15. Februar 2008 Nach dem Brand in einem überwiegend von türkischen Familien bewohnten Haus im baden-württembergischen Aldingen bei Tuttlingen hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 53-jährigen deutschen Bewohner des Hauses, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil, Frank Grundke, am Freitag auf ddp-Anfrage.
Der Mann sei vorläufig festgenommen worden. Gegen ihn bestehe der Verdacht der Brandstiftung. Im Moment spricht nichts für einen fremdenfeindlichen Hintergrund, betonte Grundke. Es gebe derzeit auch keine Anhaltspunkte, dass eine weitere Person an der vermuteten Brandstiftung beteiligt war. Das Haus war in der Nacht zum Freitag komplett ausgebrannt. Alle 14 Bewohner des Mehrfamilienhauses, darunter laut Polizei 10 Türken und 4 Deutsche, konnten sich in Sicherheit bringen.
Glückliche Rettung
Nach Angaben der Polizei entdeckte ein Schichtarbeiter das Feuer, das gegen 01.20 Uhr an mehreren Stellen ausgebrochen war. Der Mann klingelte mit Hilfe der von ihm informierten Nachbarn alle Bewohner des brennenden Hauses aus dem Schlaf. Währendessen weitete sich das Feuer an der Außenwand von unten nach oben aus und vom Dachgeschoß nach innen.
Alle Hausbewohner, darunter auch Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 16 Jahren konnten sich in Sicherheit bringen. Bis auf sechs Bewohner kamen alle noch in der Nacht bei Verwandten und Bekannten unter. Das Wohnhaus sei komplett ausgebrannt und nicht mehr bewohnbar, teilte die Polizei mit. Der genaue Schaden war zunächst unbekannt.
Text: AP
Bildmaterial: dpa