
Wohlbemerkt, diese Entwicklung (befristete Vertraege, weniger Gehalt) finde ich nirgendwo eine gute Idee. Meinen Beitrag moechte ich nicht so verstanden wissen, dass da es an den Universitaeten so ist, es auch an Schulen so werden sollte. Im Gegenteil sollte an den Universitaeten gegengerudert werden.
Wo soll das enden? Auf 5 Jahre befristete Richter, Staatsanwaelte und Polizisten? Stellen im oeffentlichen Dienst waren bisher attraktiv weil sicher, obwohl nicht besonders gut bezahlt. Der Trend, gleichzeitig weniger zu bezahlen und zu befristen, wird bestimmt qualifizierte Kandidaten zu anderen Berufsentscheidungen bewegen.
Man kann und sollte die Unkuendbarkeit aufgeben, aber nicht indem befristete Kettenvertraege die Regel werden. Und man kann gerne Beamte mit Angestellten ersetzen, aber bitte bei gleichem NETTOgehalt.

...
Vor allem die Besten lachten eigentlich nur über meine Nachfrage und meinten: "Nee, lassen Sie mal -- das tue ich mir nicht an."
Es findet sich bald niemand mehr, der bereit ist, stellvertretend für die ganze Gesellschaft den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Da nutzen auch die vielen Diskussionen darüber, was in den Schulen alles endlich reformiert werden müßte und was dort eigentlich längst selbstverständlich sein sollte usw., nichts. Ich glaube, da werden sich manche Leute noch wundern.
Berlin hat bundesweit mit die schlechtesten Einstellungs- und Arbeitsbedingungen für (junge) Lehrer. Berlin muß somit auch als erstes erfahren, was es bedeutet, keine qualifizierten Lehrkräfte mehr zu finden. Wer die Situation in Berlin ein wenig mitverfolgt, weiß, daß diese Negativentwicklung dort bereits in vollem Gange ist. Die Schulämter telefonieren geduldig die Bewerberlisten ab, um eine Absage nach der anderen entgegenzunehmen. Manche Mitarbeiter sollen sich indes darüber wundern, daß die potentiellen Neulehrer das phänomenale Angebot ausschlagen, eine bis Juli befristete und schlechtbezahlte Stelle anzunehmen. Na, so was!

Zitat:
"Es ist nicht verwunderlich, daß die an den Universitäten begonnene Anpassung nach unten jetzt an den Schulen fortgesetzt wird. Es ist im Gegenteil eher erstaunlich, daß die Anpassung in den Schulen so spät kommt."
Ja, mag schon sein. Aber ich frage mich ernsthaft, wer da in Zukunft eigentlich noch Lehrer werden möchte. Man spricht immer viel von Berufung; der Lehrerberuf sei kein beruf wie jeder andere.
Aber mal ehrlich: Muß man denn sieben Jahre Studium und Referendariat inklusive Studiengebühren und Minireferendarsgehalt auf sich nehmen, um später TV-L-Lehrer zu werden, womöglich künftig mit genereller zeitlicher Befristung? Und wenn dann mal eine Klasse in einer Leistungsüberprüfung nicht so gut abgeschnitten hat, dann fliegt der Lehrer gleich raus ...
Die Besten, hört man, müsse man für den Lehrerberuf gewinnen. Wie das gelingen soll, weiß ich nicht. Schon zu meiner Studienzeit wurden die Lehramtsstudenten von den anderen belächelt. Der Lehrerberuf wird immer unattraktiver. Ich verstehe sehr gut, daß unter meinen Abiturienten der letzten Schuljahre niemand auf Lehramt studieren wollte.
...

Die Entbeamtung hat schon seit Jahren in den Universitaeten angefangen: im Mittelbau gibt es keine Hochschulassistenten (C1) und Hochschuldozenten (C2) mehr - bis auf wenige Ausnahmen mit einer Stelle als "Akademischer Rat auf Zeit" (A13) sind alle angestellt, und vielerorts werden auch Professoren bei gleichem Bruttogehalt angestellt statt verbeamtet.
Dieses Bruttogehalt ist mit der neuen W-Besoldung (W fuer Wissenschaft, oder fuer weniger) niedriger als mit der alten C-Besoldung und altersunabhaengig. So verdient ein Studienrat (A13) ab einem gewissen Alter mehr als ein Juniorprofessor (W1) und ein Oberstudienrat (A14) ab einem gewissen Alter mehr als ein W2-Professor ohne Zulagen.
Es ist nicht verwunderlich, dass die an den Universitaeten begonnene Anpassung nach unten jetzt an den Schulen fortgesetzt wird. Es ist im Gegenteil eher erstaunlich, dass die Anpassung in den Schulen so spaet kommt.

