08. September 2007 Ein Rabbiner ist in Frankfurt von einem Unbekannten durch einen Messerstich in den Bauch verletzt worden. Wie die Polizei am Samstag berichtete, stach der Täter am Freitagabend auf Mann ein. Der Täter habe den 42-jährigen Frankfurter, der eine jüdische Kopfbedeckung trug, auf einem Gehweg mit arabisch klingenden Worten angesprochen. Als der Rabbiner die Worte nicht verstand und den Täter nach dessen Anliegen fragte, stieß dieser auf Deutsch eine Todesdrohung aus. Der südländisch aussehende Mann sei von zwei Frauen begleitet worden. Nach Angaben der Polizei ist der Zustand des inzwischen operierten Rabbiners stabil. Es habe laut Ärzten zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr bestanden.
Die Polizei geht nach den bisherigen Ermittlungen von keinem gezielten Anschlag aus, sondern von einem spontanen, zufälligen Zusammentreffen zwischen Täter und Opfer. Bei der Tatwaffe könne es sich um ein Taschenmesser gehandelt haben. Der der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt angehörende Rabbiner war mit zwei Bekannten in der Stadt unterwegs, als der Täter ihm entgegenkam. Nach dem Angriff flüchteten der Messerstecher und seine Begleiterinnen in unterschiedliche Richtungen. Der Verletzte konnte selbst ein nahe gelegenes Krankenhaus aufsuchen.
Eine Fahndung nach dem Täter blieb nach Angaben der Polizei ohne Erfolg. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft setzte am Samstag eine Belohnung von 2000 Euro für Hinweise zur Aufklärung der Tat aus. Der Täter soll zwischen 20 bis 30 Jahre alt und von mittlerer Größe sein. Er habe kurze dunkle Haare.
Text: dpa
