einen deut besser als Herr Bush, man denke nur an die vielen Toten in Tschetschenien oder diverse tote Journalisten und Regimekritiker. Menschenrechtsverletzungen gehören in der ehemaligen UDSSR ebenso zum täglichen Bild wie Quantanamo in den USA.

Die provokation die in der stationierung von Atomraketen in den östlichen Natoländern liegt ist jedoch unmissverständlich und für Russland nicht hinnehmbar.
Zumal eine solche Standortverlegung in Zeiten von Interkontinentalraketen vermutlich kaum notwendig sein dürfte eine eindeutige Machtdemonstration auf die eine wiedererstarkende Großmacht die Russland nunmal darstellt entsprechend reagieren muss.

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12. Februar 2007 12:06

In der Diplomatie ist das eine ernste Warnung

thomas schulz (peanutbutter)

Normalerweise wird Kritik unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch Botschafter oder andere Beauftragte überbracht, was normalerweise effektiver ist, da die Gegenpartei kein Gesichtsverlust zu befürchten hat. Wenn sie, wie in diesem Fall, in aller Öffentlichkeit und in dieser Schärfe von der Regierung einer Grossmacht geäussert wird, ist die Lage ernst. Die Enteignung der Schlüsselindustrien und Resourcen beweisst, dass Russland plant, ebenbürtig zu den USA und dem immer ernster zu nehmenden China werden will. Im Gegensatz zu den USA setzt es kaum auf die militärische Karte. Es sieht so aus als ob der Iran das Saudi-Arabien hinsichtlich enger Kooperation Russlands ist oder wird. Die Stationierung der Abwehrraketen in Osteuropa ist nur ein Anlass für ein "bis hierhin und nicht weiter".

Ich bin überzeugt, dass die Vorbereitungen für einen Angriff auf Iran auf vollen Touren läuft und dass er vor der nächsten US Präsidentenwahl startet. Der neue gewählte Präsident wird es auf keinen Fall anordnen, egal welcher Partei er angehört. Der alte (mit Profilneurose) hat nichts mehr zu verlieren, ausser als "Looser" in die Geschichte einzugehen. Dass das Pentagon und Wolfowitz ihn zum Narren gehalten haben, wird ihm nicht viel helfen.

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12. Februar 2007 11:37

Bitte mehr Niveau

Ilya Kalinin (amor-fati)

Lieber Herr Frankenberger, dieser Artikel von Ihnen ist eindeutig der Kategorie "Schmähschrift" zuzuordnen. Ich denke, dass Sie so etwas nicht nötig haben und dass es der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unwürdig ist.
Nunja, immerhin weisen Sie gleich im ersten Satz selbst auf die vermeintliche Einfachheit der Situation hin. Oh sancta simplicitas!

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12. Februar 2007 11:25

Tendenziöse Berichterstattung

Fiete Kalscheuer (FieteKalscheuer)

Ach liebe FAZ,
Sie machen es sich so einfach. Frau Merkel - die Diplomatin und Herr Putin - der Krieger.
Interessant ist, dass Sie auf die sachlichen Kritikpunkte von Herr Putin nicht eingehen. Natürlich beschränkt die Nato-Osterweiterung die Möglichkeiten von Russland. Welchen Sinn hat die Nato-Osterweiterung sonst? Ach ja, im Kaspischen Meer gibt es auch noch Öl. Dies sei dem Westen aber gleichgültig, darum gehe es nicht. Noch Fragen? Die Nato hat Serbien angegriffen, obwohl Russland ausdrücklich dagegen protestiert hat.
Sie schreiben, Putin müsse sich beim Westen "bewerben". Das ist lachhaft. Vergessen Sie nicht, dass Russland hervorragende Kontakte zu Indien und China pflegt.
Liebe FAZ, versuchen Sie Russland mit Respekt zu behandeln!
Ich bin seit 5 Jahren regelmäßig in Russland und habe ein Jahr an der Staatlichen Universität von Sant Petersburg Jura studiert. Ich kenne die Befindlichkeiten in Russland.
Es wird Sie vielleicht wundern, aber die Berichterstattung in Russland über Europa und insbesondere über Deutschland ist ausgesprochen positiv. Russland liebt das kontinentale Europa. Kulturell ist Sankt Petersburg uns näher als Houston, Texas. Frau Merkel irrt sich. Sie ist konservativ im schlechten Sinne des Wortes

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12. Februar 2007 11:19

Die Wahrheit tut weh!