In allen Berufen lernt man waehrend des Lebens.
Beamtenlehrertum ist keine Ausnahme!
Ist jedoch als Zwischenglied fuer die Zukunft einer
Gemeinschaft eine "Hoechst" wichtige Funktion.
Man sollte Erfahrungen nicht mit Verkrustung ueberpinseln.
Die Kinder erhalten ihr Fundament sich zu orientieren
in der gemeinschaftlichen Schulen.(Kindergarten keine
schlechte Idee)
Step # 2.Wenn der junge Mensch anfaengt die Welt
mit ihren vielen Moeglichkeiten erst erfassen kann
und dann seine Individualitat entfalten kann.
Die Umstaende werden ihm frueher oder spaeter
wegweisend sein.
P.s. Frage: Freut sich eine Mutter wenn ihr ungeduldiges
Kind sie dauernd anschreit und stellt gluecklich fest es
hat "Individualitaet"-Nein es ist ahnungslos.

Ich frage mich ja schon wo die Maehr herkommt, dass das D. Bildungssystem in der Vergangenheit besser war als andere vergleichbare, und das Abitur mehr "wert" war als heute.
Das d. Bildungssystem ist, wie alle staatlich kontrollierten Systeme, immernoch der Hort eines vormodernen Klassendenkens. Dass man im Gymnasium die "besten" heraussuchen kann ist eine Behauptung die zu beweisen waere. Persoenliche Erfahrung zeigt eher, dass pflegeleichte Einfaltspinsel mit guten Noten belohnt werden, waehrend intelligente und kritische Koepfe eher einen mittelmaessigen Abi-Schnitt haben. Da von den ueblichen Verdaechtingen jede Diskussion darum, was Bildung eigentlich sei und wie man Bildungserfolg messen koennte im Keim erstickt wird, kann es kaum verwundern, dass Noten vielleicht irgendetwas messen, sicherlich aber nicht Bildung.
Die Behauptung, dass Lehrer ihre Schueler individuell foerdern wuerden, wenn man sie denn nur weiter verbeamtete und sonst in Ruhe liesse ist an Laecherlichkeit nicht zu ueberbieten. Wenn Einstein heute in einer "sozial schwachen" Familie geboren wuerde, wuerde er wahrscheinlich nicht mal lesen und schreiben lernen. Sein Talent wuerde sicher nicht erkannt oder gefoerdert.

Ich darf mich Herrn Wortmeyer anschliessen, ein Kommentar, den ein GEW-Mitglied sich nicht besser wuenschen koennte. Leider ist nicht nur die Wahl der sprachlichen Mittel misslungen ("...wirtschaftlichen Forderungen geleiteten Hirnbewirtschaftungsplan.."). sondern auch die Gesamtaussage nicht sauber herausgearbeitet. Frau Schmoll laesst leider konkrete Loesungsansaetze vermissen- schade.
Ich gehoere auch zu denjenigen, die unser Land fuer eine Zeit verlassen haben, um ungestoert und mit hervorragenden Moeglichkeiten naturwissenschaftliche Forschung zu betreiben, wie sie in Deutschland nur selten zu finden sind und schaue mir das bildungspolitische Treiben aus der amerikanischen Perspektive an. Was Exzellenz angeht koennte sich unser Land hier Vieles abgucken.... Schaun mer mal

Ein kruder Text.
Erfrischend immerhin, dass die faz nicht an ihrem Image klebt, sondern eine GEW-Verlautbarung veröffentlicht.

