
Der Täter war krank.
In seiner Situation sah er die Dinge nicht so, wie ein "normaler" und "gesunder" und "belastbarer" Mitmensch sie sehen würde.
Es ist *an* diesem System und *in* ihm gescheitert.
Ehe man endgültig den Stab nur über ihn bricht, wird man sich fragen müssen, warum er den Stab über diese Gesellschaft gebrochen hat und inwieweit diese Gesellschaft auch an ihm gescheitert ist.
Und warum.

Nicht alle sind gleichermaßen "schuldig".
Aber wir sind schuldig, solange wir nur irgendwie Ursachen schaffen für die vereinsamten, verzweifelten, unverstandenen Außenseiter. Und das dürften dann wohl doch wieder fast wir alle sein. Mehr oder weniger. Natürlich gibt es "Durchgeknallte", die unberechenbar sind. Offenbar sind die bekannten Amokläufer aber anders motiviert, denn bei ihnen gab es klare Ursachen: Massive Kommunikationsprobleme, um die sich kaum jemand scherte.
Hatte Ihre Schule Sozialpädagogen/Psychologen für "schwierige" Schüler??? Leider ist genau dies ein bekanntes Problem: Es gibt davon viel zu wenige an Schulen oder gar keine! Informieren Sie sich mal darüber, wieviele Schüler eine Schule hat und wieviele Stunden dort ein Sozialpädagoge eingesetzt ist!

Warum muessen denn immer alle anderen als der Taeter verantwortlich gemacht werden? Ja er war ein Aussenseiter und hatte keine Bezugspersonen und deshalb ist er zum Amoklaeufer geworden?? Wuerden alle Aussenseiter auf ihre Isolation so reagieren, haetten wir Blutbaeder wie Columbine und Erfurt noch viel oefter. Denn auch Aussenseiter schliessen sich in Gruppen zusammen, das sind dann halt nicht die coolen mit den Markenklamotten, sondern halt die schlauen Computerfreaks oder die Star Trek Anheanger....In meiner Schulzeit gab es viele Aussenseiter in meinem Jahrgang und jetzt 6 Jahre nach Ende der Schulzeit sind es diese Aussenseiter die sich am meisten veraendert haben.
Hat denn nicht Cho's Lehrerin ihn aus dem Klassenverband rausgenommen und sich ein Codewort ausgedacht um eventuell Hilfe zu verstaendigen?? Haette die Schule hier nicht einschreiten muessen, denn keine Schueler oder Lehrer sollte zu solche Massnahmen greifen muessen um zu unterrichten/unterrichtet zu werden. Hat diese Schule keine Sozialpaedagogen zu denen sie "Problem-Schueler" schicken kann???

Ein mulitkausales Konglommerat von zusammenspielenden Faktoren löste diese Tragödie aus.
Ursachen:
1. Desintegration
2. mangelhaftes Waffengesetz
3. ein aggresiver Kapitalismus
4. persönliche Labilität
5. mangelhafte interkulturelle Verständigung
6. Divergenz von (technischem) Fortschritt und Ethik/Moral
7. ...
Lösung:
1. schärfere (Waffen-)Gesetze
2. eine dezente Steuerung des Marktes durch den Staat
3. bessere psychische Betreuung
4. die Sozialisation fördernde einfache Maßnahmen: Etwa durch Pflichtteilnahme an Sport- oder sonstige Vereine für alle Schüler und Studenten, um Isolationen zu vermeiden und um soziale Kompetenzen und interkulturelles Verständnis zu fördern -sowohl an den Schulen als auch an den Unis.
5. das Angebot von ethisch-philosophischen Pflichtfächern an den Schulen
6. ...

Ich kann mich Ihrer Formulierung nur anschließen!
Es ist schlicht und einfach das "Miteinander", was diese armen Außenseiter zu Amokläufern macht. Und dieses Miteinander wird auch in Deutschland immer rücksichtsloser. Daher bewegen wir uns auch in dieselbe Richtung, wie die USA: Gewalttaten der Verzweifelten und Unverstandenen nehmen zu. Es ist viel zu billig, die Schuld einzelnen zuzuweisen. Alle sind Schuld. Alle, die diese Gesellschaft so sein lassen, wie sie ist: Pefekt durchorganisiert, aber viel zu kalt und rücksichtslos. Oberflächlich. Verlogen. Oder sind es etwa Menschen, die etwas zu verlieren haben, die solches tun?
Wir brauchen in Deutschland nicht noch mehr Sozialismus (z.B. Waffen- oder Antidiskriminierungs-Gesetze). Aber wir brauchen mehr Wärme, Rücksicht, Mitgefühl und Verständnis füreinander. Wir sollten mehr aufeinander achten. Wenn das Leben für immer mehr Menschen ein Überlebenskampf wird, dann werden solche Taten zunehmen. Denn mit "Sicherheit" und Waffengesetzen werden nur die Symptome bekämpft, nicht die Ursachen.
Natürlich würde ein strengeres Waffengesetz in den USA etwas bringen, Todeszahlen senken, aber das wäre auch nur Statistik und würde nicht die Ursachen ändern, es gäbe nicht weniger Täter.

