Von Andreas Brand (Video) und Marco Dettweiler (Text)
07. März 2008 Schon wieder Hollywood. Schon wieder Sciencefiction. Dieses Mal erinnert das Produkt nicht an einen Film, sondern an eine Fernsehserie. Am Stand von Generale Mobile liegt die Brille von Chefingenieur Geordi LaForge aus Raumschiff Enterprise. Jedenfalls sieht sie ihr sehr ähnlich. Doch zu diesem Gadget gehört auch ein Handy. Und wie soll man mit einer Brille telefonieren?
Wer den netten Hostessen gut zuhört, wird aufgeklärt: Brille aufsetzen, Ohrstöpsel einsetzen, Handy starten. Was dann passiert, ist schon spektakulär. Der Nutzer sieht eine Szene aus dem Film Aliens, als säße er in einem kleinen Kinosaal in der letzten Reihe. Denn die virtuelle Leinwand nimmt nicht das ganze Sichtfeld ein. Sie ist umgeben von schwarzer Fläche, die wie dunkle Wände wirkt. Über den Videoausgang des Handys gelangen die komprimierten Daten zur Brille, wo sie auf das Innere der Plastikgläser projiziert werden.
Geringe Auflösung
Der Nutzer schaut somit nicht durch die Brille, sondern auf die nur wenige Zentimeter große Fläche, wo der Film im Miniformat abläuft. Weil der Abstand zwischen Augen und Brille so gering ist, hat der User das Gefühl, einen Fernseher oder eine kleine Leinwand vor sich zu haben - allerdings gerastert. Die Auflösung von 320 x 240 Pixeln ist etwas zu gering.
Und noch einmal Hollywood: Das Handy in Kombination mit der Brille hätte auch Q für James Bond erfinden können. Neugierige, die unentdeckt bleiben wollen, können damit nämlich um die Ecke schauen. Hier die Anleitung für Spione: Brille aufsetzen, Handykamera aktivieren, Linse des Mobiltelefons um die Ecke halten, selbst dahinter stehen bleiben. Der Nutzer sieht nun, was das Handy sieht. Man selbst bleibt unerkannt. Jedenfalls solange der Akku hält und nicht anfängt zu piepsen.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: Andreas Brand, CINETEXT
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