Die Lehrer nicht mehr zu Beamten machen - warum nicht.Schließlich war die Verbeamtung der Lehrerschaft nie zwingend,sondern wurde vom Innenstaatssekräter Adenauers den Alliierten mit der Drohung aufgezwungen,andernfalls könne er nicht für die Loyalität der "neuen" Lehrerschaft zur Bundesrepublik Deutschland und deren Demokratie garantieren.
Wer eine leistungsorientierte Arbeitnehmernschaft "Lehrer" will,muß sie allerdings auch bezahlen (wollen).
Leider ist es im gesamten Bereich des öffentlichen Dienstes
in der Zwischenzeit aber usus,zwar Leistung wie in marktwirtschaftlichen Betrieben zu verlangen,die Bezahlung
aber dann nicht an marktwirtschaftlichen Aspekten (dh mehr zu bezahlen,wenn entsprechende Leistung erbracht wird)
auszurichten.
Die ständigen Forderungen nach Gehaltszurückhaltung mit dem Hinweis auf sichere Arbeitsplätze wirkt dann nicht mehr.

Wer hat da seine Unabhängigkeit verloren? Wenn sie sie jemals hatte.
Leistungsabhängige Bezahlung, verpflichtende Weiterbildung? Da bleibt doch gar keine Zeit mehr für Privates - wer soll dann das Gutmenschentum frei von materiellen Sorgen fördern? Wer die politischen Ochsentouren gehen - nachdem das System so eingerichtet wurde, dass sich kein Nicht öffentlich Beschäftigter mehr störend einmischen kann?
Der Kommentar liest sich wie von den Nutzniesern des Status quo bestellt. Und da ist es doch nur legitim (?), wenn man diejenigen, die diesen Status quo angreifen, unredlicher Motive schmäht - das klappt doch sonst auch immer.
Wer hat da also seine Unabhängigkeit verloren? Wenn sie jemals vorhanden war.

"Bildung ist und bleibt ein individueller Vorgang" ist ein sehr zutreffendes Statement. Es ist sogar so individuell, daß selbst Kinder aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern überdurchschnittliche Lernerfolge erreichen, wenn sie nur individuell lernen können. Das zeigen Untersuchungen in England zum dortigen Homeschooling und Unschooling, die hierzulande gar nicht bekannt sind.
In Deutschland aber baut man auf Kollektivbeschulung sogar zwangsweise. Das ist einfach nicht so gut.

was Heike Schmoll eigentlich will: einerseits seien in dem Gutachten "viele gute Vorschläge" enthalten, andererseits auch widersprüchliche. Ja, wie denn nun?
Etwas befremdlich finde ich auch, dass der Umstand, dass das Gutachten von einem Wirtschaftsverband bezahlt worden ist, schon ausreicht, seine Seriosität in Abrede zu stellen.
Dass der Lehrerberuf durch Entbeamtung an Attraktivität verlöre, ist auch nicht gesagt: vielleicht würden nicht wenige Pädagogen die Abwesenheit von gleichgültigen Dienstherren und Beförderungen nach Dienstaltersstufe geradezu als Befreiung empfinden, die eine professionelle Hinwendung zu ihren Schülern überhaupt erst ermöglicht. Denn darin hat Frau Schmoll unzweifelhaft recht: Bildung i s t eine individuelle Angelegenheit, die sich mit staatlichen Lehrplänen nur selten verträgt.
Und was das Abitur und seine vermeintliche Entwertung angeht: das ist doch schon längst entwertet, schlimmer geht's ohnehin nimmer!
PS.: Im übrigen sollten nicht nur "Kinder aus sozial benachteiligten, bildungsfernen und ausländischen Schichten" Anspruch auf gezielte Förderung haben, sondern alle Kinder!
Anderenfalls unterliegt die Autorin genau dem utilitaristischen Kalkül, das sie hier - zu Recht - anprangert.

Unser Bildungssystem ist ungerecht und dumm. Meine Kinder sind 8 und 9 und werden sicher Abitur machen. Was für absurde Diskussionen hier geführt werden, kann man nur auf tief verankerte Vorurteile zurückführen. Schon als ich Schüler war, wurde mit ideologisch geprägten Kampagnen eine wirkliche Reform für eine gute und gerechte Ausbildung verhindert. Nur ein linear aufgebautes Schulsystem mit einfachen, unbürokratischen Ein- und Ausstiegspunkten würde Chancengleichheit und Nachhaltigkeit gewährleisten. Was für ein gesellschaftlicher Gewinn würde durch die Stimulierung von Bildungsmotivation durch echte Wiedereinstiegsmöglichkeiten entstehen. Stattdessen sortieren und grenzen wir so früh wie möglich aus, um möglichst viele von den Futternäpfen zu verdrängen. Wir verkennen allerdings, dass es genau diese Menschen sind, die hinterher unser Sozialsystem belasten.

