Niedersachsen

Unbekannter wirft Holzklotz von Autobahnbrücke und tötet Frau

24. März 2008 Ein Unbekannter hat von einer Autobahnbrücke nahe Oldenburg einen Holzklotz geworfen und damit eine 33-jährige Beifahrerin im Auto vor den Augen ihrer Familie getötet. Der 36 Jahre alte Ehemann und die beiden Kinder im Alter von sieben und neun Jahren blieben unverletzt, erlitten aber einen schweren Schock, wie die Polizei Oldenburg am Montag mitteilte. Der Täter flüchtete unerkannt. Nach ihm wird wegen Mordes gefahndet.

Die vierköpfige Familie befand sich den Angaben zufolge mit ihrem Auto gegen 20.00 Uhr auf der A29 zwischen dem Autobahnkreuz Nord und der Abfahrt Ohmstede, als plötzlich ein Holzklotz die Windschutzscheibe des Wagens in Höhe der Beifahrerseite durchschlug. Die Mutter wurde von dem Klotz getroffen und erlag noch an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen. Ihr Mann und ihre Kinder wurden vom Roten Kreuz betreut und nach Hause gefahren. Die Familie stammt aus Warendorf in Westfalen.

Familie wurde durch Zufall Opfer

Die Polizei bildete eine Mordkommission mit zunächst 14 Beamten. Bei Bedarf könne diese Zahl erhöht werden, sagte Sprecher Sascha Weiß. Noch am Abend stellten Polizisten die Personalien unter anderem von Teilnehmern nahe gelegener Osterfeuer fest. Sie könnten möglicherweise Hinweise auf die Tat geben, sagte Weiß. „Wir haben keine Hinweise auf eine Beziehungstat.“ Die Familie sei vermutlich zufällig Opfer des Verbrechens geworden.

Laut Polizei gab es vor mehreren Jahren einen ähnlichen Vorfall auf der A29 in der Nähe des Tatortes. Damals traf ein Stein ein Auto. Es gab aber keine Verletzten, weil niemand auf dem Beifahrersitz saß. Steinewerfer sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Den schlimmsten Fall gab es im Jahr 2000 in Darmstadt. Damals wurden durch Steinwürfe zwei Autofahrerinnen getötet und fünf Personen teilweise schwer verletzt. Drei amerikanische Schüler im Alter von damals 14, 17 und 18 Jahren gestanden die Tat.



Text: FAZ.NET mit Material von AP

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