Mir scheint, daß der Täter paranoid war, also möglicherweise unzurechnungsfähig. Was den Opfern auch nichts mehr nutzt...

Einen einzelnen Grund für eine solche Tat wird man vergeblich suchen. Es gibt eine ganze Reihe von Gründen die, gerade bei Schülern, zu solch schrecklichen und traurigen Taten führen, das sah man in Columbine in Erfurt und jetzt in Blacksburg. Es sind die "Verlierer" des Systems die ausgestoßenen und unverstandenen deren gequälten und verdrehten Psychen irgendwann keinen Ausweg mehr sehen und dann zur Waffe greifen. Letztlich sind solche Taten das Ergebnis unserer egoistischen Ellenbogengesellschaft in der nur der vermeintlich Stärkere weiter kommt und der vermeintlich Schwache, dann, wenn er keinen Ausweg mehr sieht, auf diese weise blutige Rache an seinen Peinigern nimmt. „Anders“ ist in unserer, vom Konsumwahn geprägten, Gesellschaft schon der, der nicht in den angesagtesten Klamotten herumläuft oder kein Handy/MP3-Player sein Eigen nennt, es geht um Dinge die in keiner weise den „Wert“ einer Person für unsere Gesellschaft bestimmen sollten. Wer "anders" ist, nicht in das System passt, wird nicht akzeptiert. Allein gelassen mit seinen Problemen, unverstanden und frustriert kehrt er der Gesellschaft den Rücken. Dann kann es passieren dass, aus Träumen und Wünschen Gewaltphantasien werden die, wie in diesem Fall tragisch Enden.

Horrifying what happened there, 32 innocent victims.
Nobody understands that 2 hours could pass by until the authorities reacted properly and maybe all that could have been prevented from happening,if they would have reacted within a shorter timeframe.
The world now is asking why trying to solve the problem by having more police force on site, more controls when entering schools and colleges or having pre-warning and announcement-systems, when a lot of this could be prevented by grabbing the real problems at its ROOTS.
In Europe and even in the US' bigger neighbour Canada different gun-laws prove, that not everybody should/could carry a gun.
Somebody just grabs his driverslicense, walks into a Walmart, some associate puts the driverslicense and the registered number of the firearm in a system and within 1hour EVERYBODY above the age of 18 can walk out of there with a loaded gun!Why not having a longer, more intense and proving background screening process about the person longing to carry a gun?! Wouldnt that already cancel 50% of all applicants out?
What are 200million priv. weapons needed for- constitutional rights(dated back to the 18th century),"freedom",self-protection-against others also carrying a gun?-a vicious circle

schoen zu sehen , wie sich die amerika-veraechter den kopf ueber 'ihre' USA zerbrechen...darueber wissen sie dank
anne will und marietta slomka ja SOO viel.

Tja, liebe Weltenerklärer, der soziophilosophischen allzumal, da stockt einem doch heftig der Atem ob des Erklärungsgedröns, was in diesen modernen Zeiten immer dann anklingt, wenn wir uns Ereignisse wie dieses so gar nicht erklären können oder wollen. Hat sich dieses fatale Gemisch aus Orientierungslosigkeit in einem Meer der Multioptionen nicht längst seine eigenen Werte gebastelt, Halt, Sinn, hat nicht längst im neoliberalen Weltengetöse Existenz eine eindeutige Funktion um ihrer selbst erhalten, sind nicht schon längst sämtliche Mahner für den Erhalt von Bindungssinn und Bildungswert verstummt hinter den Anforderungen einer postkapitalistischen Heilsbotschaft? Gewalt, Enthemmung tarnt sich oft hinter Engelsgesichtern, die traurig und eiskalt Bedeutung suchen in einem Rausch der Zerstörung, gottgleich. Was läuft schief, nicht nur bei Onkel Sam? Es sind sind die Worte, die Zuwendungen, die Aufmerksamkeiten, die vorher fehlen. Und ein Wertebewusstsein, was nicht nur nach der Vervollkommnung in ökonomischen Glückseeligkeiten
fragt. Kant statt Kaliber. Oder haben wir seit mind. 200 Jahren nichts dazugelernt?