Das Abitur wird nicht dadurch wertvoll, dass es massenhaft abgelegt wird. Ein Abitur zu erlangen erlebte ich als einen anstrengenden, mich perssönlich sehr fordernden und förderneden Prozess im ständigen Wettbewerb zwischen Gleichgesinnten mit gleichem Chancenangebot, zumindest schulisch. Auswahl der Besten nach festgeschriebenen und nachvollziehbaren (für jeden erreichbaren) Kriterien, das wars, was vor dem Zugang zum Abitur stand. Selbiges dann zu erreichen, stand im Kreis von ausgewählt Besten noch auf einem ganz anderen Blatt. Begleitet wurde ich auf diesem Weg von Lehrern, denen Beamtentum nur eine Vokabel war, die in der Mehrzahl nicht einer Pension entgegendämmerten , sondern täglich voller Engagement und Ideenreichtum Bildungs- und Erziehungsziele realisierten. Für die überwiegenden Zahl war das Lehrersein nicht die Plattform zur Erreichung gesicherter Altersbezüge, sondern Berufung. Mag wie ein Märchen, oder aus dem Alltag eines fernen Planeten klingen, ist jedoch noch keine 20 Jahre her, und war real.

Pisa, Europa und eben solchen Studien ist es zu verdanken, dass uns vor Augen gehalten wird, dass das deutsche Bildungssystem, intern als geradezu ideal gepriesen, objektivierbar wird.
Die dt. Kindererziehung - von der Geburt bis zum Eintritt ins Berufsleben - wird an allen Ecken und Ende als verbesserungswürdig kritisiert. Allein der Wille, hier etwas ändern zu wollen, fehlt. Dem Föderalismus sei dank.
Wo ist denn der Raum zur Entwicklung der Individualität, wenn die Entscheidung für den weiteren Bildungsweg bereits mit 10 Jahren getroffen werden soll. Es sei denn, die Entwicklung ist hier bereits abgeschlossen.
Selbst die geradezu als ideale Abiturienten deklarierten bayrischen Gymnasiaten sehen nur nach außen hin als solche aus. Die Quote der Abiturienten ist hier besonders niedrig, die derjenigen, die den zweiten Bildungsweg einschlagen, außerordentlich hoch.
Unfähig zur Selbstkritik wird das dt. Abitur als das einzig wahre erhoben, ist aber innerhalb der Republik schon nicht überall gleich viel Wert.
Ist es so schwer, zu schauen, was andere in Pisa-Studien auszeichnet und dies den dt. Schüler zukommen zu lassen. Dann kann der Lehrer auch angestellt sein, merken würde es dann keiner mehr

Es wird durchregiert in Merkelland: Aber anders, als die konservativen CDU- Wähler gedacht hätten.
Für seine reform- und einflusslüsternen Begehrlichkeiten hat sich der Staat die Opferbezirke ausgesucht, die am wenigsten Gegenwehr versprechen: Familie und Schule.
Dabei sind Schulen in einem ganzheitlichen Verständnis vom Menschen alles andere als Bildungsmolkereien, wo sich Schüler an einzelnen Abfüllstationen ihre Wissenration abholen.
Es geht um mehr. Bildung ist nicht die Anhäufung von möglichst viel Wissen, sondern Teil der Erziehung. Einer Erziehung vom Kind zum lebenstüchtigen, gefestigten Erwachsenen.
Dazu braucht man Lehrer mit Berufung, keine Akkordarbeiter und Scoring- Trainer.

Natur gegebene individ. Veranlagungen treten erst in
Erscheinung nach einer tiefen generellen Orientierung.
Die hat bisher das Abitur mehr oder weniger gewaehr-
leistet.-- In dieser Zeit erwacht das Gefuehl des jungen Menschen fuer ihre besonderen Interessen und Faehigkeiten, sei es Math./Chem./Sprachen u.s.w.
Erst danach kann man sich Richtung geben unterstuetzt
von den indivd. entdeckten Talenten.
Der erwiesene Erfolg der deutschen Bildung liegt ja auf
der Hand. Danach ist die Spezialersierung natuerlich unausbleiblich in der heutigen vielseitigkeit des Wirtschafts
geschehens.
Den Lehrerberuf zu einem "Taubenschlag" umzumodellieren--wie es in der USA +Kanada ueblich ist
waere nach meiner vieljaehrigen Beobachtung ein
"Grober" Fehler. Da durch die Unsicherheit der Lehr-
koerper nur eine "Oberflaechliche" Verbindung mit
ihrer Taetigkeit zu stande kommt!.
Denn als Lehrer braucht man eine Menge Ruhe und
Geduld-- Und nicht Angst.--Damit kann man in der
Wirtschaft spielen,auf keinen Fall mit dem Lehrerberuf!!

