
Ich möchte nicht sagen, dass wir China in den Himmel loben sollten, um - wie Sie schreiben - unsere eigene Rente aufzubessern. Das wäre der falsche Weg. Aber China zu verklären, kann ebenso wenig der rechte Weg sein. Warum muss es sich denn immer um „China-Euphorie“ oder „China-Phobie“ handeln? Ein Denken in Extremen ist wenig hilfreich.
Deshalb sage ich, dass wir die Entwicklung Chinas kritisch verfolgen sollten, dabei aber auch stets berücksichtigen sollten, dass China enorme Leistungen in den letzten 30 Jahren gezeigt hat. Hungerkatastrophen wie zu Zeiten Maos sind Vergangenheit. China hat sich innerhalb weniger Jahre von einer weitgehend autarken Planwirtschaft zu einer international eingebundenen Volkswirtschaft entwickelt. China übernimmt immer mehr internationale politische Verantwortung (siehe Nordkorea). Das verlangt Respekt. Und mal ehrlich, wie lange haben wir in Europa für diese Fortschritte gebraucht? Ist es da nicht ein wenig ignorant zu erwarten, dass China vor heute auf morgen alle seine Probleme in den Griff bekommt.
Ich stimme Ihnen aber zu, dass China mit vielen Problemen zu kämpfen hat ... Umweltverschmutzung, Wanderarbeiter, regionale Unterschiede, Todesstrafe, Diskriminierung ausländischer Unternehmen

Es ist nicht verwunderlich, dass jemand, der ein Buch mit dem Namen "Marketing in China" verfasst hat, Fairness gegenüber der KP Chinas einfordert... Ist es nicht so, dass unter dem Deckmantel des wirtschaftlichen Aufschwungs heute jede Übeltat begangen werden kann? Hauptsache, man hat die eigene Rente aufgebessert... Allerdings glaube ich nicht, dass wenn es so weitergeht (Umweltkatastrophen etc.) man diese Rente auch genießen können wird. Und wenn, dann auch nur mit dem schlechten Gewissen, dass man ein barbarisches Regime unterstützt hat.
Verzeihen Sie meine harten Worte, aber ich glaube, dass auch Wirtschaftstreibende aufwachen sollten und merken, was da in China los ist.

Die Problematik des Organhandels in China ist hinlänglich bekannt, aber das Problem wird in dem Artikel verklärt und zeigt nur zu gut das einfache Bild das viele Westler von China haben. Statt hinter die Fassaden zu schauen wird stigmatisiert und man bleibt Vorurteilen verhaftet.
Herr Kilgour und speziell Herr Madras sind für ihre (über-)kritische Haltung gegenüber der chinesischen Regierung bekannt. Das der Bericht nicht gerade regierungskonform ausfallen würde war also klar. Die diffuse Argumentation der beiden Herren zeigt, dass es ihnen nicht darum geht den Organhandel in China zu untersuchen, sondern ausschließlich darum Kritikgründe gegen die Regierung in Peking zu suchen ... m.E. völlig haltlose Kritikpunkte.
Kritische Beiträge über China bitte ja (die sind wichtig!!!), aber bei allem muss man immer noch fair bleiben. Wir vergessen leider immer häufiger die gewaltigen Fortschritte, die China in den letzten Jahren gemacht hat ... und die verlangen Respekt!

Der nächste Wahnsinn, der in China passiert. Und alle schauen zu - haben wir aus den Arbeitslagern im Dritten Reich wirklich nichts gelernt?
Für den Redakteur: Falun Gong als "Organisation" zu bezeichnen, entspricht wohl eher wirtschaftlichem Schubladendenken und der Propaganda-Rhetorik Chinas als den tatsächlichen Gegebenheiten dieser Meditationsbewegung. Auf die Negativ-Propaganda fällt man zwar leicht herein, untermauert aber damit aber unbewusst die Verfolgung dieser Menschen in China.