Ansbach

Mutmaßlicher Vergewaltiger in Haft

Blick auf die Bahnunterführung, an der das Mädchen überfallen wurde

Blick auf die Bahnunterführung, an der das Mädchen überfallen wurde

23. November 2009 Nach der Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens im bayerischen Ansbach ist am Samstag ein 25-jähriger Mann aus der Region festgenommen worden. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung erlassen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Schülerin war am Freitag auf dem Heimweg nach dem Musikunterricht verschleppt worden. Rund zwei Stunden lang befand sie sich in der Gewalt des Täters, bevor dieser sie schwer verletzt freiließ.

Das Kind wurde in einer Fußgänger-Bahnunterführung bei einem Bach überfallen und auf ein nicht genutztes Grundstück entführt. In einem Gartenhaus, das der Täter aufgebrochen hatte, verging er sich an dem Mädchen. Nach etwa zwei Stunden kehrte der Mann mit der Schülerin wieder zu der Stelle zurück, an der er sie verschleppt hatte, und ließ sie gehen. Anschließend flüchtete er.

Das Mädchen lief nach Hause und berichtete seiner Familie von dem Verbrechen. Auch durch Hinweise aus der Bevölkerung konnte die Polizei mit einer detaillierten Personenbeschreibung nach dem Vergewaltiger fahnden. Er hatte demnach nicht nur einen blonden und teils rosa gefärbten Irokesenhaarschnitt, sondern trug auch eine auffällige weiße Kapuzenjacke mit Pfeil-Muster, eine Brille und soll von kräftiger Statur gewesen sein.

Mädchen wird ärztlich und psychologisch betreut

Am Samstagnachmittag wurde der Tatverdächtige in einer Ansbacher Wohnung festgenommen. Bei seiner Vernehmung durch die Kriminalpolizei habe er „Angaben zum Tatvorwurf“ gemacht. Ob der Mann das Verbrechen dabei gestanden hat, wollte ein Polizeisprecher am Wochnende nicht sagen. Auch ob der Mann vorbestraft ist, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Details wollen Polizei und Staatsanwaltschaft heute bei einer Pressekonferenz bekannt geben.

Die Zwölfjährige war am Sonntag wieder in der Obhut ihrer Familie und musste weiter ärztlich und psychologisch betreut werden. Der Tatverdächtige sitzt in einer nordbayerischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Einen Medienbericht wonach der Täter womöglich für weitere Sexualdelikte in Bayern und Hessen verantwortlich sein könnte, wollte der Polizeisprecher nicht kommentieren. Einen solchen Zusammenhang zum jetzigen Zeitpunkt herzustellen, nannte er völlig verfrüht. Routinemäßig würden in einem solchen Fall immer alle ähnlichen Delikte überprüft.

Text: ddp
Bildmaterial: dpa

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2010.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
Verlagsinformation

Medikamente günstig einkaufen Preisvergleich für Medikamente und Apotheken-Produkte. Mehr als 90 Apotheken im Vergleich.

FAZ.NET-RSS-Services

10.02.2010 10:59

Arme Schweine

10.02.2010 10:24

160 Tote durch Lawinenunglück in Afghanistan

10.02.2010 07:13

Rendez-vous im All

FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche