Literaturnobelpreis

Vergabe nach den Regeln von 1786

Horace Engdahl verkündet den Preisträger

Horace Engdahl verkündet den Preisträger

13. Oktober 2005 Die 18 Mitglieder der Schwedischen Akademie vergeben seit 1901 den Nobelpreis für Literatur. Zusammensetzung und Arbeitsweise richten sich nach Regeln aus dem Jahr 1786, die König Gustaf III. (1746-1792) zur Pflege der schwedischen Sprache erlassen hatte.

Noch heute gilt, daß alle Mitglieder von der Akademie selbst auf Lebenszeit gewählt werden. Die Mitgliedschaft hört auch dann nicht auf, wenn ein Betroffener dies selbst ausdrücklich als seinen Willen erklärt hat. So werden die Schriftstellerin Kerstin Ekman und ihre Kollege Lars Gyllensten weiter als Akademie-Mitglieder geführt, obwohl sie 1989 ihren Austritt erklärt hatten.

Derzeit sind sechs der nominell 18 Mitglieder älter als 80, weitere fünf über 75 und zwei über 70. Die Hauptarbeit bis zur endgültigen Abstimmung über einen Literatur-Nobelpreises liegt beim Nobelkomitee mit fünf Mitgliedern. Ihm gehören derzeit an: Horace Engdahl (56) als Ständiger Sekretär sowie die Schriftsteller Per Wästberg (71), Kjell Espmark (75), Birgitta Trotzig (75) sowie Katarina Frostenson (52). Über die Beratungen zum Nobelpreis muß jeweils 50 Jahre lang Stillschweigen bewahrt werden.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: picture-alliance / dpa

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