Bei aller Tragik und Schrecken dieses Ereignisses muss man sich wundern ob der Kaltschaezigkeit einiger leitender Herren dieser UNI. Wie man liest gab es die erste Schiesserei um 7.15 mit zwei Toten. Der Unterricht ging weiter und die Polizei wurde auch nicht gerufen oder nicht richtig informiert. 2 Stunden spaeter folgte die zweite Schiesserei mit vielen Toten. Natuerlich kommen die USA nicht darum herum wiedermal den Besitz von Waffen zu diskutieren, aber ich frage mich, ob damit solche Taten letztendlich verhindert werden koennen. Ganz gewiss scheint mir allerdings, dass die Opferzahl wesentlich kleiner gewesen waere, haette die Leitung der UNI sofort richtig reagiert. Ich hoffe dass nun auch die Motive dieser Tat oeffentlich gemacht werden damit Lehren gezogen werden koennen, ganz so selbstverstaendlich ist dies naemlich gar nicht. Bin gespannt ueber die Berichterstattung der naechsten Tage.

Man sollte sich angesichts solcher Taten immer wieder fragen, warum und wozu Menschen sich solche Waffen kaufen. Solange die Menschen Zugriff zu solch tödlichen Waffen wie einer Beretta und ähnlichen Handfeuerwaffen haben, ohne daß dahinter ein anderer Zweck als die Nutzung zum töten anderer Menschen liegt (wie beispielsweise beim Jagen) ist es ganz klar, daß sich solche Amokläufe häufen. Dazu reicht ein offensichtlich durchgedrehter Student mit Beziehungsproblemen. Wer nach solchen Taten, wie beispielsweise der grosse Präsident George W. Bush, das Tragen von Waffen (die leider nur einen Zweck haben, das schnelle Töten von Menschen) propagiert, hat offensichtlich weniger das Wohl seiner Mitmenschen im Auge, als den Aktienkurs einiger sehr "wichtiger" Waffenfirmen.
Um davon abzulenken, wird wohl wieder über Killerspiele diskutiert werden, doch die wahre Ursache sind diejenigen, die die Mordinstrumente herstellen und vertreiben.

Die gefundenen Waffen waren vom Kaliber 9mm und .22, nicht 22mm. .22 entspricht etwa 5.68 mm.

Meinen Sie nicht, eine geringere Verbreitung von Handschußwaffen, ja eine bis zum Äußersten erschwerte Zugänglichkeit, könnte solche und ähnlich gelagerte Katastrophen verhindern?
Mir ist unbegreiflich, wozu die Zivilbevölkerung in einem Staat, dem verfassungsmäßig das Gewaltmonopol zukommt, überhaupt Waffen besitzen müßte.

Hallo Herr Rott,
bitte erklären Sie mir einmal was daran "sehr niedrig" ist die Diskussion über die Waffengesetze in Amerika anzustoßen! Natürlich braucht es keine schärferen Gesetze im Sinne von: "Du sollst nicht auf Kommilitonen schießen o. ä."! Vielmehr sollte man Waffen in privatem Besitz gänzlich verbieten! Aber der Präsident ist ja der Meinung, dass „Menschen ein Recht haben, Waffen zu tragen, aber dass alle Gesetze befolgt werden müssen.“
Warum der Präsident dieser Meinung ist liegt meiner Meinung nach klar auf der Hand: er folgt einfach der starken Lobby der Waffenindustrie in den USA! Da mutet es schon scheinheilig an, wenn er dann auch noch an der Trauerfeier für die Opfer teilnimmt. Aber es gibt keinen Grund sich darüber aufzuregen - in Deutschland ist es in vielen Dingen nicht besser....

