Krebs

Ein Speicheltest auf Mundhöhlenkrebs

22. März 2006 Mit einem Genchip kann man anhand einer Speichelprobe Mundhöhlenkrebs schon im Frühstadium erkennen. Bei dem Test wird die Menge von vier bestimmten Ribonukleinsäuren ermittelt, die bei Mundhöhlenkrebs ein charakteristisches Profil zeigen. Das Verfahren wurde von David Wong von der School of Dentistry der University of California in Los Angeles entwickelt und unlängst auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Gesellschaft für zahnärztliche Forschung als ein erster standardisierter Speicheltest zur Früherkennung von Mundhöhlenkrebs vorgestellt. Der Test wurde bislang an hundert gesunden und kranken Personen erprobt. In mehr als achtzig Prozent der Fälle konnte Mundhöhlenkrebs richtig diagnostiziert werden. Weil diese Erkrankung bisher meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, ist die Sterblichkeitsrate hoch. Wird der Krebs frühzeitig diagnostiziert und bekämpft, beträgt die Überlebensrate 80 bis 90 Prozent. Die Forscher wollen die Zuverlässigkeit des Tests weiter klinisch testen. Sie hoffen auf einen entscheidenden Fortschritt bei der Bekämpfung von Mundhöhlenkrebs.



Text: bh / F.A.Z., 22.3.2006

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche