Diebstahl

Neandertal-Museum verliert Zähne

29. März 2004 Aus dem Neanderthal-Museum in Mettmann bei Düsseldorf haben Unbekannte zwei Zähne des Frühmenschen gestohlen. Wissenschaftlerbezeichneten die gestohlenen Fundstücke am Montag als „von unschätzbarem Wert und unwiederbringlich“. Die beiden Zähne waren erst im Jahr 2002 bei Ausgrabungen gefunden worden - was damals als archäologische Sensation gewertet wurde. Es handelt sich um den Milchzahn eines etwa zwölfjährigen Kindes und den Backenzahn eines erwachsenen Neandertalers.

Die Zähne lagen in einem Schaukasten des Museums. Die Diebe hätten mindestens zwei Mal die in eine Wand eingelassene Vitrine abgeschraubt und jeweils einen Zahn entnommen, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst keinen Verdacht geschöpft

Bereits vor einigen Tagen hatten Museumsmitarbeiter das Fehlen eines Zahns bemerkt, aber noch keinen Verdacht geschöpft, sondern vermutet, daß das Exponat gereinigt werde. Als am Montag der zweite Zahn fehlte, stellte die Museumsleitung den Verlust fest und alarmierte die Polizei. Einbruchspuren seien nicht entdeckt worden.

Seinen Namen hat der Neandertaler von dem ersten spektakulären Fund 1856 in einem kleinen Tal zwischen Düsseldorf und Mettmann. Die Neandertaler lebten vor 300.000 bis 30.000 Jahren in Europa und Vorderasien. Dann starben sie aus.



Text: dpa
Bildmaterial: dpa

 
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