Hubert Witzany (Turmbergmeise)

Putin hat es auf den Punkt gebracht. Von wem geht heute die meiste Gefahr aus? Doch nicht von Rußland oder China. Die Gefahr geht von den Ländern aus, die ihren Lebensstandard gefährdet sehen und in einem ungeheuren Maße ihr Kriegsmaterial aufrüsten. Amerika gibt so viel für die Rüstung aus, wie alle Staaten dieser Welt zusammen. Ich frage mich wozu? Und die Presse spielt schön mit und versucht, Rußland und China als die Aggressoren der Zukunft hinzustellen. Leider macht die FAZ hier mit. Ich verweise nur auf den Kommentar: Wieder da. Der Kommentar ist sachlich falsch und sprachlich primitiv. Was heißt hier machtpolitische Rauflust. Wie würde der Verfasser K.F. das Vorgehen der Amerikaner im Irak bezeichnen?

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12. Februar 2007 10:54

Aufbruch zur Partnerschaft zwischen evolutionär-kreativen Akteure

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

"Ein Grund, warum Putin so auftritt, .... und warum Russland weltpolitisch „wieder da“ ist, liegt offen zutage: Es ist die Petromacht.." - das mag ein (vordergründiger)Grund sein. Der weltpolitisch wichtigere Grund ist aber, dass Rußland sich an die Spitze der Bewegung setzen möchte, die den Unilateralismus des US-Hegemon beenden will - und das ist ganz im Sinne der übrigen Weltgemeinschaft und des evolutionsprozess-logisch absehbaren, aktuell sich organisierenden Übergangs in die zukünftige Weltordnung des Schöpferischen.

Um diesen Übergang dreht sich derzeitig hinter den Wattetüren der informierten Regierungen alles Denken. Wenn Bundeskanzlerin Merkel von der Herausforderung durch die Weltprobleme wie die Klimaerwärmung spricht und davon, globale Strukturlösungen zu suchen und zu implementieren, dann hat sie diesen globalen Ordnungsübergang im Kopf. Sie und Wladimir Putin sind über die evolutionslogische Steuerungssystemlösung für die neue Weltordnung informiert.

Wladimir Putin ist seit April 2000 im Bilde. Rußland hat sich im Jahr 2000 für die Basisversion einer evolutionär-kreativen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialordnung entschieden - leider ohne deren evolutionslogsichen Hintergrund offen zu legen.

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12. Februar 2007 10:51

Wem kann man denn überhaupt noch trauen?

Sebastian Arnoldt (sebumundo)

Es ist hervorragend, dass es ein Politiker gewagt hat, die weltweiten Machenschaften der USA anzuprangern. Dies war schon längst überfällig. Auch dass dies durch Herrn Putin geschehen musste ist bemerkenswert. Wir Westler sollten nicht den Fehler machen, Russland zu verurteilen. Die "gelenkte Demokratie" in Russland ist ausdruck der Russischen Kultur, welche nach Hofstede eher kollektivistisch als individuell ist. Kollektivisumus und Demokratie passen vieleicht nicht so gut zusammen. Was hier übersehen wird, sind Russlands gute Beziehungen zu China. Arbeiten die beiden Länder in Zukunft zusammen (so wie sie es auch schon in der Vergangenheit taten) muss sich der Westen mit seinen Vorstellungen warm anziehen. Es ist unglaublich dreist von den Politikern der USA durch die NATO die Welt mit ihren Waffen und Ansichten zu verseuchen und ständig das Völkerrecht zu verletzen, und es ist an der Zeit, dass sich die Menschen dagegen wehren. Ich würde mir wünschen, dass sich Deutschland hier weniger in der Mitte positioniert sondern eine klare Stellung beziehen würde. Wie soll man denn die Deutschen bei dieser "wir sind die Freunde von allen" Position noch ernst nehmen?

