Im Roman Die Straße zum Paradies erweckt Kevin Baker das historische New York zum Leben. Ein Titel, der durchaus ironisch zu nehmen ist, liegt doch das Paradies, wenn überhaupt, irgendwo sehr weit entfernt von diesem Ort. Von Verena Lueken
Wer durch das anstrengende Indien reist, muß sich nicht noch literarisch beschweren. Am besten läßt er sich von der Liebesgeschichte Aufruhr begleiten. So erfährt der Leser mehr über Land und Leute als aus den meisten Sachbüchern.
Albanien hat die besten Voraussetzungen für eine großartige touristische Karriere: unverbaute Strände, geheimnisvolle Ruinen, warmherzige Menschen. Konserviert von Raki, desinfiziert von Peperoni: Warum sich Gott in Albanien so wohl fühlt.
Island ist so dünn besiedelt wie kein anderes Land in Europa. Überall auf der Insel herrscht eine wundervolle Ruhe - nur nicht auf der Partymeile von Reykjavík. Dort tobt am Wochenende die Meute, wenn die Stadt bei der rituellen Runtur ihren Durst und ihren Lebenshunger mit Bier, Schnaps und einigem mehr stillt.
Soeben hat im englischen Chatham Dickens World eröffnet: Die Betreiber haben 62 Millionen Pfund investiert und versprechen eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Was der wohl zur pittoresken Bootsfahrt durch Londons Abwasserkanäle gesagt hätte? Von Gina Thomas
Grünes Bollwerk gegen die Barbarei der Welthauptstadt des Kapitals: Seit hundertfünfzig Jahren gewährt der Central Park in New York den Stadtbewohnern Ruhe vor Geschäften. Von Verena Lueken
Langsam bekommt man sie zu spüren, die russische Weite. Allmählich erst wächst das Gefühl der Entfernung. Thomas Rietzschel war unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn.
Den Recherchen von Raoul Schrott zufolge war Homer kein blinder Seher, sondern ein vereidigter Schreiber der Assyrer. Er lebte in Kilikien, nahe der heutigen türkischen Stadt Adana. Was er sah, las und erlebte, ließ er in seine Ilias einfließen. Von Raoul Schrott
Witzig, intelligent und federleicht: Mit seinem Roman Die Vermessung der Welt über Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß gelingt dem jungen Daniel Kehlmann der Durchbruch. Von Hubert Spiegel
Der Rest der Kulisse ist verschwunden: keine Felsgrotte, keine Wandmalereien aus der Steinzeit - nur eine öde Schlucht, deren Wände vom Abendlicht in ein rötliches Gold getaucht werden. Eine Pilgerfahrt zu den Drehorten des Englischen Patienten.
Einmal nichts sehen, einmal auch nichts denken - das ist, seit Dichter wie Vicente Blasco Ibáñez, Pierre Drieu la Rochelle, Jacques Prévert und viele andere prominente Gäste der Insel sich darüber äußerten, einer der stärksten Gründe, Ibiza zu besuchen.
Vor fünfzig Jahren starb Nikos Kazantzakis, dessen Romanfigur Alexis Sorbas unsterblich geworden ist. Das Dorf Lentas im Süden von Kreta soll ihn zu seinem Buch inspiriert haben. So will es jedenfalls die Legende.
Der katalanische Autor Carlos Ruiz Zafón spielt in seinem Bestseller Der Schatten des Windes virtuos mit Phantasie und Wirklichkeit. Jetzt kann man auf den Spuren des Buches Barcelona erkunden. Von Georges Hausemer
Erst bekam Elfriede Jelinek den Nobelpreis. Dann ging der Deutsche Buchpreis an Arno Geiger, und Daniel Kehlmann verkaufte sich wie warme Semmeln. Woran liegt es, dass aus Österreich die aufregendsten Bücher der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kommen? Eine Spurensuche in Wien.
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