Überfall auf Erntedankfest

Festzeltschläger wirkten „hasserfüllt“

Von Claus Peter Müller, Eschwege

Zur Mittagszeit herrschte im Zelt noch fröhliche Stimmung

Zur Mittagszeit herrschte im Zelt noch fröhliche Stimmung

19. August 2008 Die jungen Männer, die am Montag gegen 1.20 Uhr ein Festzelt im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf überfallen und 15 Personen zum Teil schwer verletzt hatten, sollen „Scheiß-Deutsche“ ins Zelt gebrüllt haben. Das hat eines der Opfer gesagt. Eine Zeugin sagte: „Ich sah den Hass in den Augen, da wusste ich, jetzt passiert etwas Schlimmes.“

Andere Zeugen sagten, dass die Täter „organisiert wirkten“: „Alles schien geplant.“ Die vier bis sechs mutmaßlichen Täter werden im Polizeibericht als „südländisch“ aussehend beschrieben. Sie hatten sich mit Protektoren und Handschuhen geschützt, bevor sie mit Waffen wahllos auf die Gäste im Festzelt einschlugen.

Von den Tätern fehlt jede Spur

Der Überfall soll zwei Minuten gedauert haben, bevor die Männer mit einem silberfarbenen Auto flüchteten. Nach Angaben der Polizei in Eschwege fehlt von den Tätern jede Spur. Die Zeugenbefragung habe keine neuen Erkenntnisse erbracht.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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