Das waren ja nicht gerade die klassischen deutschen Staerken, die da in dem Test den Ton angaben. Wieso soll man sich von Indern vorschreiben lassen, was Bildung ist?
Mit mehr Selbstbewusstsein angeblich Nutzloses tun!
Man muss nicht an Naturheilverfahren glauben, aber dass etwas nicht messbar oder einfach nicht gemessen wird, heisst nicht, dass es nicht da ist.
Die eigentliche Pisa-Diskussion hat noch gar nicht begonnen.

Der Artikel ist sehr merkwuerdig. Versteckt sich dahinter ein zu kurz gekommener Zyniker? Es geht ihr wohl nur darum alles schlecht zu reden. Bravo, Frau Schmoll, viel Kritik aber nichts Einfallreiches, So wie das Land, so die Leute.

Dies ist die ich weiß nicht wievielte Diagnose, die in den letzten Jahren von sogenannten Bildungsforschern gestellt wurde. Immer wieder wird über unser Bildungssystem, seine 'Ungerechtigkeiten und strukturellen Defizite lamentiert.
Leider sagt niemand, dass dieses System noch vor 40 Jahren im internationalen Vergleich Spitzenleistungen erbracht hat. Hat sich das System seither geändert? Nein, was sich geändert hat, ist die gesellschaftliche Achtung von Bildung und der dafür notwendigen Anstrengung. Es fehlt in Deutschland nicht an Chancengerechtigkeit, es fehlt schlicht und ergreifend an der notwendigen Leistungsbereitschaft der Beteiligten.

Das Problem an dem derzeitigen Aufbau des Bildungswesens ist, dass Leistung bei Lehrern nicht honoriert wird. Mittlerweile wird jeder Oberstudienrat, wenn er nur lange genug wartet. Dadurch fühlen sich die Lehrer, die etwas bewegen wollen (und davon gibt es genug) zurecht ausgenutzt und bestraft.
Rechnet man dann noch hinzu, dass ein Lehrer absolute Jobsicherheit besitzt und ihm auch bei minimalstem persönlichen Engagement und Ehrgeiz nichts passieren kann, hat man ein Rezept für das aktuelle Bildungsdesaster.
Mich hat gerade diese Struktur (Verbeamtung) vom Lehrerberuf abgehalten da er für engagierte Personen frustrierend und eine Sackgasse ist.

Das dreispaltige Bildungssystem in Deutschland stammt noch aus Zeiten der Weimarer Republik, welche damals zum Zweck hatte nur hochqualifizierte Beamte heranzuzüchten, mithilfe des entsprechenden Gymnasialabschlusses. Da aber in der modernen Welt mehr als nur qualifizierte Beamten zur Steuerung des Staates benötigt werden, muss der "Output" an Wettbewerbsfähigen Schülern vergrößert werden. Persönlich besuchte ich eine Europäische Schule bei der eine dauerversorgung der Kinder ab dem Kindergarten garantiert ist und die Schüler täglich von 8 bis 15:30 ihr Schulpensum absolvieren. Desweiteren wird eine mehrsprachiges Umfeld in den wichtigsten EU Landessprachen Deutsch, Englisch , Französisch, Italienisch und Niederländisch garantiert, ab der Grundschule wohlgemerkt. Zudem wird das Abitur in 12 statt 13 Jahren erreicht und das schon seit über 20 Jahren. Obgleich diese Schule, ja sehr wohl eine Musterschule seit Jahren in Karlsruhe stand diente sie scheinbar nicht zum Exempel moderner Bildung für die amtierenden Bildungsminister. Reformen sind dringend Nötig, dass steht jedenfalls fest.

