13. März 2003 Der schwedische Autor Henning Mankell bekommt für seinen Roman Die Rückkehr des Tanzlehrers (Zsolnay Verlag) den Deutschen Bücherpreis 2003 als Publikumsliebling des Jahres. Er ist der unangefochtene Favorit einer Abstimmung unter den Lesern, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiiert wurde.
Mankells neuer Kommissar Stefan Lindmann untersucht in dem Roman die SS-Vergangenheit eines ehemaligen Polizeikollegen und dessen Verstrickungen in die schwedische Nazi-Szene.
Auf Platz 2 folgt Dieter Bohlen mit seiner Autobiographie Nichts als die Wahrheit (Heyne). Petra Hammesfahr kam mit ihrem Kriminalroman Das letzte Opfer (Wunderlich) auf Rang 3, teilte der Börsenverein am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.
Über Teilnahmekarten im Buchhandel sowie in Hörfunk, Internet, Zeitschriften und Tageszeitungen gaben mehr als 25 000 Leser im Februar ihre Stimmen ab. Der Deutsche Bücherpreis wird in neun Kategorien am 20. März bei einer Gala zur Leipziger Buchmesse verliehen. Der Mitteldeutsche Rundfunk (22.05 Uhr) und 3sat (20.15 Uhr) übertragen die Preisverleihung.
Neben Mankell steht bereits Peter Härtling als Preisträger in der Kategorie Lebenswerk fest. In den anderen Kategorien sind unter anderen die Autoren Zsusza Bánk, Peter Merseburger, Jonathan Franzen, Hans-Olaf Henkel, Susanne Fröhlich und der Dalai Lama nominiert. Wer gewinnt, wird erst während der Preisverleihung bekannt. Der Bücherpreis ist ein von Günter Grass geschaffener Bücher-Butt.
Auf die Plätze vier bis 10 in der Publikumsgunst kamen Jonathan Franzen (Die Korrekturen, Rowohlt), Doris Dörrie (Das blaue Kleid, Diogenes), Michael Moore (Stupid White Men, Piper), Ian McEwan (Abbitte, Diogenes), Diana Gabaldon (Das flammende Kreuz, Blanvalet), Elke Heidenreich und Bernd Schroeder (Rudernde Hunde, Hanser) und Jana Hensel (Zonenkinder, Rowohlt).
Text: @chal