Kriminalstatistik

Weniger Kindstötungen in Deutschland

Nach den Kindstötungen von Plauen und Darry ist häufig wieder davon die Rede, die Zahl solcher Delikte nehme ständig zu. Die Polizeiliche Kriminalstatistik für die Bundesrepublik Deutschland, geführt vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden, verweist diese Annahme ins Reich der Fabel. Von Axel Wermelskirchen

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Dezember 2007 14:12

Die Antriebslosigkeit der Eltern

Seyit Resul Özer (rest)

Die Machtlosigkeit der Politik und der Gesellschaft gegenüber der Kindsmisshandlung ist nichts anderes als ein Indiz zu erfassen das mit der heutigen Gesellschaft etwas nicht stimmt.Da die Geselschaft-Experten und Politiker und der Medien selber die Produkt dieser Gesellschaft-Komplexes sind ist es von dieser Seite eine Lösung zu erwarten hoffnungslos.Das Problem ist viel tiefe als jeder Bürger oder Fachbürger sich Vorstellen könnte:ich denke wir alle sind so sehr durch die Technikwelt und der Sachwelt verabeitet und geprägt worden sind das das mit der Zeit die Sachen mehr an unser Herz liegen als unser Kinder oder Mitmenschen.

Seyit Resul Özer

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. Dezember 2007 11:28

JEDER hat das Recht auf Leben (Art 2 GG)

Michael Thum (stefanvolker)

In der Statistik fehlen die Abertausende von Kindern, die bereits im Mutterleib getötet werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. Dezember 2007 03:28

Pre-Freudian times?

Peter Weigl (peterm8s)

Beim Lesen der verschiedenen Kommentare zu den Artikeln über die jüngsten Kindstötungen – wie hier: "Zugegeben, Psychologie ist für mich alles andere als eine seriöse Wissenschaft" – könnt es einem schon fast Bange werden, wie doch etliche 'kluge Köpfe' von der Existenz psychischer Krankheiten nichts wissen wollen.
Darf ich diesen Skeptikern das Büchlein von Joachim Bauer "Das Gedächtnis des Körpers – Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern" zur Lektüre empfehlen? Hier wird von neurobiologischer Seite her sehr lesbar und sehr eindrucksvoll erklärt, wie seelische Erkrankung und Heilung funktionieren.
Bauer lädt zu Sachlichkeit ein: "Die Zeit ist reif, die Debatte über Psychotherapie vom Dunst der Stammtische zu befreien und die Eigenschaften und Auswirkungen dieser medizinischen Heilmethode vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Daten einschließlich neurobiologischer Erkenntnisse zu betrachten."
Bauer hat auch einiges zu sagen über die Wichtigkeit der Behandlung postnataler Depression und die seelischen und neurobiologischen Auswirkungen von Mißbrauch und Vernachlässigung bei Kindern.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. Dezember 2007 23:24

Tote Kinder

Heinrich Garg (hgarg1)

In dieser Zeitung habe ich zum Thema Vernachlässigung und Tod von Kindern und Jugendlichen wiederholt gefordert, daß das Jugendamt genug zu tun hätte, wenn es sich um das Schicksal der Klein- und Kleinstkinder kümmert.
Die Vorsorge und gesundheitliche Überwachung , ob Impfungen , Entdeckung psychisher Auffälligkeiten, Verwahrlosung, Schuleschwänzen und dgl. kann man dort am besten feststellen und therapieren, bzw Therapie fordern, wo die Kinder fast den gesamten Tag - und das sogar verpflichtend - verbringen, nämlich in der Schule. Oder irre ich mich da?
Dann würden sich aber einige hochzivilisierte Länder seit Jahrzehnten ebenso irren.
Die panische Angst, in die Schulen auch sozial, kulturell, sportlich und medizinisch zu investieren, kann nur mit der zynischen Angst vor den Kosten zusammenhängen. Schon mal was von Prävention gehört, die Herren Finanzminister? Die Kinder brauchen eine Heimat!!
Soeben höre ich in den Nachrichten, daß eine "Vernetzung" von Gesundheitsämtern, Kinder-und Jugendärzten, Jugendämtern und was noch alles die Rettung bringen soll. Von Schule kein Wort. Ich faß´ es nicht! H.Garg

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. Dezember 2007 19:23

Welche Fragen sollten hier eigentlich gestellt werden?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Zugegeben, Psychologie ist für mich alles andere als eine seriöse Wissenschaft. Aber wie oft wird berichtet, daß Psychologen eingeschaltet waren. Trotzdem passieren, wie in jüngster Zeit gesehen, solche tragischen Ereignisse. Man kann fortfahren: wie oft werden Verbrecher von Psychologen als "resozialisiert" eingestuft und begehen nach einer Entlassung sofort wieder schwere Straftaten.
Für mich ist die Einschaltung von Psychologen nichts anderes als eine Beruhigungsmaßnahme mit der die Politik signalisieren will man habe ja alles nur mögliche getan, um Schlimmes zu verhüten. Wie sagte Johannes Gross so treffend: Professionelle Politiker sind unprofessionell in allem anderen.
(FAZ Magazin Nr. 842 vom 19.04.1996)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 5 von 5 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche