Pitcairn-Prozeß

Meuterer-Nachkommen müssen Haftstrafe antreten

Die „Bounty”-Bucht auf Pitcairn

Die „Bounty”-Bucht auf Pitcairn

31. Oktober 2006 Vier Nachfahren der Meuterer auf der „Bounty“ sind wegen jahrelanger Kinderschändung verurteilt worden und müssen ihre Gefängnisstrafe jetzt antreten.

Die Einwohner der zu Großbritannien gehörenden Pitcairn-Inseln im Südpazifik scheiterten in letzter Instanz vor dem Oberhaus in London mit dem Argument, daß sie nach der Meuterei ihrer Vorfahren 1789 gegen ein britisches Schiff nicht mehr als britische Staatsbürger anzusehen seien und deshalb auch nicht britischen Gesetzen gehorchen müßten, berichtete der neuseeländische Rundfunk am Dienstag.

Gefängnis vor zwei Jahren gebaut

Verurteilt: Steve Christian, früherer Bürgermeister Pitcairns

Verurteilt: Steve Christian, früherer Bürgermeister Pitcairns

Dort residiert der stellvertretende Gouverneur der fünf Quadratkilometer großen Inselgruppe mit rund 50 Einwohnern zwischen Neuseeland und Südamerika. Für das erst vor zwei Jahren gebaute Gefängnis wurden in Neuseeland sieben Aufseher rekrutiert.

Unter den Verurteilten sind Nachfahren des Chefmeuterers Fletcher Christian, der sich mit einem Dutzend Männern gegen den Kapitän der „Bounty“, Captain Bligh, auflehnte. Darunter sind der frühere Bürgermeister Steve Christian (55), dessen Sohn Randy (32) und sein Schwiegervater Ron Brown (80).

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP

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