Organtransplantationen

American Way bei Organspende

Amerika triumphiert mit Erfolgsgeschichten. Die Zahl der Organspender ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. In Osteuropa dagegen zeichnet sich ein „Rückfall in die Verhältnisse vor 15 Jahren“ ab. Doch taugt der Zuwachs in den Vereinigten Staaten als Vorbild?

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juni 2007 20:29

@Sophia

Jo Silva (chimero)

Sicher hat jeder Recht darauf der Spende zu wiedersprechen, jedoch habe ich schon (leider) Faelle gesehen, von den durch umstaende vom "ich gebe und nehme auch nicht", ploetzlich ein "ich will unbedingt eins bekommen" wurde. Ich bin fuer eine Nichtspenderregiestrierung wie in anderen Laendern ueblich. Wenn ich nach meinem Ableben noch jemanden das Leben retten kann, warum nicht? Gebe ich nicht in diesem momment meinem Leben noch einen Sinn? Soll ich ein andere Leben aufs Spiel setzen, nur weil ich "schoen komplett" unter die Erde will? Bei der vorherigen Autopsie wird leider auch vieles herumgeschoben. Und sicherlich werde ich nicht auf der Intensivstation umgebracht weil nebenan jemand meine Niere will.
Leider herrscht noch viel Irrglauben um die Transplantation, ich finde man sollte erst jemanden sehen, der die Tage zaehlt und darauf wartet eine "Geschenk des Schicksals" zu bekommen, bevor man sagt ich Spende nicht.
Man sollte sich fragen, was wenn mein Herz, den Menschen fuer den es schlaegt (den/die Liebste/n) das Leben rettet?
Waere es nicht das schoenste?

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01. Juni 2007 18:36

Mein Herz gehört mir und ich schenke es, nur wenn ich will!

Sophia von Harsdorf (zickezacke)

Ich lasse es nicht zu, dass mein Herz ”gebrochen” wird. Ich ”trage es lieber auf der Zunge”. Ach, mein Herz habe ich eh ”in Heidelberg verloren”!
Finden Sie es albern? Und ich finde die gesamte Debatte in erster Linie gruselig, verlogen und unlogisch. Warum soll es unmöglich sein -weltweit - neben einem "Reisepass" auch keinen "Spenderpass" einzuführen und im "Ernstfall", nur einen eingetragenen "Geber" auch als "Nehmer" zu behandeln? Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit einem fremden Herz eines Tages weiter leben möchte. Ich kann mir auch nicht vorstellen –solange ich jedenfalls bei Bewusstsein bin -, dass mein Herz eines Tages, wenn es mich nicht mehr gibt, in einer anderen Brust weiter schlagen sollte. Es gibt eben nicht nur eine immunologische Abwehr und Gegenreaktion bei einer durchgeführten Organtransplantation. Es gibt vielleicht auch eine mentale Abneigung. Sie richtet sich gegen jeden Wahn der auf- Gedeih-und-Verderb-oder- koste-was-es-wolle-Lebensverlängerungsmassnahmen. Ich möchte auch nicht, dass auf meine Familie diese ”herzzereissende” Entscheidung übertragen wird. Das hat alles nicht mit moralischen, ethischen, religiösen, finanziellen Gründen o. Ausreden zu tun. Wie wäre es mit Selbstbestimmung?

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