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12. Februar 2007 10:04

Keine Neuigkeiten...........

heike haubrichs (roselheike)

Das war eine falsche Rede zur falschen Zeit am falschen Ort.
Kritik ist berechtigt, aber keine Einbahnstrasse.
Ich habe den Eindruck, daß Putin nicht lernfähig ist.
Schade, denn Russland kann zuverlässig sein und mehr.
Als Resüme bleibt ein Unbehagen und Mißtrauen übrig.
Nik.Haubrichs

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12. Februar 2007 09:52

Putin's schechte Manieren

Ulrich Pendl (upendl)

Man sollte nicht zu lage auf eien Wechsel wareten muessen, wenn die oel und gas preiseb wieder fallen und die gross korruption wieder kraeftig aufbluet

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12. Februar 2007 08:32

Putin ein Antidemokrat?

Reinhard Scholz (buddyr)

Der gesellschaftliche Umbruch zur Demokratie in Russland bedeutete, dass es gewissen Gruppen gelungen ist Volksvermögen in Milliardenhöhe zu rauben. Westliche Konzerne wollen mit russíschen Rohstoffen Gewinne lukrieren. Der Westen - besonders die USA - versuchen ihre wirtschaftlichen Interessen mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Demokratie bedeutet in Umbruchzeiten nicht Gleichheit für alle, sondern es herrscht das Recht des Stärkeren.
Das hat Putin offenbar erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen. Mit der bei uns praktizierten Rechtskultur lassen sich die Interessen mächtiger Lobbies nicht einschränken- wer das denkt heuchelt.
Nachdenklich stimmt, dass unsere freie kritische und objektive Presse sich in diesem Interessenskonflikt vor den Karren spannen lässt!!

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12. Februar 2007 05:27

Das Kind beim Namen genannt

christoph muchow (kikov2000)

Herr Putin ist wohl der erste und einzige Politer der sich getraut hat das Kind beim Namen zu nennen.
Applaus fuer diese Courage.

Leider sind die meissten Europaeischen Politer zu feige oder auf beiden Augen blind um die Amerikanern mitzuteilen das sie bereits viel zu weit gegangen sind.

Dem aggressiven Machtgehabe der Amerikanischen Politik, das mitlerweile millionen von Menschen das Leben gekostet hat und allgegenwaertig auch dabei ist sich den Afrikanischen Kontinent untertan zu machen, muss Einhalt geboten werden, ohne wenn und aber.

Sollte Iran Atommacht werden, so doch nur um sich vor den allmaechtigen Agressionen der Amerikaner zu schuetzen.
Wer kann es Ihnen verdenken wenn man sich ansieht was in den Nachbarstaaten Irans passiert ist... und taeglich passiert.

Ich wuensche mir in fuer die Zukunft mehr Politiker mit Klarsicht und Mut wie Herr Putin.

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12. Februar 2007 03:00

Eine klare Stellungsnahme

Georg Dargelies (ragnita)

Dieser "Dauerregen" von Verleumdungen gegen
Russland ist bald "Menschlich Erniedrigend"
Hundeklaeffend aehnlich.

Russland hat bis ueber die Ohren zu tuen um ihre
Reformierung (Polit.-Wirtschaftlich) zu festigen, und
dauernd wird von aussen gezerrt?

Kraftausdruecke wie <Machtpolitische Rauflust>treten
nicht in Erscheinung in der nuechtereren sachlichen
Betrachtung der "Tatsachen".

70% der befragten Deutschen missbilligen die heutige
Richtung des Geschehens--haben die garnichts zu sagen?
Oder ist das Nebensache?

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12. Februar 2007 02:19

Ein russischer Sonderweg

Jan Hlavac (Olav1)

Es ist verfrüht, von einer Einheit der Länder der westlichen Zivilisation -Russland inbegriffen- zu reden. Wir kennen übrigens im westlichen Kulturkreis den Widerspruch zwischen dem romanischen Frankreich und der angelsächsischen Welt, zwischen den durch den Atlantischen Ozean getrennten Europäern und den Amerikanern.

Und Russland ist ein Land, das traditionell zu einem anderen und unterschiedlichen Kulturkreis gehört. Dieses Land lebt in einer unterschiedlichen geschichtlichen Zeit, hat unterschiedliche Wertvorstellungen, die es im krassen Widerspruch zu den westlichen stehen sieht (wie z.B. die russische Emotionalität und den westlichen Rationalismus) und die westliche politische Kultur mit allem Drum und Dran (wohin aber auch die berüchtigte "political correctness" gehört) nicht hinnehmen will.

