10. September 2007 Ungarische Sicherheitsorgane und das Europäische Polizeiamt Europol in Den Haag sind der Fälschung von Euro-Banknoten in bislang ungeahntem Umfang zuvorgekommen.
Nach Informationen der F.A.Z. wurden bei einem Zugriff in der vergangenen Woche in Ungarn, der mit Unterstützung von Europol erfolgte, acht Tonnen echten Banknotenpapiers sichergestellt.
Fast 600 Millionen Euro wären herausgekommen
Der Grundfarbe nach war das Papier zum Druck von Banknoten im Wert von 50 und 200 Euro geeignet. Die 50-Euro-Fälschungen hätten einen Nominalwert von 150 Millionen Euro ergeben, gefälschte 200-Euro-Banknoten einen Wert von 440 Millionen. Dem Vernehmen nach stammt das Banknotenpapier aus Deutschland. Es wurde demnach gestohlen.
Sechs Tatverdächtige wurden in Ungarn festgenommen. Hinter den geplanten Fälschungen steckt mutmaßlich eine international agierende kriminelle Gruppe. Weitere Einzelheiten sollen an diesem Montag in Budapest bekanntgegeben werden.
Text: D.D. / F.A.Z., 10.09.2007, Nr. 210 / Seite 13
Bildmaterial: Daniel Pilar