
Etwas verbotenes zu tun, kann auch stimulierend wirken. Ob Verbote wirklich der letzten Weisheit Schluss sind - ich vermag es nicht zu glauben. Irgendwas läuft i. M. schief. Es ist nicht so, dass Alkohol bei Jugendlichen ein neuzeitliches Phänomen ist. Gewalt untereinander und gegen Andere war auch zu früheren Zeiten nichts Außergewöhnliches. Und doch, es gibt einen entscheidenen Unterschied. Bei aller Aufsässigkeit, Renitenz und Unverschämtheit hatten frühere Generationen einen Rest von Respekt vor Älteren und die Gewissheit, dass die eigene Zukunft reich an persönlicher und allgemeiner Perspektive ist. Ausnahmen davon gab es immer - erinnern wir uns nur an die ersten Drogentoten und deren Karrieren. Doch das waren Einzelfälle und die Gesellschaft ging nicht so ohne weiteres zur Tagesordnung über. Heute ist es normal geworden wegzuschauen. Die Vermittlung von Werten findet nicht mehr in der Familie und auch nicht in der Schule statt. Die Sozialisation heutzutage bietet kein Gerüst und kein Netz. Im Wissen darum, dass das in jungen Jahren Erlernte, die eigene Sozialisation bestimmend für das unbewusste Handeln in der Zukunft ist, kann uns nur Angst um eben diese werden.

Viele Schichten dieser Gesellschaft zerfallen moralisch, sowohl der arbeitslose Trinker als auch der ausschließlich profitorientierte Banker/Makler.
Mögliche Ursachen meiner Meinung nach:
- mediale Verblödung durchs Privatfernsehen (Unterschicht-TV), Videospiele u.ä.
- Verlust des Familienzusammenhaltes, u.a. durch Liberalisierung von Arbeits- und Öffnungszeiten, dadurch auch regelmäßige Vereinsabende u.ä. oft nicht mehr möglich
- Zuwanderung von kaum integrierbaren und kaum sozialisierbaren Menschen aus anderen Kulturkreisen, dadurch VErbreitung von deren Ideologie und Geisteshaltung
- Verbeamtung des deutschen Lehrkörpers mit allen negativen Folgen
- BEstrafung von Leistung durch Steuersystem und Subventionsunwesen