Russland beansprucht das, was sich in Deutschland vor einer Zeit illusorich erwies (sieh den bekannten Historikerstreit in den 80er Jahren des vorigen Jh.), d.h. einen geschichtlichen Sonderweg. Und zum Unterschied von den ähnlichen aber kleineren Staaten wie z.B. Serbien kann es sich auch leisten.

Der Umgang mit Russland wird es sowieso nicht einfach sein.

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12. Februar 2007 01:45

bitte Argumente Herr Frankenberger

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Russland beklagt sich mit vollem Recht über Neustationierung von Atomraketen an seinen Grenzen.
Wie kann man so geschmacklos sein, das "Rauflust" zu nennen.
Eine "normale" Reaktion wäre eine ebnsolche Stationierung russischer Raketen vor Amerika!
Das hat Putin noch nicht einmal angedeuted.
Einsatz und Neustationierung mit Einsatzdrohung von Atomraketen ist imho eine glatte Völkerrechtsverletzung.
Wie kann man ein solches Tubu brechen und dann noch erwarten, das fanatische Staaten auf Atomwaffen verzichten!
Ich würde als Konsequenz als Deutscher Politiker sofort aus der Nato austreten.
Die völkerrechtlich illegalen Kriege haben offensichtlich normale Moralvorstellungen ausser Kraft gesetzt!
Immerhin hat Rußland, als 2.stärkste Atommacht noch keine Atombombe gegen einen Feind eingesetzt, Amerika ja.
Gewalt und Gewaltdrohung ist das Problem, Gewalt löst keine Probleme.
Also raus aus der Nato und lieber Handel mit Russland treiben! Mir sind die Russen inzwischen sympathischer als die kriegerischen Amerikaner!

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11. Februar 2007 22:21

Kein neuer kalter Krieg

Karsten-Hinrich Festge (Festge)

1.- Ich halte die Kritik Putins an der US-Politik der Administration Bush für vollkommen gerechtfertigt. Keine Großmacht hat sich seit der verblichenen SU derart über das Völkerrecht und insbes. das Kriegsvölkerrecht hinweggesetzt wie die USA.-
Putin hat "nachgesetzt": Auf Al Dschazira soll er gesagt haben, der Irak sei unter Saddam erheblich lebenswerter gewesen sein als nach dem Einmarsch der USA. Das ist doch evident.
2.-Es ist lachhaft, Putin vorzuwerfen, er spiele die Petro-Karte aus.Soetwas tut jede Großmacht.Und Russland ist eine.Und meldet sich als solche im Konzert der Großmächte zurück.-Nur Idioten können doch annehmen, R.sei der Öl-und Gas-Lieferant Europas , brav,lieb und nur kassierend.-
3.-R.ist sicher eine "gelenkte Demokratie".- Echte Demokratien erfordern freilich eine homogene Bevölkerung, wie -noch-Deutschland. Wächst der Türken-Anteil in D. auf laß uns sagen 20% haben wir subito dieselben Verhältnisse wie in R.- Denn Vielvölkerstaaten lassen sich garnicht anders beherrschen.-
Karsten-Hinrich Festge
Walpersbach 218
A-2822 Erlach

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11. Februar 2007 22:07

interessant

uwe mildner (recfarm2)

Das ist wirklich interessant Herr Putin. Ja eine Rolle spielen, ja das wird sein. Welche Rolle spielen, das wird vor allem von der Gestaltung der Demokratie in Ihrem Land abhängen, Herr Putin. Da haben sie ja von einem nicht so ernst zu nehmenden ehemaligen Bundeskanzler aus Deutschland gewaltige Vorschußlorbeeren bekommen. Na ja, wir wissen ja, in Russland sagt man Moskau ist weit. Sie haben alle Chancen etwas aus Russland zu machen, dem Land, dem ich wirklich etwas abgewinnen kann, weil ich so viele interessante Menschen daraus kennengelert habe. Ich wünschte mir, Sie gehörten auch dazu.

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11. Februar 2007 21:47

Putin

Helmut Lux (Lux6)

Ganz schlicht und ergreifend: die Ausführungen von W. Putin entsprachen doch vollumfänglich der Wahrheit.

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11. Februar 2007 20:48

Kein neuer Kalter Krieg!

heike haubrichs (roselheike)

Ein zutreffender Kommentar, der die Situation ins richtige Licht bringt. Meinen Respekt.
Nik.Haubrichs

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