Dieser Autor beweist, dass die Möglichkeiten erzählerischer Experimente noch längst nicht ausgeschöpft sind: Roberto Bolaños kühner, wilder, großartiger Roman „2666”.
In der vorliegenden Form sei Bolaños unvollendeter Roman „keineswegs perfekt”, findet unser Rezensent, der Autor Daniel Kehlmann. Trotzdem sei er „doch immer noch so ziemlich allem überlegen, was in den letzten Jahren veröffentlicht wurde.” Er bedauert den Tod des Autors im Jahr 2003 zutiefst - nicht zuletzt, weil sein letzter Roman Fragment geblieben ist.