28. April 2009 Iran wird eine Zwei-Staaten-Lösung in Palästina akzeptieren, wenn alle Palästinenser, auch die in den Flüchtlingslagern, sie in einem Referendum angenommen haben werden. So will das offizielle Teheran die jüngsten Aussagen von Präsident Mahmud Ahmadineschad verstanden wissen; sie waren außerhalb Irans bereits im Sinne einer generellen Zustimmung zu einer solchen Lösung gedeutet worden.
Dennoch scheint Bewegung in die politischen Fronten gekommen zu sein. So hat der in Damaskus residierende Exil-Führer der radikalislamischen Hamas, Khaled Meschal, eindeutig den Willen seiner Organisation bekundet, in eine Entscheidung eingebunden zu werden.
Bei aller Vorsicht, die angebracht ist, lassen seine Äußerungen, man solle die vor mehr als zwanzig Jahren entstandene Charta der Hamas, in der die Zerstörung Israels gefordert werde, nicht als immerwährenden Vorwand für eine Kontaktsperre nehmen, auf eine gewisse Gesprächsbereitschaft schließen. Mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation Jassir Arafats war man schon einmal in einer ähnlichen Lage. Und die Kontakte zwischen Meschal und Irans Führung sind eng.
Text: F.A.Z.