
Auch wenn die Experten dieses Buch hochloben, nach der dritten Fortsetzung das Vorabdrucks habe ich die Lektüre aufgegeben, nicht weil mich die Idee gestört hätte, sondern weil mich der quälende Text mit seinen gar nicht überzeugenden Konstruktionen kalt gelassen hat, er hat mich vereist, vielleicht war das die Absicht. Dann ist dem Verfasser die Vereisung des Lesers frühzeitig gelungen.

Der Gedanke ist revolutionär, hat aber ein gravierendes Problem: die Schweizer sind zweifellos (wie die Tiroler) Freiheitskämpfer in eigener Sache, dabei aber erzkonservativ, bodenständig und gegenüber jeglichen weltrevolutionären Ambitionen absolut immun. Die kommunistische Ideologie hat dort, anders als in Deutschland, nie eine nennenswerte Rolle gespielt. Lenin wäre in der Schweiz kläglich gescheitert. Die revolutionären Voraussetzungen in Russland und speziell in St Petersburg waren ganz andere und sehr offensichtlich. Daher hat die deutsche Oberste Heeresführung Lenin ja auch gezielt nach Russland durchgeschleust; der 'Erfolg' (auch wenn es auf ittlere Sicht ein Bumerang wurde) war vorhersehbar. Revolutionen finden eben nicht in einem luftleeren (schweizer) Raum statt!