Uwe Tellkamp: Der Turm

Das geheime Land

Uwe Tellkamps erstaunliches Epos „Der Turm“ ist eine Geschichte über den Untergang der DDR und Menschen, die es im Sozialismus eigentlich gar nicht hätte geben sollen: Bildungsbürger haben sich im gesellschaftlichen Abseits zur dornröschenhaften „Turmgemeinschaft“ zusammengefunden. Von Julia Encke

Lesermeinungen zum Beitrag

16. September 2008 22:24

Na endlich mal

Jens Hieke (Lantenac)

... ein linksreaktionäres Treten nach dem "Eisvogel". Wenn es auch nur ein Nachtreten ist, aber dafür sind gleich alle Schreckvokabeln ("demokratieverachtend, deutschtümelnd und elitär") beisamen. Huch, "ressentimentbeladen" hab ich vergessen. Immerhin fehlt "verharmlosend". Der arme Tellkamp! Da beschwört er schon über den "Teufel" und vergißt dann den Exorzismus. Auch scheint es für manche Rezensenten eine Zumutung zu sein, daß Autoren sich erdreisten, die Welt ironiefrei und pathetisch darzustellen. Die Klage über Ironiefreiheit ist dogmatischer Unsinn. Es ist nicht zuletzt der Ernst, der bei Tellkamp so gut tut. Und die Abwesenheit politisch korrekter Weltsichten natürlich.

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