07. Mai 2008 Alle drei in einer Tiefkühltruhe gefundenen Babys aus Möllmicke im Sauerland haben nach der Geburt gelebt. Bei den beiden am Mittwoch obduzierten Leichen seien Fremdeinwirkungen entdeckt worden. In einem Fall habe es eine richtungweisende äußere Gewalteinwirkung gegeben, die den Tod verursacht haben könnte, sagte Staatsanwalt Johannes Daheim am Mittwoch in Olpe. Die Mädchen aus Wenden im Sauerland seien alle lebensfähig gewesen und hätten keine Behinderungen gehabt.
Die Mutter ist weiter vernehmungsunfähig. Gegen sie besteht Haftbefehl wegen Totschlags. Wann sie vernommen werden kann, ist weiter unklar. Sie liegt nach einem Zusammenbruch in einem Justizkrankenhaus.
Immer noch kein Motiv bekannt
Zum Motiv der grausigen Tat tappten Polizei und Staatsanwaltschaft deshalb weiter im Dunkeln. Auch bei den Hintergründen bleiben viele Fragezeichen. Die Ermittler vermuten weiter, dass weder der 47 Jahre alte Ehemann noch andere Verwandte oder Nachbarn die heimlichen Schwangerschaften der Frau bemerkt hatten. Sie muss Ende der 80-er Jahre neben ihren heute 18, 22 und 24 Jahre alten Kindern drei weitere Mädchen ausgetragen und zur Welt gebracht haben. Der 18-jährige Bruder hatte am Samstag in der Kühltruhe des Elternhauses die Leichen entdeckt.
Text: dpa/AP
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