Bei allem nötigen Respekt; einerseits ist so ein Ereignis nicht ein Vorwand, sondern ein sich wahrscheinlich häufig wiederholender Denkanstoß für Nachbesserungen an äußerst liberalen Waffengesetzen (USA).
Darüber hinaus dieses ermüdende Hinterfragen als "sehr nieder" zu bezeichnen ist nicht nur unlogisch (schärfere Gesetzgebung ergo schwierigere Beschaffung) sondern in Anbetracht der Tatsache dass Sie an Ihrer Universität "...seit Jahren..." ein wahrhaft striktes Waffenverbot haben, geradezu lächerlich! (Das hat eine verdammte Selbstverständlichkeit zu sein!)
Das anscheinende Mitführen des Kassenbeleges, während der Tat, lehrt uns diese Leichtigkeit des Erwerbs leider auf tragisch plakative Weise...

Herr Prof. Rott hat beklagt, dass aus Deutschland sogleich die Diskussion um Waffen aufflammte, nachdem die Nachricht des Amoklaufs bekannt wurde. Tatsächlich schulden wir zunächst den Ausdruck des Mitgefühls und des Beileids für die vielen unschuldigen Studenten und Herrn Prof. Librescu, die starben.
Aus der Ferne liegt gleichwohl nahe, sich sodann der Frage nach den Ursachen zuzuwenden, warum es immer wieder zu solchen Vorfällen kommen kann. Kein Zweifel, mit Erfurt hat Deutschland seine eigene Erfahrung mit Amokläufen; aber dass die Vielzahl von Waffen, die in den USA bedenkenlos erhältlich sind, eine objektive Erhöhung der Gefahr darstellt, dass Personen zu ihnen Zugriff erhalten, die nicht in der Lage sind, besonnen mit diesen Werkzeugen umzugehen, dürfte auf der Hand liegen. Dagegen kann man nicht einwenden, dass auf dem Campus ja ein Waffenverbot herrrsche, sofern man in der Nachbargemeinde problemlos Waffen kaufen kann.
Das Verständnis, dass das Recht, Waffen zu besitzen, verfassungsmäßig verbrieft sei, widerspricht in einem solchen Maße einem europäischen Verständnis, dass in der Tat das hiesige Unverständnis reflexhaft aufflammt, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Wenn ich schon die ersten höre, die den Besitz von Tötungswerkzeugen gutsprechen und verteidigen, werde ich wütend. Zu was so etwas führen kann, zeigen doch die gut 15000 Opfer in den USA. Also ich habe kein Interesse daran, irgendwann einem verrückten zum Opfer zu fallen, nur weil er die Möglichkeit hat, eine Waffe zu besitzen. Wüsste nicht, womit man dies rechtfertigen sollte. Die Waffe als Hobby oder Verteidigung ist abscheulich!

Es ist schade daß Ihr Kommentar über die Tragödie an unserer Schule so unglaublich tendenziös und ignorant ist.
Das Schuldsuchen, Elementen der amerikanischen Journeille folgend, ist nicht nur sinnlos, es klagt auch die falschen Instanzen an. Wie unsinning der Ruf nach Verhindern des Verbrechens ist, kann Ihnen ja wohl auch die Frankfurter Ploizei erklären. Die Universitätsbehörden haben mehr getan und in besserer Weise als man unter jederart Umständen erwarten könnte.
Daß Sie aber diese schreckliche Tat als Vorwand für ein Aufwärmen der Waffengesetzdebatten ausnützen wollen ist schon sehr niedrig. Unser Campus hat schon seit Jahren ein ausnahmloses Waffenverbot. Was mehr wollen Sie denn verbieten? Ein Massenmörder hat 33 unbewaffnete Menschen getötet, glauben Sie daß ein klareres Waffenverbot ihn davon abgehalten hätte?
Warum fragen Sie nicht stattdessen warum das private Cellphone network im Notfalle für lange Zeit völlig zusammenbrach. Eine Verbesserung dort könnte vielleicht in anderen Notfällen die Kommunikation mit 25000 Studenten im Transit erleichtern. Das wäre ein positiver Beitrag.
Die Universität ist außerdem als eine der 10 besten in Architektur bekannt.

"Trey Perkins, who was sitting in a German class in Norris Hall, told The Washington Post that the gunman barged into the room at about 9:50 a.m. and opened fire for about a minute and a half, squeezing off 30 shots in all.
The gunman, Perkins said, first shot the professor in the head and then fired on the students. Perkins said the gunman was about 19 years old and had a ``very serious but very calm look on his face.'' "
Quelle: http://www.guardian.co.uk/worldlatest/story/0,,-6563222,00.html
Sind dies die Informationen, nach denen Sie fragen?

In der amerikanischen Berichterstattung steht, daß der Täter sich gezielt einer "German Class" zugewand hatte. Gibt´s dazu mehr Informationen?