Endlich einmal eine gute Kritik nach den "Reformen" der Schulen in Deutschland. Nach dem angeblich schlechten Abschneiden deutscher Schüler bei der PISA Studie ist an den Bildungseinrichtungen eine regelrechte Testeritis ausgebrochen. Man überschüttet die Schüler mit Jahrgangsarbeiten, Vergleichsarbeiten usw. Da die Vergleichsarbeiten in einzelnen Bundesländern mit Computern erstellt wurden, die bekanntlich nur "ja" oder "nein" als Antworten kennen, waren diese Tests dementsprechend einfallslos und wurden den einzelnen Schülern überhaupt nicht gerecht. Die Schulen werden mit angeblich "modernen" Lehr- und Lernmethoden überhäuft. Kaum ist eine Sache eingeführt, folgt schon die nächste.
Die Bildungspolitiker sollten auch zu der einfachen Einsicht gelangen, dass die Experten für Bildung nicht Unternehmensberatungen und Testinstitute sind, sondern LehreInnen, die täglich mit Schülern arbeiten.

Das System, auf das alle schimpfen wehrt sich. Es beharrt darauf, dass sich nichts besser machen ließe.
Im Tenor ist er in etwa so gehalten wie der berühmte Kommentar zu "jenem Professor" namens Kirchhoff, der zwar Steuerrecht lehren und als Verfassungsrichter darüber empfunden haben mag, aber doch im Grunde davon nichts verstünde.
Wie also können sich Bildungsforscher erdreisten mehr von der Sache zu verstehen, als die werte Frau Schmoll.
Ist Kündigungsschutz eine Motivation den Lehrerberuf zu ergreifen und ihn besser als ohne zu versehen? Lachhaft. In der Schweiz werden Lehrer grundsätzlich nicht verbeamtet. Sind sie deshalb schlechter? Sicherlich nicht.
Warum sollten Lehrer sich fortbilden müssen? Nun, vielleicht damit sie das Lernen nicht verlernen, denn dies verlangen sie von ihren Zöglingen.
Und wenn bei Lehrern eine leistungsgerechte Bezahlung zu einer Absenkung des Grundgehalts führt, dann bekommt der, der die geforderten Leistungen nicht erbringt eben weniger. Von seinen Schülern verlangt der Lehrer doch auch, dass sie Leistung bringen und wenn er ihnen dieses nicht vermitteln kann, dann ist er eben ein nicht so guter Lehrer.

Egal was man in Deutschland verändern will, die Konservativen wissen wie man das verhindert. Vor allem das Schulsystem ist für die konservativen sakrosankt. Dabei ist es notwendig das Schulsystem grundsätzlich zu verändern, weil die Schülerzahl immer geringer wird und da ist es halt nicht möglich drei Schulen zu halten, wenn die Schülerzahl nicht mal für eine reicht. Darüber hinaus ist die Zahl der Studenten vergleichbar mit anderen Nationen sehr gering und da ist das dreigliedrige Schulsystem stark verantwortlich dafür. In anderen Ländern scheinen Gesamtschulen zu funktionieren und wieso soll das nicht in Deutschland so gehen.

Wieso wird das Abitur entwertet? - es ist doch heute schon nicht mehr das wert, was es einmal war. Heute ist doch Abitur schon die Voraussetzung für jeden etwas anspruchsvolleren Ausbildungsberuf.

Bildung in Deutschland ist ein Graus... das wird jeder bestaetigen der z.Z. in Schulausbildung ist oder einen verlgeich hat. Dieses "Bildungsgutachten" kratzt nur an der Spitze des Eisberges... Das Staatliche Bildungssystem ist veraltet und conservativ (in Bayern haengen noch/wieder Kreuze im Klassenzimmer).
Bildung, und damit meine ich Schulen und Kindergaerten erziehen die kommenden Generationen, und wollen die "Alten" denn nicht das die ihre Rente zahlen?
Mal ehrlich, das Niveau ist ganz unten... Kinder muessen weg von Fernsehn und Computern die sie mit der Welt verbinden... Kinder sollten die Welt beschuetzt und spielend entdecken damit so etwas wie eine Individualentwicklung ueberhaupt noch moeglich ist... dann kann man sie vielleicht auf die harsche Realitaet des 21. Jahrhunderts loslassen.
Die Regierung will ihr "Wirtschaftswunder" zuechten, aber was wir wirklich brauchen sind Menschen.