Lebenslange Übung in einem scharfen und uneitlen Blick auf sich selbst und die Welt: John Updikes letzte Gedichte erinnern an eine alte ars moriendi.
Unser Rezensent, der Dichter und Literaturwisenschaftler Heinrich Detering, bewundert die „eigenartige Leichtigkeit und Souveränität”, mit der Updike vom Sterben erzählt. Allerdings hätte er sich von Rowohlt eine zweisprachige Ausgabe des Gedichtbands gewünscht, denn Updikes lakonische Verse klängen im Deutschen angestrengt und dunkel. So ginge „mit dem Metrum auch der Witz verloren.”